Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- Beilage 1927 (1927)
- Issue
- Juni/Juli (6.1927)
- Date
- 1927-06-01
- Page
- Seite 32 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Zuhörer a,Is des Redners. Die Brüder müssen mehr dazu erzogen werden, alle Meinungen anzuhören. Trotz alkr Einigkeit in der Theorie, daß sein soll, ist aber die Ausführung jedes Thema zulässig nicht so einfach und kann leicht zu unerfreulichen Debatten, wie an mehreren Beispielen dargelegt;wird, führen. Die Samson-Schule sollte zur Hilfeleistung ihre ehemaligen Schüler mehr hc.anziehen. Es gibt unter ihnen eine ganze Reihe, die sich in guten finanziellen Verhältnissen Befinden. Die Samson-Schulc ist auch nicht, wie behauptet worden ist, das einzige Internat in Deutschland Es besteht in Frankfurt a. M. auch i lie Flörsheim-Stiftun’g, die von Br. Gut geleitet wird. Sie nimmt jüdische Schüler, die das Philanthropin besuchen, tuf. Gegenüber den Ausführungen über das rabbinische Lektorat an der Universität Gießen bemerkt er, daß «ueh an der Frankfurter Universität ein Lektorat für jüdische Wissenschaft besteht. Br. L i s s e r; Die Besprechung i les Berichts des Großpräsidenten und des Großschatzmeis ers bildet die Hauptsache der geschäftlichen Tagung i es Generalkomitees. Auch er dankt für den außerordentlich klären Finanzbericht. Da. in das neue EtatSjaln ohne jede Reserve hineirigegängen wird und Mehreinrahmen nicht "zu erwarten sind, ist äußerste Einschränk mg in den Ausgaben erforderlich. Eine Unterstützung der, jamson-Schüle durch Stiftung von Freistellen wird für d e meisten Logen zu kostspielig sein. Die ehemaligen Schüler und andere Freunde der Anstalt sollten auf breiter volkstümlicher Basis einen Verein von Förderern mit mäßig :n Beiträgen gründen. Aus dem Bericht , des’Großpräs denten hat sich ergeben, wie notwendig es ist, den llegriff, »Eintrachtin der Devise heizubehalt.en. Auch de n Begriff »Wohltun« ist von den Logen nicht in dem Maße < wie das hätte der Fall sein können, die die Logen für Unterstützungen gemacht haben, sind, selbst wenn man den Betrag von 600 000 M. einstellt, kein Opfer. Wenn die Logen imstande sind, ca. 300 000 M. für repräsentative Zwecke aufzuwendtn, dann müssen für entsprochen worden, Die Aufwendungen, Kulturabgaben ganz andere Beträge Der Forderung der Verbreitung guter Bücher auf dem aufgebracht -werden. eser Gelegenheit auf Jet Zeitschrift -Der für das Abonnement Lande stimmt er zu. »Er weist bei dj< .den nicht genügenden Leserkreis- '.borgen hin und bittet, in den Logen der Zeitschrift zu werben. Der Ritualentwurf von Br. Leszynsky hat gezeigt, daß er Gefühl für Rhythmus und Klang der Sprache, hat. Der’ Entwurf hat aber einen Mangel. E erwähnt dje Vaterlandsliebe nicht. Die Erwähnung d :s Vaterländsgefühls darf nicht fehlen, weil ihr Fehlen 1 endetiziös ausgelegt werden könnte. Von den Präsidenten müßte man fordern, du; sie das Ritual auswendig beherr: chen. ßr jeselsohit: Es ist zu de i Anträgen Stellung zu nehmen: Herausgabe eines neuen Logenadreßbuches; es ist. Notwendig, an die Logen herar zutreten. Bewilligung von 3500 M. für die ' Wohnung der Großloge. - pie Aufwendung ersthefnt notwendig. Dje Unterstützung der Samson-S< hule in verstärktem Alaße, Aufforderung der -Großloge an die Logen. Zu dem Antrag des Bayerischen Logenverbandes, dessen Annahme selbstverständlich er .cheint. Zui der Genehmigung für die G rschichtsschreibung. In diesier Beziehung bittet