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Der Orden Bne Briss · 1927-06-01 · Juni/Juli (6.1927) · p. Seite 31

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
Beilage 1927 (1927)
Issue
Juni/Juli (6.1927)
Date
1927-06-01
Page
Seite 31 (sequence 11)
Language
German
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Der Referent weist sodann auf das Lektorit für rabbinische Wissenschaft an der Universität in Gießen hin, dem einzigen, das in Deutschland besteht, dem früher Dr. Rabbin, jetzt Breslau, und Dr. Weinberg, jetzt Berlin, angehört, haben. In früheren Jahren, als eine Zusammenarbeit der beiden Gelehrten mit christlichen Gelehrten stattfand, wurde auf die letzteren ein ungeheurer Einfluß ausgeübf. Da weder der Staat noch die Universität Mittel für die Aufrechterhaltung des Lektorats zur Verfügung stellen, die Universität aber das^ Lektorat aufrecht erhalten will, hat der Landesverband die Kosten übernommen. Er regt an, auch seitens der Großloge Mittel hierfür zur Verfügung zu stellen. Br. Ooldschmidt bittet, sich in den Logen dafür einzusetzen, daß Gedenkschrein und fSeßenkbuch, zum mindestens aber das letztere, von Jen Logen angeschafft wird. Die Anregung Br. Goldsteins, in den Logen alle Themen behandeln zu lassen, ist bereits in der Großlogentagung von' 1912 angenommen worden mit der Einschränkung, daß keine Parteidiskussion stattfindet. Ebenso ist der Treu- oder Nahbruder — der Ausdruck stammt aus dem tschechoslowakischen Distrikt — bereits empfohlen worden, wenn auch nicht durch das Generalkomitee. Die Abschaffung der Titel ist in einem Teil der Logen bereits durchgeführt. Alle Anregungen sind also bereits zur Ausführung gekommen. Br. Cohn, Königsberg spricht sich für die Abhaltung der Sitzungen'|fdes Qeneralkomitees an den verschiedenen Plätzen des Reiches aus, Sodann berührt er die Besuche der Logen durch die Generalkomitee-Mitglieder. Die Kulturarbeit des Hessischen Logenverbandes ist sehr anerkennenswert. Er bittet einen zusammenfassenden Bericht zu übermitteln, um für die in Ostpreußen begonnene Arbeit, die auf dem gleichen Gebiet liegt, einen Anhalt zu gewinnen. Die Loge selbst ist nur als Anregerin aufgetreten. Die Arbeit wird von den Synagogengemeinden in Gemeinschaft mit dem Litefaturverein geleistet. Die Isolierung der kleinen Gemeinden hört hierdurch auf, und neue Gedanken werden in die Gemeinden hineingetragen. Als notwendig hat sich erwiesen, daß diese Arbeit nicht von den beamteten Rabbinern oder Lehrern, sondern von Laien geleistet wird. Die Arbeit in den kleinen Logen wird von der Führung einzelner abhängen. Er verweist auf die hervorragenden Leistungen der meist kleinen Logen in Ostpreußen. Die Oründung einer Loge in Elbing erscheint notwendig. Sie wird erst dann vollzogen werden, wenn ein eigenes Heim vorhanden ist. ' Titel werden in der Kant- Loge seit Jahren nicht mehr angewandt. Die Einrichtung des Treu- oder Nahbruders hat sich nicht bewährt.^ Der Antrag Br. Goldsteins, in den Logen sämtliche Themen behandeln zu lassen, kann ohne weiteres erfüllt werden, ln jeder vernünftig geleiteten Loge ist es möglich, auch solche Dinge zu besprechen, die eine besondere Spannung enthalten, ohne daß es zu Reibungen zu kommen braucht. Gerade die Loge ist der geeignete Raum und Boden für eine solche Aussprache. Bei dpm Druck des Ritualentwurfs bittet er, die Zeilen nicht abzubrechen, sondern fortlaufend zu setzen, weil sonst allzu leicht die Oefahr besteht, daß deklamiert wird. Die Probe in den Logen sollte gemacht werden. Der Entwurf stellt eine wesentliche Verbesserung des bisherigen in der Sprache veralteten Rituals dar. Er dankt