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Der Orden Bne Briss · 1927-11-01 · Nr. 11 - November · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 11 - November
Date
1927-11-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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wesentlichen nur ungeübte Nände. Diese sind stets im Uebermaß vorhanden. Mag die Reservearmee auch bei steigender Konjunktur n hohem Maße aufgesogen werden, so muß loch die. Spekulation auf das Uebermaß der Arbeitskräfte Ueberangebot von Waren undiadurch Ausschiffung von Arbeitern veranlassen. Der Proletarier steht stets auf dem Wege ausgeiofet zu werden, der Unternehmer spielt mit der Vtenschenmasse. Es zeugt für eine ange- 'orene sittliche Kraft, wenn es trotz lieser Zustände unseres Zeitalters — Spengler. lält es für ein absterbepdes — noch Sittlichkeit n den verschiedenen Graden gibt. Dagegen ist es nicht verwunderlich, daß die Spekulation Vieler rücksichtsloses Spiel mit Menschen ist und viele andere sich von der Gesellschaft «um Kampf gegen sie abwenden. So ist der Ethiker darauf angewiesen, die praktischen Wege zur Sittlichkeit zu suchen. Theoretisch wäre es denkbar, durch Belehrung den Geist der Sittlichkeit so allgemein und stark zu verbreiten, daß die unsittlichen Formen der Gemeinschaft dadurch aufhörten. Doch wir wissen, daß dies nicht glückt; deshalb mißlingen alle rein religiösen Bestrebungen positiver Sittlichkeit. Es ist zu bequem, dargebotene Möglichkeiten zu ergreifen, als daß die Sittlichkeit diese Verlockungen entkräften könnte. Von politischer Seite ist bisher nur 'e i n System der Umgestaltung der Gesellschaft angeboten, das k o m m u n i s t i.s c h e. Jeder wahre Ethiker wird dieses — ebenso wie alle anderen Systeme — sorgfältig prüfen müssen. Doch ist man bisher noch nicht über den Zweifel hinweggekommen, ob es eine Leitung der Geschäfte der Gesellschaft ermöglicht. So bleibt uns nur möglich, als Gegenstück ■zu den Mängeln der( heutigen »Gesellschaft! das zu betrachten, was wir an ihre Stelle zu setzen wünschen, und dann zu prüfen, was der Verwirklichung entgegensteht. Der heutige Mensch der großen Masse ist stets überflüssig, weil er keine individuellen Fähigkeiten hat und keine indiyiduellen Funktionen ausübt. Das Uebel wäre« behoben, wenn er selbständig würde, d. h. entweder durch Fähigkeit mit einer bestimmten Leistung oder mit einem ausreichenden Stück Boden als Arbeitsmaterial verbunden wäre. Die Lösung bestände also in der Hebung der proletarischen Arbeit zum fachmännischen Hand-i werk oder zur landwirtschaftlichen E r z e u g u n.g. Würde auch jdadurch nicht die ganze Masse des Proletariats beseitigt, 's o könnte doch durch konsequente Verfolgung des Zieles die Reservearmee der .Ungeschulten genügend vermindert werden, so daß’ die Indusin: mit den Menschen haushalten müßte* und nur so viele übrig blieben, als sie dauernd zu beschäftigen, vermag. ' Die Aufgabe ist-also zwiefach: einmal verlangt sie Hebung und. Verbreitung ries individuellen Handwerks. Dazu müßtefeirie Schulung erwachsen, wie sie in der Blütezeit der c eutschen Zünfte des Mittelalters bestanden hat. Dieses Handwerk ^müßte Absatz, Kundschaft haben. Das setzt; allerdings eine sittliche Umwandlung des Gesdhmackes voraus. Könnte die große Masse der ’Oebräuchsgegenstände auch ''vielleicht noch r^iehr als bisher typisiert, und industriell hergestellt werden,’so müßte der Geschmack der Verbraucher für~*k ostbarere Gegenstände sich feinerer Ausarbeitung‘von künstlerischem Gepräge;zuwenden. Gehen hohe Leistung, von moderner Technik unterstützt. und gebildete Nachfr; so kann ein neuer Stand aus der grauen Masse gleich d ite K u n s t nähert werden Eine weitere Masde ge nebeneinar der .her, ■ 'on wertvollen Menschen heraus1' entstehen, z u - derp Leben ängevon Menschen kann die Landwirtschaft durch Siedlung au: und denen wenigsten^ nötige Beratung und steht, so gibt es noch Arbeit, Produktion und Weshalb veil Es ist ein offenes Geheimnis, daß yi<:l Boden innerhalb und außerhilb’’der Landesgrenzen noch der Bearbeitung f arrt. Werden A ienschen angesiedelt, dje *die nötigen Fähigkeiten haben, für .den * Anlang’ die Jnterstütiung zur Seite für gewaltige Massen Bedarf. •, wirklichen diese Forderungen bisher i. Einwirkung auf Geschn s.i c h n I c„h t? Es sind lVorbereitungerj nötig:, hohe S:hulung, ack und sittliche der Menschen, Kapitdlsammlung. Di;sfe sittlichen Energien sind schwer aufzubringert,.s olange den Men bequemere ande zur Verfügung z Zwar gibt es Unzufriedenheit genug chen der re Existenz i stehen sch proletarischen Masse. scheint es aber doch bequemer, auf ein Steigen der Industrie zu sind und trotz aller O nehmen. Einsicht Was s e m i 11 e I einen, jn der Dem größten Veile erweiteres hoffen, das wied :r neuen Profetariermassen Arbeit gibt. Zwar w eiß man schon, daß diese Konjinkturen vergänglich ückumstände ver jänglich 201

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