Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 4 - April (4.1928)
- Date
- 1928-04-01
- Page
- Seite 51 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ln den Fällen, wo die OroBioge die einzige Helfet in ist, kann sie eine Fordert» g der Menschlichkeit nicht ablehnen. ' In ewigem Wechsel rundet si< von den Nöten und Sorgen der Kreis um den einzelnen Bruder, < h dann wieder Peripherie der dessen Leben leichter zu gestalten Pflicht uhd Wunsch dem helfen zu können, Freude e i es, von dem die Seelenstim; wird, die von Bruder zu Brc werden soll, jene Stimmung, Freude und Frohsinn enthalten wir sie mit einem guten wort: macht. Innung a der gi die Hbffnting, id Was ist und bleibt uns Hermann Cohen? Ein Wort tu seiifern IC jährigen Todestage (4. April 1918*) Von Expräs. Dr Arthur Löwenstamm (Berthold Auerbach-Loge). Oie Zeit ist ihm freilich Es ist still geworden um Hermann Cohen. Vielleicht war es immer still uni ihn, wtjil man ihn nicht verstand oder Verstehen wollte.! 'Aber oft geschieht’s, daß der! großen Persönlichkeit die Nachwelt gewährt, was die Mitwelt versagt hat. Und hier hätte es gewiß so sein müssen. Denn erst nach sein :m Tode haben wir sein ganzes jüdisches Leber swerk in seiner Breite und Tiefe kennen gelernt. Drei Bände jüdische Schriften und Sein religiöses Bf kenntnisbuch »Die Religion der Vernunft aus den Quellen des Judentums.« Da hätten wir allen Anlaß, in unserer an großen geistigen Ideen armen Zeit von seinen Oedanken zu leben. Wir haben keinen Qrößern heute md werden m absehbarer Zukunft kleinen i Otößein haben als Cohen. Wir hatten! auch niemand, der in der jüdischen Neuzeit den Lehrinhalt des Judentums — in dieser Vollendung 4dargest^llt hat wie er. | Cohen bezeichnet einen Endpunkt des modernen Judentums, indem et alle geistigen 4 * i So -Jsge.;e schal f< soll —- 4uver A ist, ist öst en nennen sicht. Odi, Technik<* und v|o« ak der Ideen begründet. Berückt cer exakten Wissenschaft beter Natur an, die erforscht und von dei zur praktischen Nutznießung gebracht er Wirtschaft ausgebeutet wird. Und da d; atürliche und Urgrundtiefe 4*!s Menschen dal lefühl ist, sind wir, überdies durch djas uns:rl :le aufwühlende'Erleben des Weltkrieges, zu iner neuen Wertung des QeFühls gekomrr en nd haben eirte Lebensanschauiing des Gefühls chaffen, die früher Romantik und jetzt (nraionalismus heißt. Cohen aper mochte aas Strömungen, die sich seit [anderthalb Jahrhunderten r befühl nicht in das Zentrum de»Dasei is rücken!! 1^11 . I_i _ 11_ ...._ .J I ..L.mmCA . 4■ aX -Va. am I!m /1>A CmKia1 a«svmm4aL« im intellektuellen und sittlichen Leben unserer Gemeinschaft ausgesprochen haben, in jeinem Brennpunkt vereinigt. Aber jedes Ende ist zugleich ein Anfang, weil jdie Entwicklung niemals aufhört. So muß auch (pohen eir neuer Anfangspunkt werden. ' *) Anläßlich des lOjährigknTodestag es des Br. Hermann Cohen sind innerhalb der Veröffentlich: ngen der Hermann Cohen-Stiftung bei der Akademie füi die Wissenschaft des Judentums Hermann Cohens »Schril ten zur Philpsophie und Zeitgeschichte« von Albjert Görland und Emst Cassirer im Akademie-Verlag in 2 Banden herai isgegeben [worden. i b. Es erscheint ferner in bächster Ze t eine zweite verbesserte Auflage seines Werkes: >D,ie Religfon der Vernunft aus den Quellen des Judentums« ir^ Verlag Kauffmann, Frankfurt a. M. j nicht 'günstige Stin Wesen ist der Idealismus, aber nitiit elwa bloß der Idealismus jder Lebeilsgesinrilung, der mr eine allgemeine Daseinsstimmung bedeijtet uid dadurch leicht :durch Hemmungen herjabgidrückt wird oder enttäuscht sich ins Gegent(il verkehrt, sondern der Idealismus' — der wissenschaftlichen Weltansicht, der im Streiten njach Erkenntnis die Macht und die Wahrtet jon den Erfolgen wird längst die — 51 — tief er es1 in die der Subjektivität eigentümliche Sphäre der Kunst und ces Sctönen einügte, so war ihm doch die E nheit 4er Kuljur vom Denken zusammengelu Iten. I Hermann Cohen war ein Denker nicht etwa nur von Amts wegen, sondern von innerem E eruf. Ein Philosoph war er, der nicht Gedanki m gab in kurzjen oder längeren Aphorismen, sondern tih S y s t em von Gedanken. Ja, er ist der le tzte Systematiker in der Philosophie. Und Philosophie War i^m nicht weit-und lebensfernes Denken, sondern die Begründüng der Kultur, ei igespinnt in tilie drei großen Reiche der Natun Wissenschaft, der Ethik und Aesthetik. | | ’ Freilich wissenschaftliche Forschung! im einzelnen in ihrem1 materiellen (Jehalt war nicht, I