Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 1 - Januar (1.1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/6727475-6029143-6074766--1665-4868293- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Wiedergabe Ergebnisse behandeln, sich mit deil sachlichen von Tatsachen zu bescheiden, die der Forschung in konzentrierter Fassung darzulegen und subjektive Werturteile' nach Möglichkeit auszuschalten.« Das heikle Gebiet der Gegenwartsfragen ist rwei Redakteuren, den BBr. Dr. Jacob, Dortmund, und DK Goldryann, Berlin, gemeinsam anvet traut. ' Besonders zarter Bihandlung bedürfen vor einem jüdischen Publikum .die mit der ßjbel . zusammenhängenden Fr igen. Auch hier Haben in .Uebereinstimmung 1 mit den Ansichten der Redaktion sich die Autoren darauf beschränkt, »über die Anschauungen der jüdischen Tradition in ihren verschiedenen li erarischen Gestaltungen ' sowie über die der mocernen Wissenschaft nur iu referieren und dem Leser die Gesamtheit der Probleme in objektiver weise darzulegen; wobei der eigene Standpunkt Ides Autors, sofern er ' besonders hervortritt, nur'als eine ünter anderen Auffassungen der betreffenden Probleme gewertet sein will.« Die Einheitlichkeit | edrohen weniger Weltanschauliche als sachliche Oefahren. Einmal gilt es, den in solchen S mmelwerken scheinbar unvermeidlichen, zahlreicl en Widersprüchen und Unstimmigkeiten vorzube igen, sodann aber wird durch die alphabetische Anordnung" die einheitvertreten, und mit dem I prtschreiten lies Werkes, das auf 15 Bände berechnet ist, werden weitere Fachmänner herangezo( en werden Müssen. Sie arbeiten unter der Lei ung von 14 Fachredakteuren, unter denen dis gesamte Gebiet des Judentums verteilt ist, die ebensowohl für die Auswahl des Stichwortes und des Bearbeiters, wie für die endgültige :assung der Artikel die Verantwortung tragen. Sechs weiter e Mitglieder , der Redaktion verwalt m gewissei maßen die Außenprovinzen, die E eziehungen von Juden und Judentum zur allgemeinen Kunst i ind Wissenschaft. j An der Spitze (er Redaktio ii steht Dr. Jakob Klatzkin, als P jiilosoph ut ^1 Hebraist rühmlich bekannt, der hsbesondere auch über die Einheitlichkeit und Objektivität pes Werkes zu wachen hat. Beide effordern bei einer so (vielköpfigen Mitarbeiterschaftybesonc ere Beachtu rg. Behufs Wahrung der Objektivit; t ist es von der Leitung der Encyclopäedia zum strengen Grundsatz erhoben, *die Themata ediglich referierend zu liehe Darstellung des hi^ allen seinen Entwicklunj^sstadien rungsformen gefährdet, zu begegnen, hat die orischen Judentums in und Aeuße- Um diesen Nachteilen incyclopaedia Judaica neben dem alphabetischen hoch ein anderes Ordnungsprinzip zpr Anwendung gebracht, das größerer Monographien, »die die Wechselbeziehungen der versc liedenen Materiell hervortreten lassen, und durch Wahrung der inneren Zusammenhänge einei allzu großen Zersplitterung des Stoffes entgegen wirken.« V So wird sie beispielsweise außer den Einzelartikeln über jüdische Künstler, Schriftsteller, ■ Aerzte usw. zusammi infassende Abhandlungen über Juden in der Kuns; Literatur (der deutschen,, französischen, engjjschi n usw.). Medizinudergl.m ,bringen. Ferner sollen neben Einzelartikeln, übet Begriffe und Termini c er jüdischen Religion, der jüdischen Sittenlehre, des jüdischen Rechts usw. umfassende Gesamtdarstellungen der .jüdischeh Religion, | des jüdischen Rechts, der jüdischen Sittenlehre u. dergj. m. gegeben werden. Schon dieser erste Band' enthält einige Monographien dieser Art, wie: Abgabt n und Steuern; Agadische Literatur; Aegypteh; A cademien, talmüdische. <; Der wissenschaftliche, Charakterder Enzyklopaedia und djas Streben nach Objektivität bedingen die Stellung zu der Frage, wie weit Zeitgenossen, zu den :n uns notjh die nötige 'Distanz fehlt, Aufnahme finden Stollen. .Wenn auch die Grenze glicht allzu eng gezogen wurde, *sosollten doch, nicht augenblickliche Werturteile, sondern jnur objektive Tatsachen maßgebend und lediglich die über das unmittelbar Aktuelle hinausgehende Wirksamkeit entscheidend sein. Porträts von Zei genossen werden so/gut wie .gar nicht gebrach(, aber auch gegenüber geschichtlichen Pejrsönl'chkeitenwird nach dieser Richtung die größte Zurückhaltung geübt. . Hingegen bevorzugtj die Encyclopaedia Judaica Illustrationsmaterial, das einen wissenschaftlichen Quellenwert oder künstlerische Bedeutung hat. Besondere Beachtung finden Landkarten Und Städtepläne, statistische Tabellen, graphische Zeichnungen unjd Nc tenbeilagen. .Der vorliegende erste Balnd, dtr zum Teil unbekanntes Material' bringt, zeigt, welche Gesichtspunkte bei der Auswahl de' illustrativen Beilagen leitend waren. Ohne ein Urteil über den Inhalt und Weit dieses ersten Bandes verwegnehmen zu wollen, darf gesagt werden, d; ß er äußerlich sich so repräsentiert, wie er es inhaltlich beabsichtigt, als eine würdige! Darstel ung unseres Judentums. Die Druckerei hat das Juch so prachtvoll ausgestattet, daß auch deH verwöhnteste Leser es gern benutzen fvird. Möchte es viele finden, die sich seines reichen Wissensschatzes bedienen!