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Der Orden Bne Briss · 1927-06-01 · Juni/Juli (6.1927) · p. Seite 30

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
Beilage 1927 (1927)
Issue
Juni/Juli (6.1927)
Date
1927-06-01
Page
Seite 30 (sequence 10)
Language
German
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1 Aus. dem Konto Dispositionsfonds des Großpräsidenten sind 465.— M. weniger ausgegeben worden. Br. Qroßpräsident bat aber gebeten, diesen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Der Etatsposten »Jugendverein«, der mit 3000.— M. eingesetzt war, ist um 305,80’’M. überschatten, der für Witwen und Waisen um 2420,48 M. Dem Unterstützungsfonds für deutsche Brüder, der nur 10,000.— M. betrug, wurden vom Oeneralkomitee weitere 20 000.— M. nachbewiUjgt, so daß im ganzen 30 000 M. zur Verfügung waren s Ausgegeben wurden 27519,55-M. Wird Abschluß um Bilanz genehmigt, so ^müssen auch für das laufende Geschäftsjahr für den Fonds ‘weitere 20000.— M. zur Verfügung gestellt werden, weil die wirtschaftlichen Verhältnisse noch immer solche sind, daß ein geringerer ietrag nicht ausreichen würde, i In den Jahren 24, 25 und 2j sind seitens der Großloge füf Unterstützungen an Brüder, die in Form von Darlehen gegeben wurden, 166 490 M. ausgegeben wörden. Zurückgeflossen sind in den Jahren 39 092 M., so daß die tatsächliche Ausgabe für diesen Zweck 2ß5 582.— M. beträgt. für Witwen und Waisen s nd in der gleichen Zeit 33 820.-j-M. aufgewendet worden. Der Berichterstatter dankt sowohl dem Orden in Amerika als auch dem tschechischen Distrikt,] daß sie es uns ermöglicht haben, den schwach gewordenen Brüdern und unsere l Witwen und Waisen in' diesem Maße zu helfen: ' — . Zu diesen Ausgaben der Grof löge kommen noch die Leistungen der einzelnen Logen. Einj erfreuliches Zeichen für das exakte Arbeiten der Logen : ist es, daß, abgesehen von dem erwähnten Rückstand einer Loge, den aif Darlehnskonto abgebuchtl ist, keine einzige Loge d :s deutschen Distriktesmit ihrer Beitragszahlung im Rückstand ist. Weniger* prompt ist die Berichterstattung der Logen, und in dieser , Beziehung muß festgestellt werd :n, daß nur 52 Logen die Berichte für das ganze Jahr, 3) Logen für 9 Monate, 7 für 6'Monate, 7 für 3 Monate ind 6 überhaupt.keine Berichte eingesandt haben. Er '-macht - die Logen namhaft, die Berichte nicht eingesanidt haben. Aus diesen Berichten ist eine Zusammenstel|ung darüber gemacht worden, was die Logen an Unterstützungen ausgegeben haben und da kommt ein Betrag ivon 450 832,51 M. heraus. Zu diesem Betrag würde für die Logen, die nur für 9 Monate berichtet haben, *\ ihrer Aufwendungen für Unterstützungen, für die die für 6 Monate berichtet haben, : _., ‘für die die für 3 Momite berichtet, V, hinzuzurechnen sein, so daß,, wenn berücksichtigt wird, daß die Angaben von 6 Logen überhaupt fehlen, mit einer Das EffektenrCservekonto enthält 18 338,50 M., die dazu bestimmt sind, die alten Stiftungen wieder auflejren zu lassen. Hierzu kommen die Beträge, die im vergangenen Jahr für! diesen Zweck zurückgestellt wqrden sind, in Höhe von! 15 000.— M. und ferner 16 471,03 M. Ersparnisse aus früheren Jahren, die eine Zweckbestimmung nicht erhalten haben. An eine Verteilung der Gelder auf dif einzelnen Stiftungen — ein . Entwurf liegt vor — kann e^st vor der nächsten Plenarversammlung gegangen werden. Zur Bilanz ist Besonderes nicht zu sagen, die zur ,Verfügung stehenden Beträge müssen frei bleiben, um Wirschaften zu können. Br. Großprjs ident dankt dem Berichterstatter für seinen erschöpfenden Kassenbericht und bemerkt gegenüber Zwischenrufen, daß die Aufwendungen der Logen für Unterstützungen nicht dem Können der Logen entsprechen, daß dje 600000.