Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- Beilage 1927 (1927)
- Issue
- Juni/Juli (6.1927)
- Date
- 1927-06-01
- Page
- Seite 27 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/6727475-6074758-10846861--1599-4868220- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
in seinen Kreis ziehen kann und soll, so erhebt sich die weitere Frage, ob eine Auffüllung seiner Aufgaben zweckmäßig ist. Eine Reihe von Aufgaben, die der Orden ursprünglich hatte, sind von ändert in Organisationen übernommen worden. Dadurch ist ein Gefühl des Leerlauts entstanden, und es kann schnei er zu einem Auseinanderfallen kommen als man ahnt. Das aber dürfte den Orden noch nicht bestimmen, ar, jlie Aulgabt heranzutreten, wenn sie nicht geeignet isjt. Die Grundfrage würde daher lauten; Ist unser Orden geneigt und in der . Lage, die Aufgabe einer gesellschaftlichen Annäherung zwischen Juden und Christen auf sich zu nehmen? Die »gesellschaftliche« Annäherung. Es jhandelt sich also nicht um eine politische Tätigkeit. Diese letztere muß schon deswegen ausgeschaltet werden, weil der Orden satzungsmäßig politisch nicht tätig werden darf. Bei der gesellschaftlichen Annäherung wird auch den Gründen des Antisemitismus bei unsern Mitbürgern ins Auge gesehen werden müssen.. Br. Jeselsohn (zur Geschäftsordnung) bittet, dieses außerordentlich heikle Thema nicht in dem Raum, allen Seiten zugäf glich sei, verhandeln zu der von lassen. Br. Großpräsident erst am nächsten Tage stattfim Br. Ba u m a n n fährt - in bittet, unter Bezugnahme auf Thesen, in irgend einer Fpri Vorsicht in eine Behandlung Lögen, einzutreten. Die Frage Es handelt s:ch nur.darum, Br. G r o ß p r ä s i d e n t und gibt Br. Großpräsident Br. K o h n dankt für die Großpräsident Baeck an ihiV liebenswürdigen Empfang,- di Oesterreichische Distrikt hat gelegt, durch die Tei nähme i Komitees da6_ Gell hl deF Deutschen Distrikt darzutun' Schluß der Sitzu|ng‘6l'j I ' k'H Dr Protokoll der Sitzung des Generalkomitees am Montag, 23. JV^ai 1927 in München. 1. Bericht des Großpräsidenten. Br. Großpräsident berichtet über die Installation der Julius Fen.cheI- Loge und der A braham Geiger-Loge in Berlin. Beide sind Berliner Logeh; hier hat sich die Notwendigkeit ergeben, die allzu großen Logen zu verkleinern. Der ursprüngliche Plan,, einzelne Sektionen zu bilden, ist gescheitert und es ist deshalb der andere Plan zßr Ausführung, gelängt, kleine Logen i\i gründen, die - im wesentlichen die Aufgabe haben, Brüder aus den zu großen Logen in sich aufzunehmen. Mit der Gründung, der Julius Fenchel-Loge ist endlich die Dankesschuld j an den Oründer des Deutschen Distriktes abgetragen worden. — In Vorbereitung ist, wie bereits in der gestrigen Sitzung bekannt gegeben, eine zweite Loge in Hannover, die den Namen »Leibniz-Loge« erhalten soll, fernir eine Loge in Elbing." In Elbing selbst werden voraussichtlich 25 Kandidaten gewannen werden können, an den umliegenden Plätzen etwa 15, so daß mit einer Mitgliederzahl von zunächst 40 Brüdern kann. Die Loge, soll erst dann installiert werden, wenn es gelungen ist, ein eigenes Heim zu erwerben. Di« Verhandlungen hierfür sind in die Wege geleitet. Eine Reihe ■ ,i fifchrt aus, daß die Er irterung ' iden solk •_ seinem Referat fart. Erdife von ihm njeßer jelegten rm unter Anwendu ig aller \der Frage, atfch in den ikt auf lange Siebt gestellt, einen Anfang^-zh machen, schließt die heutig« Tagung ■. Kohn, Wien, d;i$ Wort, herzlichen. Vierte, .die Br. gerichtet trat und den 'n er gefunden h it. Der besonderen Wert darauf la'deY Sitzung des General- Verbundenhdit mit dem Ihr. ■Dr.- G'p.1 d st h m'i dt. von Logen haben ihre Stiftungsfeste begehen könntn,- s< ihr 40. Stiftungsfest Lehmann-Loge in Halberstadt im Herbst d Js. Das 30. Stiftifn und ihr 25. Stiftung Worms und die w. die Freiheit-Loge die Loge zu den die Henry Jones-Loge m Hamburg Dasgleiche Fest begeht die ßcrend rigsföst feierte die w. München-Loge jifest konnten die w. Dalberg-Loge in Bergische Loge in Elberfeld begehen Neue Logenhrime haben die folgenden Logen erworben; dig. Ostpreußischu Loge in Allenstein, in Oppeln, drei Erzvätern in Tilsit, die Toleranz-Logo in Landsberg a. W. und Der Freiheit-Loge jn» Oppeln ist, Wje di: Brüder wissen, zu dem Erwerb des jLogen^ejmes ein Darlehen von 3000 M. gegeben worden, .weil der! Lc genarbeit durch die Einrichtung des eigenen Heimes vresentfich gedient ist. Der Friedenslog: in Ratibor! sird durch den Erwerb des Hauses besondere Lasfen auferlegt worden. Das Gesuch um Gewährung, eitles Darlehns von 10- 20000 ,M. mußte abgelehnt »(erden, weil der Großloge solche Summen nicht ' zur. \ Verfügung stehen. Dagegen dürfte . es vielleicht zweckmäßig sein, auch der Friedens-Loge ein Darlehn in der gleichen - Höhe wie ,der Freiheit-Loge zu (ewähren. Er bittet Br. Qroßschatzilieistei; Bach, sich liierfu in der Debatte zu äußern. *" ■ Mit/gnsem Brüdern konnten eine Reihe',voii'Festen begangen>wlerd£nj besonders hervorzuheben'ist die Feier Ndes 60. Geburtstages von Br. Finke! und bald $araüf die seiner zwanzigjährigen Zugehörigkeit .zum , Büro der Grollloge. — Leider sind auch in;deim letzten"haJboif-Jahr einige Todesfälle zu beklagen, es starben die w. Expräsideflten,’ Br. Abeies von dpr w. Fratermtäs-Loge in. Br. Heinrich Pinthus voft der Jacob Plaut-Loge hausen und dann Br. Paul Na than von der w. Auerbach-Loge in Berlin, der. zwar nicht jzu Präsidenten gehörte, aber in besonderem tyaßi bestrebt war, den Logengedanken zli verbreiten und zi verwiiklichcn. Die Anwesenden erheben sich zu ‘Ehren storbenen von ihren Plätzeh. . In dem letzt«n halben Jalr sind 84 Löget besucht worden, also 4 -, aller Logen." Besonders zahlieiche Besuche sind von den Br. Br. Wa ter und Goldsdi genommen worden, und Br. Ehrengroßpräsident Timem\ dorfer hat sich in immer gleichbleibender, bewunderns würdiger Frische in den Dienstder Aufgabe g Dresden, , in Nord- "Berthofd den Ex- .- der Verdie Friedens-Log« in Ratibor. Bpi dieser Gelegenheit sei nochmals auf die f flicht der steift. 27