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Der Orden Bne Briss · 1927-12-01 · Nr. 12 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 12 - Dezember
Date
1927-12-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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J Lampen das seltsame Aussehen irgendeines Heiligen der byzantinischen Schule gab ...» So weit Le Blond über Zolas Absicht, einen 'ludenroman, einen Roman des Zionismus zu -chreiben. Zola mag damals wohl schon Herzls jnd Max Nordaus Arbeiten zumindest vom Hörensagen gekannt haben, und Max Nordau ebte ja in Paris, wie ja auch Hirzl lange Zeit >1 Paris gewirkt hat. Ob durch persönliche ühlung Zola auf den Zionismus aufmerksam geworden ist, kann ich nicht feststellen, aber es :eugt für den großen Geist, daß er prophetisch ■as, was erst Gedanke und Sehnsucht war, und noch heute nicht rein zur Erfüllung gekommen H, dichterisch als einen großen Stoff auffaßte und zur Durchführung bringen wollte. * Nicht nur das farbige Bild eines Judenromans, die Auferstehung eines geknechteten Volkes wird ihm vorgeschwebt haben. Wie Zolas reines und klares Wesen beschaffen war, wird er im (udenvolke, das sich durch Nacht zum Lichte durchringen sollte, ein Bild des ganzen Judentums und seiner traurigen Geschichte im Kampfe mit der Welt als Symbol aller vergeblichen Unterdrückung einer Idee verklärt häten.- Das Judentum wird ihm gleich gewesen allem Unrecht, das aus Gewalt unc haltung entsteht, und das, ewig gebeugt, doch wieder ewig zum Lichte strebt. — — »Gerechtigkeit* nennt sich .das. let;:te, große% Werk, das Z;ola geschrieben! Es iit daß Zola in dieser Zeit sein Epos Judentum dichten wollte, über das Volk, das unter Ungerechtigkeit die Jahrhunderle dahinseufzte. . . In ihm, dem glühenden der Gerechtigkeit als den Grunüpfe Lebens erkannte, wirkt^, in Verbindung sein mit Niedererwiesen, über das anatiker, er alles mit dem Judentum im Unterbewußtsein der quäl :nde Ruf, die Formel: »Judentum-Gerechtigkeit«! -7- Und so bekam offenbar sein letzter Roman, noch voll der Pläne über das Werk, das unausgeführt blieb; den Titel »Gerechtigkeit Ein sinnloser Tod, ein niederträchtiges Ungefähr hat den großen Mann mitten in der Fülle" seines Wi'kens aus einem leuchtend m Meer herrlicher Gesichte gerissen'. Doppelt schade, daß er diesen Roman nicht mehr schreiben konnte. r." - -i "• Expräsident Bernhard Galatzer geboren 30. Mai 1865 — gestorben 16. November 1927. Mv- Während einer Einführung von neuen Brüdern in die Kaiser Friedrich-Loge, Bremen, verschied-' unser verehrter und lieber Br. Expräsident Bernhard Galatzer. Br. Galatzer, selbst ein Mitbegründer der Loge, gedachte in der Sitzung, in der er tätig mitwirkte, der verstorbenen Brüder, die sich um die Gründung dei" Loge verdient gemacht hatten, sprach über die Grundsätze und Ziele des Ordens und war im Begriff, die Zeichenerklärung vorzunehmen, als er plötzlich vor den Augen, der Brüder zu aller Entsetzen dahinsank. Die Ansprache, die'.Br. niedergelegt hat, wird als Dokument Wirkens aufbewahrt werden.. Der Präsifl Kaiser Friedrich-Loge, Br. Emil Cohen, in einer Trauerfeier am 26. November teuren Dahingeschiedenen als den (aüter|e sehen, der er gewesen, den Helfet, jedem zur Verfügung stellte, der siein^i bedürftig war, am meisten aber den derern, die sein liebevolles Herz am gefühlt haben.; Brüder denket bei der Darreichung von Spenden auch an die Groß Galatzer-. seines ent der ^ürdigte den n Mensich r. Hilfe Aus-wan* tiefsten’ 1 )27 cer -- 221 — oge.

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