Br. Bach für den außerordentlich klaren Bericht über die Kassenführung und seine Leistungen als Großschatzmeister, die dem giesa'm'ten Distrikt zught^ kommen. Die Ausget taltung dfer Genera jkomit:esitzung_ auf zwei Tage soll bei behalten Werden. * Br. Leszyrtsky Für die Ausarbeitung des Rituals ist bereits seit langem eine KomtrJission eingesetzl worden. Die Großloge steht auf dem Standpunkt, daß e.n neues. Ritual nicht geschaffen werden spll, sondern, daß nur'eine' stilistische Umarbeitung des alfrn erforderlich ist. Der Versuch ist unternommen und t en Bmdern der Entwurf vorgelegt worden. Er bittet, auf Einzelheiten nicht einzugehen, sondern den Entwurf indenLogen zu erproben und,etwaige AenderungSvorschlä^e an die Grötloge gelängen zu lassen. Dann muß ditreh den Großpri siderrt'en das Ritual so formulier] werden, wiejiur er es fassen kann. Der Bericht der Oe neralkomitjeemitgljeder in d :n Lögen über die Sitzungen des Generalkotnitees ist wichtig. Hierzu' ist aber der Zeitpunkt, zu dem wir tagen, schlecht gewählt. Die Frühjahrssjtzung muß. regelmäßig im März oler April stattfinden. - . | •! Der Referent spricht sich 'dagegen äus^ daß der Name -Leibniz-Loge« so ohne weiteres genehmigt worden ist. Er ist mit vieler der Brüder der Ansicht, daß die Logen die Brüder zu Juden 'erziehen sollen, wenngleich auch der Menschheitsgedanke gewiß nicht zu kurz kommen soll. Er empfindet es als ein Unrecht, daß solche Vorschläge im letzten Augenblick gemacht werden. Die Großloge hat sich mit einem anderen Namen bi schaftigt und plötzlich kommt ein neuer Vorschlag. ..Die Form, in der der Loge die Genehmigung.erteilt wird; nuß eine solche sein, daß aus irr sieb ergibt, daß keine einhellige Uebereinstimmung vo ’geheifscht hat.. Sowohr innerhalb des Judentums als au :h der Menschheit gibt es Namen, die eher zu Trägem jüdischer Logen gemacht werden könnten. Er verweist auf Beethoven. Es fhufl darauf hingewirkt werden, daß bei Neugründungen voi Lögen nicht im letzten Augeiblick wegen des Namens an uns herangetreten wird. Bsj Vorlegung von Namen int letzten Augenblick sollte die Genehmigung versagt werc en. « Br. Merzbachj bemängelt an tjem Kasseifoericht, der im ganzen von .ausgezeichneter Klarheit ist, daß. bei dem Zinskonto die &■ dem Beamfenpensionsfonds verbuchten Zinsen in Altzug gebracht worden sind. Für die Posten »Unterstüungen an Brüder« und Witwen und Waisen« wäre es m wünscht, zu erfahren, in yievi^tn Einzelfälleu Unterstützungen gewährt worden-sine pnd in welcher Höhe. Er e bittet auch Auskunft wie man zu der jährlichen Rückst 2 lung von 7500.— M. .für Jot BeamtenpensionSfonds gelommen ist, da dieser' Bet-ag' ihm zh hoch erscheint. In den Monatsberichten wird von Zeit zü 2eit eine Aufstellung der aus idem Orden Ausgetretenen gegeben, ohne daß eine Erklärung für das Ausscheiden angegeben wird. Da in der letztlep Zeit die Zahl der Ausgeschiedenen sehr groß'ist, ist eine! Angabe der Ursachen erfoiderlich, um nicht den Eindruck pi erwecken, daß Logenüh&i friedenheit zu dem Austritt geführt hat.^Das Mitteilungsblatt hat . zweifellos an Interesse gewonnen. Er .regt aber an, für. sämtliche deutschsprachigen Distrikte, ein gemeinsames Blatt herauszugeben, vielleicht mit Beilagen für di: Interessen \ der einzelnen 1 Distrikte. "Die Zufälligkeit der Grenzentrennung soll kjein Anlaß zur Herausgabe rr ehre rer Mitteilungsblätter sein;j durch das einheitliche Bit tt wird auch die Einheit unseres Wesens zum Ausdruck' gi sbracht. Der Behandlung jpden Themas in den Logen stimmt er zu. Reibungen zu vermeiden ist mehr Saclie der V v! V. < 31

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