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Der Orden Bne Briss · 1928-05-01 · Nr. 5 - Mai (5.1928) · p. Seite 71

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1928
Issue
Nr. 5 - Mai (5.1928)
Date
1928-05-01
Page
Seite 71 (sequence 7)
Language
German
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I! Aus auswärtigen Aus dem Polniscjien Distrikt (XIII). Den Mitteilungen unseres Nachbar-Verbanc es entnehmen wir, daß Br. Großpräsident Ader-Kr, kau in Briefwechsel mit dem Exekutiv-Koimitäe steht, der die Propagierung des Ordensgedankens in die Ferne betritit. Es wird mitgeteili, daß jüdische Büiger in Shanghai (China;, Johannesburg (Südafrika), Mexiko, Argenti nien die . Gründung von B.<B.-Logen anstreben. Die größte Loge des XIII. Distriktes ist die Leopolis.- Loge, Lemberg (lVJ Br), die kleinste diej Raphae Kosch- Loge, Lissa (16 Br1,). Distrikten. C er Verband empfiehlt auch seiltei Kunstkalender — 5680 j— Iunseres S. Mi Iler-Heidelberg. (Agram-Südslawien) eine daseihst errichtet ijn ly. (Amerikanischen) Dist ikt haben )ein|e eigene Qr Aus Amerika. LXXVII »B’nai B’rith Magazine«,| Februa: 1928. Berufskategorien zu sammeln und Die vorliegende Nummer unseres Ordensbelebung jüdischer BräUche im buntistrikte organs versetzt uns mitten hinein in da: bewegte Leben der amerikanischen D unseres Ordens. Seitdem die Union 1776 völlige Religionsfreiheit proklamierte, ist die Besetzung der höchsten Staatsämter vom religiösen Bekenntnis unabhängig gewesen. Angesichts der bevorstehenden Präsidentenwahl haben zum | ersten Male große Organisationen gegen einen; Präsidentschaftskandidaten wegen seines religiösen Bekenntnisses protestiert, und im ISenat hat ihri ein Mitglied dieser hohen Körperschaft seiner Religion wegen für »unwürdig« erklärt, j Unser Orden hat durch sein Sprachrohr, das »B. B. Magazine«, gegen diese Verletzung der ver brieften Gleichberechtigung scharfen Widerspruch erhoben und sich hierbei auf die Worte berufen, welche George Washington im Jahre 1791 an vier große jüdische Gemeinden Amerikas schrieb: »Die Gewissensfreiheit, die wir hierzulande jedem politischen und religiösen Be streß Auf: i leitt clcn jüdische n Br. Expräsiidente n lin Gebiete des XI. (Qriftnt-) Distriktes ist in Äigre 3 neue Log» gegründet ujoYder . bestehenden Frauentagen Haupe zu sorgen, ungen sind, erhe die jßlog er gesamten Der Orden Wort des kenntnis einräumen, steht in Weltgeschichte ohne Beispiel da.« fordert, daß Amerika sich die: großen Gesetzgebers einpräge: jeder habe das 'Recht, sich um das höchste Ar lt im Staate zu bewerben, ohne daß man nach 1 seiner Religion frage. i: Mit Stolz verbucht der Orden d ie gewaltigen Fortschritte des »Zieierweiterwigskoniitees«, welches die Logen, aber auch Fern Gehende, für das ebenso herrliche wie notwendige Ziel gewinnen will, in den »Hillelstiftungen« an den amerikanischen Universitäten juge idlichjbegeisterte Führer heranzubilden, in den Jugenjdlögen »Aleph Zadik Aleph« die jüdische “!' für die Wieder empel .und 'in W[ie notwendig diese B< lt aus einem lebensv ahre rf atz von Samu^lS. Coh in ».Dte WirL samkeif der amerikanischen Synagoge«. Wir e fahren, daß die Tempel heute n cht ausschlief lieh | Andachtsstätten j sind — viele Synagogen freierer Richtung sind sogar während dir Sommermonate geschldssen! — sondern daß mit ihnen KlubräUmje?ü geseligen, wisser schsftlichen und künstlerischen Veranstaltungen (Aus stellung von Werken nichtjüdiVcher Künstler ) verbunden weiden. Eirier dieser sehr modernen Teppel rühmt sich sbgar, daß seine geselligen Veranstaltungen von’ Juden und Nichtjuden besucht werden, ijjniser Ordensorgan frag:, wieviel solch Modernismus zur Stärkung de; jüdischen Glaubens uhd der jüdischen Glaubens gemeinschaft beitragen möge —? Sind die Vorjlesungen über chinesische Polit k, japanische Kunst, Hindumystik 'und französische Literatut geeignet, die jüdische 'Seele zu wecken? Die amerikanische JudenHeit, und vnran ihr Oewis sen — der Orden, sieht in der mangelnden Anziehungskraft; des Göttiishauses diei gröite Oefahr für deh 'Bestand Israels. Darum meint das Bundesorgan, die amerikmrsche Juden* heit — und nicht blpß diese! -- dürfe sich keine größere j Aufgabe j stellen, als den Wiederaufbau des ireligiösep Lebens. Erschütternd bricht der Verfasser dös Aufsatzes in die Klage aus|> »Sollte die vethäpgnisvolle Stunde nahen, wo da$ letzte Wort Ües Gebete; in unseren Synagogen erstirbt, dann würde diese Stunde zugleich das Ende < unserer Existenz als Volk und Glaubensgemeinschaft bedeuten, und. die ugend aller ruhmvolle Geschichte Unseres Martyriums würde r 71 — .

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