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Der Orden Bne Briss · 1928-01-01 · Nr. 1 - Januar (1.1928) · p. Seite 12

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1928
Issue
Nr. 1 - Januar (1.1928)
Date
1928-01-01
Page
Seite 12 (sequence 13)
Language
German
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'! Arnold , Zweig: Judan auf dir Bühne mit 16 Bildtafeln. J Heraisgcßjeberi vom Heinehund, jüdische Buchgemeinde, Berlin 1927. Das Werk ist dem verewigten, Sympathie ausstrahlenden, tapferen geistigen'Strei er Siügfried Jacobsohn ■"gewidmet. Drama und Theater weiden vom Standpunkt' eines Gruppenorgans ang rsehen, der jüdische Standpunkt" zu bestimmen gesücf t. Tiguren, die zum Theater Beziehungen haben, et schei ljen* Geldgeber, Direktoren, Agenten, Dramaturgen, äühnehdichter, Kritiker, Publikum, Regisseure, — dann eie Schauspieler, unter ihnen: Alexander Granach, Elisibetht Bergner, Irene Triesch, Rudolph Schildkraut, Fritz -Mas^ary, Max Pallenberg, Maria Orska, Paul Graetz, Ern^t -Deutsch, Fritz Kortner u. a? — Dramatiker: Bge -Hof(rtann, Sternheim, Heimann, Toller, Rehfisch, Lasker-ichüler, Feuchtwanger. Das Werk gipfelt in den bibli ichen Stücken, Judef)- Stücken, dem judenensemble dtr'Wilnaer, Palästinatheater, Habimah. — Das Ganze ,-U gesehen mit dem Auge Arnold Zweigs. Eine interessante Gesel schalti — diese Juden! 1 Auch deT, dem die Betrachtung gar zu sehr vom Standpunkt der Gruppeneigenschaften, Gru^ penleidenschaften angestellt erscheint, auch der, d :m ^ibse Betrachtung ■zwar;von einem hohen, wenn aui h nifht vom höchsten Aussichtspunkt angestclit erscheinwi d das Buch mit Interesse lesen. A. Gdt. Höxter, Dr. Julius: Qae len buch zu.cJjüdischen Geschichte und Litelratur. II. Teil. Verlag J. Kauffmann, Frankfurt a. JA. 1<i27. Preis: Ganzreinwandband M. 1,80. Von dem in fünf Bänden in Aussicht genommenen Quellenbuch ist nach verhältnisrr äßig kurzer Zeit *dem zuerst erschienenen ^ritten Teil leutschland, Frankreich und Italien im Mittelaller) der zv eite 'eil (Spanien) gefolgt Das Erscheinen dieses Bar des ■ verden viele •mit besonderem Danke begrüßen. D :nn c ie wechselvollen Schicksale unserer Väter auf dertPrrenäuithalbinsel haben von jeher auf unsere Jugend einen besonderen Reiz-'ausgeübt. Jahrhunderte lang das Do ado ier Gleichberechtigung und Glaubensfreiheit, der Sc lauplstk regen geistigen Schaffens — die spanisch-jüdische Blüte: eit — ist Spanien Später das Land namenloser Leide l (Inquisition, Scheiterhaufen. und Austreibung! geworde i; Es erfüllt uns mit Genugtuung, da > günstige Urteil, das der dritte Teil seinerzeit in unseren Blatte gefunden hat iQ. B. B. 1926 No. 6 7) auch für t en nunmehr erschienenen neuen Band unteistreii hen ,nnd die dort ausgesprochene warme Empfehlung lriederiolen zu können. Wohl ist das Quetienbuch ii erster Linie zur Verlebendigung und Befruchtung* des jüdischen Geschichtsunterrichtes in den Schulen gedi eht, i:s soll aber über die Schule auch in das jüdische riaus kommen und die älteren Geschwister und die Elter i zur Beschäftigung mit der jüdischen Geschichte anregen. Aich Jugend- und Literaiurvereinen, Frauenverqimgi ngen und Logen wird das Quellenbuch guje Dienste leiden. Aus dem Iggeret Müssar des Raf> ü Salomo ATami (S^llO: könnte mancher Glaubensgenosse unserer Tage vieles lernen. . Damit jeder Band ein abge schlossenes" Ganzes für sich bildet, wäre zu erwägeri, of es nicht ratsam wäre, lf* BCcherschau. deutschen dis Vorwort und die methodischen Bemerkungen jedem Teile beizufügen. - - , , Für den schönen Druck-und die muster] afte-Ausst ittung gebühnt dem Verlage ein besonderer I »ank« E. F, I Das Gate« von Paul Häberlin, Professor an dbr Universität Basel. Verlag von Kober,-C. f . Spittlers Npchf Basel, 