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Der Orden Bne Briss · 1927-06-01 · Juni/Juli (6.1927) · p. Seite 28

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
Beilage 1927 (1927)
Issue
Juni/Juli (6.1927)
Date
1927-06-01
Page
Seite 28 (sequence 8)
Language
German
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Brüder des Generalkomitees hingewiesen, die ihnen zugeteilten Logen regelmäßig zu besuchen. Nur dadurch ist es möglich, das, was die Logen bewegt, zur -Kenntnis der Großloge zu bringen und umgekehrt die Wünsche der Großfoge an die einzelne Loge heran/uführen. Die Kulturarbeit des Hessischen Logenverbandes ist fortgesetzt worden, wenngleich diese Arbeit beengt worden: ist, weil dort, wo Gemeindeverbände bestehen, von ihnen gefordert werden muß, daß sie die Aufgabe übernehmen. Er dankt den Brüdern des Hessischen Logenverbandes, daß sie sich in so vorbildlicher Weise in den Dienst - der Arbeit für das Judentum gestellt haben. Ihre Erfahrung wird dem Hessischen Gemeindeverband - zugute kommen. Das Vorbild des Hessischen Logenverbandes hat weiter gewirkt. Die Esra-Loge in Lübeck hat es sich zur Aufgabe gemacht, den kleinen Gemeinden in Mecklenburg und den auf dem Lande verstreut wohnenden Juden ihre Fürsorge zuteil werden zu lassen. Sie'hat mehrere Versammlungen abgehalten, so in Teterow, und den Judenin den kleinen Orten den Zusammenhang mit den anderen Juden zum Bewußtsein gebracht. Hiermit zusammen hängt die Frage, ob es gut -ist. deneL o gengedanken in den kleinen Orten zu verbreiten. Gegen diesen Gedanken spricht, daß es leicht ist, kleine Logen fns Leben zu rufen, daß es aber außerordentlich schwer ist, sie lebensfähig zu erhalten/ Dafür spricht, daß gerade die Juden ah den kleinen Orten der Anregung, bedürfen, und daß es deshalb notwendig wäre, gerade dort den Logengedanken einzupflanzen. DeshalJ) erscheint es als eine Aufgabe der Logen, an . den kleinen Plätzen geeignete ^Brüder zu gewinnen und sogenannte Logenkränzchen zu gründen. Sie müssen alle Mühe aufwenden, um es dem außerhalb wohnenden Bruder Jeicht zu machen, an möglichst vielen Logensntzungen teilzunehmen und so dazu beizutragen, daß den Juden an den kleinen Plätzen durch ihre Zugehörigkeit zur Loge das Selbstbewußtsein gestärkt wird. Die Beziehungen zu den auswärtigen Distrikten sind immer engere geworden. An der Tagung des österreichischen Distriktes, in der ,Br. Kohn zum Präsid« nten gewählt worden ist, hat BrT*Leszynsky teilgenomjnen, an der des tschechoslowakischen ikts Br. Hirsch. Bei diesem Distrikt ist einedes Großsekretärs ' erfolgt. Br. Wiesmeyer ist zegroßpräsidenten gewählt worden und an seine ist als Großsekretär Br. Lilling getreten. Redner auch an dieser Stöße zum Ausdruck bringen; wie wir Br. Wiesmeyer für alle Treuen die er uns D,i s 11 Neuwajh zum V Stelle - möchte dankbar y erwiesen hat, sind. — Die Marienbader Brüder haben in diesemj Jahre dem deutschen Distrikt je 8 Plätze für die Monate Alai und September zur Verfügung gestellt. In dem Kiurhqspitai in Karlsbad sind uns drei Freiplätze zur Verfügung gesteht worden und daneben wird jeder von uns geäußerte- Wunsch in liebenswürdiger Weise berücksichtigt. Die Tagung des Polnischen Distriktes konnte von uns nicht besucht werden, da sie im letzten Augenblick von Krakau nach Lemberg verlegt worden ist und Br. Ginsberg, der mit unserer Vertretung betraut war, die für die längere^Reise erforderliche Zeit, nicht aufwenden konnte, Aus den Sorgen der alten Logen 'haben sich Schwierigkeiten ergeben. Es ist jedoch bereits ein Weg zur allmählichen Lösung gefunden worden. 