Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 2 - Februar (2.1928)
- Date
- 1928-02-01
- Page
- Seite 30 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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um Grundsätze, schlagen sie einander tfie besten Minner tot . — S 43 Jocbanzn: »Welcher Fluch ward über uns gesprochen! Andere Völker spannen! ihre Macht über Länder und Meere, wrir aber'spalten Wjorte und kämpfen um die Spähne«. ' t ■ ■ S. 53.m Alexas : »Ein wunderliches! Volk! Wer ihm helfen will, wird auf eine harte Probe' gestellt«. S.-53. -Thamar':"*,»'Deine Weisheit, jochanan, wird mir nicht sagen, daß Menschen erblühen, damjt ihr Blut auf den Gassen vergossen werde,' daß Mütter ihre Söhne Stück Volkskunde und Kulturgeschichte lebendig werden: — Elisabeth Kupka berichtet aus Breslauei Regierungsakten über die Namensänderungen, die mmchmal ohne Tauten, meistens nach Uebertritt in den Jahten 1836 bis 1853 an Breslauer Juden bewilligt wurden, und die Begründungen, die freilich itnme* dieselben waren: Unkenntlichmachen der jüdischen Herkunft zwecks »besseren Fortkommens . Wenn Ooethe sagt: »Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt«,;so darf man hier umkehren: Weh dem, der seiner Vätel ungern denkt!« — L für die Schlachtbank gebären. Ich weide nicht glauben, witz gibt eine Namensliste der Kasseler Israeli eit aus daß Völker einander nicht lieben können, und daß es zwischen Juda und Rom keine andere Sprache gibt als die des blasses«. S. 67. Berenike zu Titus: -Ich glaube, die Menschen haben den Kiieg eifunderr, um ihren änget/oreneA Tiieb ausden Fesseln der Gesetze zu befreien und einmal . wieder ganz Tier zu werden«. S. 83. Öbadjr: Das Volk < Israeb] wird in der Welt stehen wie ein Findelkind, an dem äich der Uebermut aller Gassenbuben austoben kann Das Buchdrama von Jurgmann kann mit warmen Danke für den Autor sowie . deh Verlag, der es geschmackvoll auszustaiten verstand, aufs beste empfohlen werden. Es ist geeignet, insbesondere unsere Jugend mit Liebe und Anhänglichkeit zu unserem Stamme, mit edlem Stolze auf die ruhmreiche Geschichte unserer Ahnen zu erfüllen. E.’F\ -i •. 4- Die Jubiläumsausgabe von Mostes Mendelssohns gesammelten Schriften. Anläßlich tfer 200. Wiederkehr des Geburtstages MoseS Mendelssohns sollen die gesammelten Schriften des Philosophen als Jubiläumsausgabe erscheinen. Herausgeber sind ira Aufträge der Akademie für die Wissenschaft des Judentums und der Gesellschaft?ür Förderung für die Wissenscnalt des- Judentums Prof. Ismar Elbogen, Prof. Julius Outtmann, Prof. Eugen M ttwoch. in Gemeinschaft mit Dr. L Bamberger. Dr. -Ch. Borodianski,, Dr. ^JS Rawidowitsch, Dr. Bruno Strauß und Dr. Leo Strauß. Die Vorarbeiten sind nunmehr soweit gefördert, daß zu Beginn des neuer} Jahres: drei BärdCL druckfertig vorliegen. ' Die Ausgabe wird im Akademife-Verlag erscheinen und etwa 15 Bände umfassen. Sie zerfällt in: Philosophische Schriften, Judaica, Hebraica, Literarhistorisches und Briefe. Eine Mendelssohn-Biogrjaphie und Bibliographie, eine reicnhaltige Sammlung Reproduktionen von PQrträ's und Büsten, sowie Faksimiles-von Handschriften des Philosophen werden als Ergänzungsbände den Schriften angefügt wcden. Im Hinblick auf :die volkstümliche Persönlichkeit Mendelssohns hat es sich diese erste kritische Ausgabe zum Ziel gesetzt,' unbeschadet ihrer gründlichen wissenschaftlichen Anlage, auch dem größeren Publikum zugänglich zu sein. Der {Akademie-Verlag (Berlin W. 35, Lützowstr. 