er, das Scueiben de'r August Lamey-Loge zu beachten, das eine genaue Zergliederung gibt und als Material verwendet werd m -könnte. Bewilligung von 2000 Fr. an die I itania. Bei dem Neudrtlck des Rituals soll darauf geachtet werden, daß bei den Schlußworten das Umblättem fortfällt. Für_die endgültige Fassung des Rituals sollte eine Kommission, bestehend aus dem Großpräsidenten und Br. Leszynsky, ginge letzt werden. Das Ritual, das für Deutschland geschahen wird, muß so gestaltet werden, daß es auch für die ö »terreichischen Logen verwendbar ist. Gegenüber der (Anregung, die Judenheit auf dem Lande durch <lie Ve breitung guter Bücher zu fördern, meint er, daß es genige, wenn die Großloge sich an die Landesverbände wen« et. Es ist dies eine Aufgabe der Synagogengemeinden« ln Baden geschieht' dies bereits, doch würde eine Unterstreichung nützlich sein. Er regt ferner an, daß Abschrift des Schreibens den Brüdern, die in den Landesverbänden sind, zugeht. Die Initiative kann durch die Großloge erfolgen, die Arbeit muß von deh Landesverbänden geleistet werden. Die Veranstaltung der Sitzung des Generalkomitees Ende Maiwar insofern falsch, als dadurch die Möglichkeit genommen wut'de, daß Brüder des Generalkomitees die in der Nähe liegenden Logen mitbesuchen könrten, da die meisten Logen j bereits in die Ferien gegangen sind. Die Gründung van Logenvereinigungen ist sehr zu begrüßen. Es müßte' mit den in Frage kommenden Familien an den Plätzen Fühlung genommen werden. Die Logensitzungen müßten zeitweilig am-Sonntag nachmittag abgehalten werden, ujn den auswärts wohnenden Brüdern Gelegenheit zur Teilnähme zu geben. Bei der Gründung kleiner Logen muß außerordentlich vorsichtig vorgegangen werden, es sei denn daß eihe Reihe tüchtiger jugendlicher Leute vorhandel Sind. . « Die von den Log en für Unterstützungen aufgewendeten Beträge, die e wa 40 M. pro Bruder ausmachen, erscheinen ihm enonn hoch, namentlich wenn man berücksichtigt, daß gen de die Logenangehörigen in allen Organisationen an h( rvorragender Stelle tätig sind und luch sonst sehr starke Ansprüche den meisten Logen beträgt der Werden von diesem Betrag etwa 50 Prozent für Wohlt itigkeilszwecke ausgegeben, so ist das sehr erheblich. Br. Freudenthäl: Die Frage der Mischehe soll heute nicht erörtert werden. Es ist aber notwendig, daß sie in einer künftigen Sitzung zum Gegenstand der Beratung gemacht wird. Werden für die Kulturarbeit auf dem Lande Laien hinausgeschickt, dann ist es wichtig, daß die Referate -vorher geprüft Werden Die Erörterung a ler Themen in den Logen -führt oft zu Mißhelligkeiten Von dem Hörer muß verlangt werden, daß er eine Stellungnahme, die ihn nicht absichtlich 'kränken will, nicht falsch auffaßt. Es besteht aber die Gefahr, daß; von den Oppositionsparteien die Freiheit, in den Loge^ über alles sprechen zu dürfen, ausgenutzt wird, und daß nicht jeder Präsident^geeignet ist, die Gefahr zu bannen. Deshalb is& Vorsicht am Platze. Di| Loge'ist nicht dazu da, daß unter der Flagge des Wissens Vorträge gehalten werden,-dje nur dem Parteiinteresse dienen, j Für die neu eintretenden Brüder sollten führende Brüder ernannt werden die sie ständig durch die Loge führen. Durch die persönliche Fühlungnahme der älteren Brüder mit den neuen vird vermieden, daß die letzteren nicht mehr in die Loge kommen. Am besten, wäre mit der Pflicht der Führung der Bruder zu betrauen,' der den an die Logenbrüder gestellt werden. In Jahresbeitrag. 80 M. 32 j