0 Es ist dann über eine Frage zu ' berichten, auf die aber in der Diskussion nicht eingegangen werden soll. Es handelt sich Um die Ballotfrage. Einige Logen hatten angeregt, ejne Aenderung des Ballotverfahrens zu erwägen. Das Gedetzeskomitee, das mit der Frage befaßt worden war, hat sich int verneinenden Sinne'ausgesprochen. Der Geschäftsaussthuß ist dem beigetreten. Reiche Arbeitj hat der Sonderausschuß für die geistigen Interessen geleistet und die Jugendschriftenkommission. Das Ergebnis der Arbeiten der letzteren liegt in den ersten' Heften der Jüdischen Jugendbücherei vor. Der Sonderausschuß für die geistigen Interessen hat sich in seiner Vollversammlung auch mit der Frage der Herausgabe einer1 Geschichte des Ordens befaßt. Der Orden in Deutschland feiert im Jahre 1932 sein fünfzigjähriges Bestehen, j Aus diesem Anlaß solldie Geschichte de,s Ordens bis zu! dieser Zeit fortgeführt und veröffentlicht werden. Dej Sonderausschuß bittet, der mit der Bearbeitung 'zu beirauenden Kommission, bestehend aus den Brüdern Baeci, Elbogen, Fritz Kahn, Goldstein, der die beiden Großsejaetäre beigeordriet werden sollen, den Arbeitsauftrag zu prteilen. Es war auch daran gedacht, die Geschichte voti Br. Maretzki, die vergriffen ist, neu herauszugeben. Das Urteil geht jedoch dahin, daß das Buch in. der vorliegenden Form nicht mfht veröffentlicht werden kann, sondern nur noch als Quelle wichtig ist. Das, was als Qtie|le wichtig ist, soll neu herausgegeben werden. Auch hierfür wird die Ermächtigung erbeten. Die Herausgabe eines U. O. B. B. - Wörterbuches, die von der Zion-toge angeregt worden war, ist zurückgestellt worden bi^ nach der Herausgabe der Geschichte des Ordens. Die jweitere Anregung, Richtlinien für die Lpgenpräsidenten ru schaffen, ist aufgenommen und Br. Walter mit der Ausführung beauftragt worden. Br. Großpräsident weist sodann auf das von der w/ Praga herausgegepene Buch: iDie Geschichte der Juden in Praghin, das (Jen Brüdern auf Wunsch zugehen kann, Der Bayerische Logenverband hat beantragt, ihm einen, zweiten Vertreter und einen Stellvertreter zuzu-| billigen. Es ist cjies kein unbilliger Antrag, und mari sollte ihm Rechnung tragen. Eine Wahl kann freilich nur durch die Groißloge erfolgen, auch ist die satzungsl mäßig zulässige ^ahl erschöpft. Vielleicht aber ist es zulässig, bis zur Nächsten Plenarversammlung ein außerJ ordentliches Mitglied des Bayerischen Logenvörbandes regelmäßig einzulajden. Der Sonderausschuß für Kunst hat gleichfalls gut« Arbeit geleistet. Er hat Entwürfe für ein Gedenkbucl und einen Gedenkschrein hersteilen lassen, den erster durch den Maler Budko, den anderen durch Br. Plessner Beide Entwürfe sipd gut gelungen. Ebenso ist du/ch der Sonderausschuß fljr Kunst das Großlogensiegel neu ge schaffen worden, fcs ist den Brüdern bekannt. Der Kop des Verpflichtungs Scheines, ist nach Vorschlägen des Aus Schusses gewählt Worden. Der Zentralwjohlfahrtsstelle derDeutschen Juder sind einige Brüder zügeordnet worden. Es sind dies di( Bßr. Seeligsohn, Bt rlin, Ollendorff, Barmen und Wilk, Tilsit Die bei de^ üroßloge zu errichtende Zentralaus kunftsstelle fürdj: Unterstützung von Institutionen konnte bisher noch nicht! in die Wirklichkeit überführt werden, da die Fragebogen der Zentralwohlfahrtsstelle für die Reichsinstitutionen' noch nicht fertiggestellt sind. Es is: aber zu hoffen, t^aß dies bald geschieht und daß dam der Auftrag zur Ausführung kommen kann. 1 28

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