375 S. / Mit diesem Buche wendetsich der bekanite tyasler Philosoph, wie er sagt, nicht an diejenigfen, di i sich nur nit Philosophie beschäftigen«, sondern an jei e, die die P obtematik des Lebens ergriffen hat und zugleich djas V ’riangtn. rr.it ihr zur Klarheit zu kommen. | Denn ist ai ch die Frage nach dem Guten eine Frage sephie, so ist sie doch eine Frage des Leb« ns, ja die äer Philoim nichts daß unser der Zürie- Ich« wir sind nach Du«." Und Auch das eriste Frage des Lebens, weil Philosophie anderes ist als die Theorie des Lebens. Diese Problematik beginnt mit dem Gefühl, Liben unter der" Herrschaft dgr Entzweiung, spältigkeit steht und.leidet. Wir sind uns unseres buwuht und wollen als solches leben, abe zi gleich von der unstillbaren Sehnsucht ^erfüllt biüderlicher Einheit mit dem Anderen, dem dieser Zwiespalt geht durch das ganze Leben. Gute, oder was dasselbe ist, das Olück, das wir suchen, is: darum zwiespältig, innerlich sich widersprechend. Wie kommen wir über diesen Gegensatz zwischen dem-Ich und Du und dieses Leiden hinaus? Wie gelangen wir zu einer harmonischen, brüderlcien Welt, eiher vollkommenen Gemeinschaft, in der das -Ich« nicht ausgelöscht, sondern mit dem »Du* versöhnt ist in harmonischem Zusammensein-? Wie ist ungehemmtes Leben n^öglich mit dem Frieden in mir und der Harmonie mit"' dem Nächsten? Nachdem der Verf.- sich niit den Versuchen der Philosophie, zu einer Lösung a u gelangen, irisch auseinandergesetzt und sie als unbrauchbar nachäwiesen hat, zeigt er in den letzten beiden Kapiteln gines Buche», daß die Lösung nur zu finden ist in der Gewißheit Gottes«," im Gehorsam gegen den ewigen Rillen. Um die Stärke der Ueberzeugung zu würdigen i)d auf sich wirken zu lassen, mit der der Yerf. diese heinbarUnvermittelte religiöse Wendung vollzieht, die her doch die einzig wahrhaft logische und swingende isung des Problems darstellt, muß man irung im Zusammenhang lesen. Wie me uch zu ihr stellen mag, die Lektüre des! dem, der sich in dasselbe vertieft, elischen Gewinn bringen. Rabb. Dr. Holzer (Dal die Beweisin sich aber Bi ches wird eistigen und erg-Loge). i Jüdische Jugendbücherei. Die Bestrebungen zur Schaffung einer guten jüdischen Jugendliteratur haben zu einem neuen, durchaus beachtenswerten Unternehmen geführt, zur Herausgabe einer, »jüdischen Jugendbücherei Snler Mitwirkung der Jugendschriften-Kqmmfssion der iroßloge für Deutschland VIII. U O. B. B.l Bis jetzt sind 3 Bändchen herausgekommen. (Verlag: 1. Kauffmänn, Frankfurt a. M.),. dienicht nur durch das äußerlich d"Gewand befriedigen, sondern jauch inhaltlich den Ansprüchen gerfctht "werden,' die an Erzeugnisse dieser Litera urgattung gestellt werden müssen. Das 1. Bändchjtn ’ ’ * J — bringt den von* Spenden auch bt wohl kaum eine ch die Möglichkeit denkt bei der Darreichung an die O ro ß 1 o ge. Es gt Stelle, von der aus so vielfi gegeben ist, Not würdiger Menschbrr zu lindern. Es gibt Menschen, weld e sic i, wenn atle Hilfsmittel versagen, in ihreletzten Not an die Oroßloge wenden, würdig; Mer sehen, denen nur diskret geholfen werdet kann Unter ihnen sind Künstler, .Angehörige der frei« n,Berufe usw Wenn auch die Oroßloge ist, zu deren Funktionen Brüder keine Organisation Einze Unterstützung gehört, so kann sie doch imEinzelfall Hungernde nicht ohne Brot, und Menschen [ in löc.hster Not nicht ohne unabweisliche Stütze lassen. Vielfach hört man bei Besuchen kleinerer oder mfttlerer Logen, daßdie ^materielle Lage am Orte so günstig ist, daß die einzelne Loge nurwenig für soziale Not des einzelnen herangezogen wird.— Brüder, denktjbel itolcher Lage, wenn ihr'Spenden für ijrgen<jl einen — 12 Zweck zur Verfügung stellen an die GroBloge. T :önn|t, auch

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