— M. nur den kleineren Teil der aufgewendeteii Summe bedeutet, da Beträge für Bruderhilfe meist nicht über die Bücher der Loge gehen. Er gibt als Beispiel eine mittlere Loge, die durch ihre Bücher 3000.— M. {für Unterstützungen gehen ließ, außerdem aber 21 000.—1 M. Unterstützungen ausgegeben hat, die diskret gingen. : Um ein rechtes Bild zu gewinnen, wird man sich das [vergegenwärtigen müssen. Er, bittet, nunfnehr in die Diskussion einzutreten. Er verliest einen vorl Br. Kahn-Stuttgart eingetroffenen Brief, in dem dieser mittellt, daß er in letzter Stunde verhindert sei, an der Sitzung feilzunehmen und daß auch sein Vertreter nicht frei sei.! Er übersendet die Schlußworte aus dem Ritual seiner Ijoge. Br. Großprjisident übergibt sie Br. Leszynsky,! Br. Levi, Mainz teilt mit, daß der Hessische Logenverband für die Kulturarbeit neben den von der Großloge aufgewerdeten 5000.— M. 22 000 M. aufgebracht hat. Die Ar seit ist seitens des Hessischen Logenverbandes noch nidit völlig aufgegeben, weil die Landesverbände zu ihrer Aufwendung von 600 000.;— M. für Unterstützungszwecke seitens der deutschen Logen zu rechnen ist. Eine Leistung, auf die der Distrikt stolz sein kann. Die Sitzungen des Komitees sind mit 3C00.— M. dotiert. Wird daran festgehalten, daß die Sitzungen alljährlich außerhalb Berlins statt inden, dann muß ein mindestens doppelt so hoher Betrag zur Verfügung gestellt werden. Stipendien für Studierende, biitet er in der gleichen Höhe wie im vergangenen Jahr; bewilligen zu wollen Für' Zuwendungen an Institute, für die im Etat £000.— M. vorgesehen sind, sind 13 580,75 M. verausgabt. Der Posten »Unvorhergesehenes« in Höhe von 4680.83 M. setzt sich in der Hauptsache aus Unterstützungen zusammen, die anderweit nicht untergebracht werden konnten. Uebernahme noch nicht fähig sind. Eine Spezialaufgabe, die an den Hessischen Logenverband herantritt, ist die Verbreitung guter Bücher ' auf dem 1 Lande. Er beantragt, daß die Großloge sich ihit der Frage befasse, inwieweit etwas für die Förderung der jüdischen Landbevölkerung durch Bereitstellung guter Bücher geschehen i'kann. Es ist außerordentlich anerkennenswert, daß Jlie Jugendschriftenkommission Bücher herausgebracht Jjiat.: In Bezug auf die Herausgabe und den Vertrieb jüdisdher Bücher besteht eine besondere Schwierigkeit Es | ist kaum möglich, ein Buch, das keinen geschäftliche^ Gewinn abwirft oder in ein besonderes Interessengebiet fällt, bei einem Verlage ünteirzubringen. Die Grfrßloge sollte die in Frage kommet: den Organisationen^ Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, Akademie, Heinebund, Soncino-Gesellschaftkrsw., zusammenbitUn, uni mit ihnen eine Vereinbarung zjr treffen, welche Schriften durch sie verlegt werden. ‘ Der Hessische 1 Logenverband hat nicht nur den Kulturfonds, sondern auch die Kulturkommission bestehen lassen, aus der heraus Brüder in die kleinen Orte entsandt werden, die dort Referate halten, den Juden in den kleinen Orten Anregung geben und sie zur Aussprache heranziehen. Auf <J<ese Weise wird auch der Logengedanke in die kleinen Gemeinden getragen. Statt Logenkränzchen sollte ein Wort geschaffen werden, daß. der Tendenz entspricht. 30

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