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Der Orden Bne Briss · 1927-11-01 · Nr. 11 - November · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 11 - November
Date
1927-11-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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re Präsident Heinrich Pinthus. An dem Tage, an dem wir — Brüder der jakob-Plaut-Loge, Nordhausen — unser zwanzigähriges Stiftungsfest feiern wollten, haben wir unseren Präsidenten Br. Heinrich Pinthus zu Grabe geleitet. Der Heimgegangene war ein Mensch von besonderer Prägung, der sich durchsetzte, seine We sich erarbeitete. Tiefes Verständnis des ludentums und Liebe züghm machten ihn zu seinem Führeramt besonders geeignet. Er strebte nach der Harmonie des Herzens, so lan^e er lebte. Alle Wege, die den Menschen in eine andere Richtung führen wollen, hielt er ' für Irwege, Die Art, wie er als Präsident die Loge geleitet, zeigt,, zu welcher Freiheit ethischer und religiöser Ueberzeugungen er sich aufgeschwungen, von welchen aristokratischen, künstlerischen i Grundsätzener sich in diesen Jahren hat leiten lassen, wie er in faustischem Ringen lieh hochwand zur Erfüllung des innersten Wesens des Ordens. Seine Einleitungen der Logensitzungen hatten zuweilen etwas'Prophetisches. Und nicht nur an den großen Logentagen; die nüchternen Oeschäftssitzungen wurden zu Weihestunden. Der Alltag ist nur dem Alltäglichen immer Alltag. Er war da, wie auf der Zinne eines Heiligtums stehend, und er spürte den Atemzug der' Loge. Wir haben in den drei Jahren deiner Amtsführung einen Präsidenten gehabt wie vielleicht wenig deutsche Logen. ‘ So konnte nur ein reifer Mensch schenken, so mit vollen Händen geben. Jn letzter Linie hatte seine Leistung ihre Wurzel im Charakter. Er war ein durch und durch sittlicher Mensch. An sich zu arbeiten, das Rechte zu denken und zu tun, war ein Stü^k seines Wesens. Mit Liebe vertiefle er sich in alle Probleme der mensch- , liehen Vervollkommnung. Indem er unermüdlich daran arbeitete, wurde, wiewohl er ein großes Geschäft leitete, aus dem Kaufmann ein etwas soziologisch und philosophisch angelegter Denker. Durch diese Liebe zur Menschheit konnte er auch andere in der Loge mit'fortreißen. Von Sokrates bis Pestalozzi haben, alle großen Erzieher der Menschheit gezeigt, daß die Liebe zur Erziehung gehört, und dies verwirklichte Heinrich Pinthus in seiner Loge. Der Reiz seines Wesens lag in der Mischung von Temperament, Gemüt und Phantasie, in der " — 2C5 Weichheit seines Empfindens,; das 'in das Geringste sich vertieft, nit der Unerbittlichkeit des Grüblers, der auch i i die letzterr* fragen des n sich erlebt hatte), Kennte Uri zu Er | war Idealist; konkreten undihrer Aufgaben, Wirklichke Not, unse tszielen,der M mschheit er Gemeinde u id. ihren der Woh fahrt unserer C beamten, der Arbeit Er. war'im Verein mit das soziale Gewissen sozialen Leistungen sich Werdens und einer versenkt. Weil er die Loge er die Loge seihen Btüdern Vorleben, überzeugen, muß mar überzeugt sein aber keineswegs ein weltabgewandterl er stand mitten im Leben. Sein Idealismus diente sein Name aufs engste verknüpft,. Viel verdankt ih in Nordhausen. Er e leren Stadt unabläs« ig die Jugend werden muß, soll sie sammenhang mit den Judentums verlieren. wegelosen Zukunft emeindefür allgemeine Verbände, einigen wenigen Brüdern unserer Loge. ler Jakob-Plaut Mit' Billen ■jLpge ist n die Jugendveteiüsäache kannte, daß ih einer piittnicht den leben lig?n Zu- Kräfien der Zei und des Che Förderung der Jugend, in Nordhausen eine gefördert ihrer späteren Mitglied er, ist auch für das Ni.veau der Gemeinde und ler Loge*hötig. Er hat jahrelang den Jugend verein geleitet. Das -war stürmende,1 gärende Zeit schäumender Jugend, iine Zeitspannewie die Zeit der Rena ssänce und des mus im großen, und er selbst 'glich Vorwärtsdrängen dem Geschichtsepoche. Seitdem er nicht Ueber seinem frtl len Tode liegt m kleinen, Huraanisin seinem Ullrich von Hülfen kjieser mehr an , der Spitze ständ. und die Jugehd sich von s sinen Grundsätzen mehr uid mehr ab'zuwendeii,begann, sind wir über t ie Krisen im Jügendyerein noch nicht .hinweggekommen. Die persönliche Berührung mit ihm war herzerfrischend. Da b ach dfe sonnig« Heit :rkeit seines Wesens durch, ein Erbteil seirer Mutter. Da zeigte er sich ferna > von allem Sozi jfogi;chen und Denkerischem als c er musikalische und l ünst lerisch gestimmte Ges« II, dem die Beschäft gung mit Logendingen Frohsinn und Anregung fürs Leben draußen bracht :. Tragik. Nicht nur, vreil er in seirem Herufe und im Kreise .der Sei ien noch vieles zjL&agen hatte. Alles gewahrer die Götter, nach O oethe, ihren Lieblingen ganz: das tiefste Olü :k im Haus und im Bewußtwerdenj aller Energien, das (tiefste . ein« tiefe

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