16) wird die Subskription detn- ’nächst eröffnen. Die Gesellschaft für Jüdische Familienforschung versendet ihr Heft-12, mit dem sie den ersten Band, d. h die Jahrgänge 1925,. 1926 und 1927, abschließt. — Prof. Dr. Loewe plaudert mit anmutigem Humor von der Entstehung jüdischer Namen; Wahrheit und Dichtung mischt sich schon seit lahrhunderten in so mancher Familientradition und läßt aus diesen Anekdoten ein gutes Hor- 1808 nach Errichtung des Königsreich Westfalen durch! Jerome. — Dr. Schaerf in Rom erzählt von den Eigennamen der Juderi in Rom, die charakteristisch!irweise seh,r oft von kleinen Orten in der römischen Cainpagna genommen sind, da die /häufigen Verfolgungen und Austreibungen die Juden nötigjten, in diesen Orten Schutz und Zuflucht zu suchen. — Bücherbesprechung« n und das aiis alien Teilen der Welt benutzte Suchblatt machen wie üblich den Beschluss. . i . Rosenthal, üerthoid: »Heimatgeschich;e der badischen Juden seit ihrem geschichtlichen Auftreten bis zur Gegenwart« Konkordia-A.G. für Druck und Verlag, Bühl i. Baden, 192? Preis: Mk. 10.—. Die Versuche, die Geschichte der Juden systematisch darzustellen, sind noch' .nicht einmal ein |ahrhundlert alt. Zwar 'hat man sich von den Tagen eines Leopold Zunz an mit geschichtlichen Einzelforschungen über die älteste wie über die neuere Zeit in ßüchern und Zeits rhriften befaßt; ein# Verarbeitung der Ergebnisse zu Gesamtdarstellungen setzt aber erst um die Milte des l'l. Jahrhunderts ein. Man braucht hierbei nur auf dun von* Moritz Steinschneider bearbeiteten Band 27 det allgemeinen .Enzyklopädie der Wissenschaften und Künste (herausgegeben von Ersch 8t Gruber) zu vtrweisen, welcher im Jahre 1850 .erschien und die Verarbeitung des Miterials über Juden und jüdische Literatur erstmalig brach) e. Im Jahre 1857‘hat dann Jost seine. »Geschichte des Judentums 'und. seiner Sekten« herausgegeben, während im Jahre 1853 Heinrich Graetz seine »Geschichte der Juden von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart, 4. Band «veröffentlichte und durch die darin behandelte »jQes<ihichte der Juden vom Untergang des jüdischen' Staat» bis zum Abschluß des Talmud« den Anfang zu seinur. umfassenden^ Geschichte der Juden machte. Neue Bearbeitungen folgten dann bis in unsere Tage hine rj,- wo durch Dubnows »Weltgeschichte des jüdischen Volkes« das Material unter prinzipiell neuen Blickpi)nkten' gesichtet wurde. Wenn Oraetz in seinem Vorwort zur 3. und 4. Auflage des Bandes »Geschichte der Judäer« im Juni 1888 sagt: »Mir selbst haben sich bei erheuter Durchforschung der Quellen neue Tatsachen ergeben. Diese Momente zusammen haben die bedeutende Veränderung dieser Auilage veranlaßt«, so zeigen diese Worte gerade aus der Feder unseres grundlefe :nden Historikers, daß die Ergebnisse geschichtlicher I inzelforschungeh das Bild ganzer Zeitabschnitte umgei Ulten können und daß diese Einzelforschungen deshalt von nachwrrkend«r Bedeutung sind. , Es mag einige wenige Gebiete der Geschichte geben, für welche umgestaltende Einzelergebnisse nicht mehr zu erwarten sind; für unsere jüdische Oeschichte stehen. Fragen noch in allen Teilen offen. Das Verlangen nach 30 —