Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 1 - Januar (1.1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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an das Feiern von Festen stellt, üs darf besonders betont werden,, daß bei diesem Mahl eine Rede des greisen Vorsitzenden der jüdischen« Oemeinde Elbing wohltuend berührte, der den Wunsch der innigsten Beziehungen zwischen Gemeinde und Loge zum Ausdruck brachte. Auch* an diese^ Stelle gebührt noch einmal allen Brüdern Dank, die sichj um das Zustande kommen des Werkes bemüht I haben. Ein be sonderer Gruß sei auch noch [einmal den Brüdern der Menorah-Loge gesandt; v<j>n deren bewiesen: Opferwilligkeit wir weiter ersprießliche Leistung« n für ihre eigene Loge und aartiit den ganzen Disfrikt erhoffen.; i W. A Encyclopaedia Judäifca.*) Von J. El Seines Fleißes-darf sich nach des Dichters Wort jedermann rühmen. So sei es einem für die Encyclopaedia Judaica Mitverantwortlichen und im Getriebe der Redaktion Stehenden gestattet, über die Bedeutung und Aufgabe des nfeuen, monumentalen Werkes kurz zu berichten.,. Die Bedeutung liegt schon in der Tatsache, daß ein Band einer jüdisch wissenschaftlichen Enzyclopaedie in deutscher Sprache erschienen ist, und daß bis Ende 1928 voraussichüich zwei weitere Bände folgen ^werden. Obwohl die Dringlichkeit der Aufgabe in , Deutschland vor mehr als 80 Jahren erkannt,- und ihre Durchführung von geistigen Führern wie Steinschneider, Philippson und Graetz wiederholt gefordert wurde, ist sie über das Stadium der Veröffentlichung eines Prospektes hinaus niemals gediehen. Was in Deutschland nicht durchgeführt werden konnte, gelang itj den Vereinigten Staaten von Nordamerika. ' Um'die Jahrhundertwende trat man in New York mit kühnem Mut an das Unternehmen heran,^ nach einem JahrzehnJ lagen» die 12 Bände der Jewi$h Entyclopedia vor — ein sehr beachtenswert^ Versuch, das gesamte Wissen vom Judentum diseher Form zusammenzufassen. bogen. ' \ I Gegenwart^ das von dem d^t Jahrhundertwende völlig ab weicht. Aber auch! die wissenschal tliche Forschung hat in diesen 30 Jahren picit stillgestanden. Die sländigen^tusgrabungen im ^vorderen Orient, die von ihnen ausgehende neue Beleuchtung von Sprache, Religion und Unjwtlt der Bibel, die Papyrusforschung, und die dadjurch bedingte Kenntnis der hellenistischen Welt,i die Entdeckung neuer jüdischer Geschichtsquellen für das frühe Mittelalter, die tiejfere und straffere Erfassung historischer Probiente,I ihre Ausdehnung auf die Gebiete der Sozialpnd' Wirtschaftsgeschichte, die zeitgenössische Belletristik m hebräischer und jüdischer Sprieße, die veränaene Einstellung unseres Geschlechtes zu den Grund* itre Wertung] der sin in enzyclopäe- Das war die erste große wissenschaftliche Tat /des amerika nischdn Judentums, zugleich di i erste bedeutsame Leistung der jungen amerik-mischen Judenschatt für das Gesamtjudentum. Diese amerikanische Enzyclopaedie ebenso, \yie die russische, die folgte; heute überholt. Wissenscjl sind über sie hinweggeschritten, in den Ländern jüdischer Mas europäischen Osten, der Eintrit . d^s amerikanischen Judentums in die aktive, gesamten jüdischen Bewegung, c pulsierende jüdische Leben ergehen ein Bild der *) Encyclopaedia Judaica, Das Juden und -Gegenwart. Erster Band, Aach —7 1 Eschkol A.-G., Berlin, 192S-, 1216 Spalt: fragen der Religion, die hö Mystik und des Chassidismus — das jsi einige Stichworte, welche die heute die Wissenschaft des Judentums bewegenden Probleme kennzeichnen. Aufgaben von ungeheurer Ausdehnung und Tiefe, die eine| enzyklopaedisch e Zusammenfassung des zerstreuten Wissensstoffes nicht nur rechtfertigen,! sondern geradezu fqrdern.**) Allen denen, welche durch [ihre hochherzige Munifizenz die [Arbeit an diesem monumentalen Werke ermöglichen, gebijjirt.aufriebtiger Dank. Mehrjährige Vorarbeit wajerforderlich, j um die 40 000 Schlagwörter, welche in'der Enzyjklopaedie zur Bearbeitung kompien sollen, pacii Sichtung des gesamten Materials zusammepzustellen. Soll die Enzyklopaedie »das Judentum in Geschichte und Gegenwart* in repräsentativer Form darstellen, so muß sie puf wissenschaftlicher Grundlage ruhen, d. h. nach den besäte l erreichbaren Quellen, von ersten Fachmännern bearbeitet sein. Ein Stab , von jnehr als hundert Mitarbeitern, von Cincinnati bis Tel-Aviv beheimatet, ist bereits in dieseßi ersten Barme i . . . **i Das von Dr. Herlitz und plr. Kirschner heraustu'” in Geschichte gegebene Jüdische Lexikon, dessen l.jBand (A—C) jüngst kademien. Verlag erschien, stellt sich in erster Reihe [die Aufgabe, als po- :n- -• puläres Nachschlagewerk jüdisches {Wissen zu vermitteln. ist ihr unmittelbar haft und Leben Die Umwälzung tensiedfung im Mitarbeit ander as überäll stark ()