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Der Orden Bne Briss · 1927-10-01 · Nr. 10 - Oktober · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 10 - Oktober
Date
1927-10-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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f bei strenger Kritik fast sagen' der einzige, der es in npeh jungen Jahren zu verhältnismäßig großen Leistungen gebracht hat und es vermutlich zu noch größeren bringen wird. Lind diese Leistungsfülle ist in Lehehsfüllc, in LImfang und Stärkeseiner Vitalität begründet. Gerade bei einem Dichter wie ihm Bestätigt sich die manchmal bestrittene oder verkannte Verflochtenheit des Mensthlichen und Künstlerischen.' Sicher hat hier auch das'Judentum seinen Anteil, das trotz mancher wirklicher oder scheinbarer Anzeichen von Verfall und Entartung in seinen ungeheuren und. unerschöpflichen Energien ntmer noch ungebrochen ist.. Man hat — auch auf jüdischer Seite — dem Ariertum das größere Ausmaß der vitalen und produktiven Kraft oft als Vorzug zuerkannt,* man hat dem Judentum so oft den Besitz großschöpferischer Persönlichkeiten ' abgesprochen und gerade in seinem hochgezüchteten Intellekt die stärkste Hemmung des eigentlich Produktiven erblickt — und etwas Wajires ist natürlich auch daran ,- aber ein Dogma darf auch daraus nicht gemacht werden,- die Geschi chte' des Judentums als solche ist ja ein einziger Ausdruckseiner Übermensch licheji Vitalität/ überdies ist der Begriff des Produktiven schwankend und vieldeutig,- die jüdische Produktivität ist in manchem anders, aber nicht geringer — und endlich erzeugt der alte Stamm ja immer wieder Persönlichkei en, die Frische und Leidenschaft der Jugend mit schöner Mannesreif: und überlegener Greisenweis teit zu verbinden wissen. Ja, das moderne Judentum darf Sich freuen, ‘in Franz Werfel einen lebendigen Gegenbeweis gegen alle trüben Verfällstheorien. hervorgebra dit zu haben, einen Dichter, in dem sich die Gaben alter und junger Rasse so glücklich, wie seit langem nicht mehr, paaren ujnd ergänzen. — 1 Schon innerhalb seiner Jugenddichtung selbst erklingt ein tieferer, eigener Ton, der auf horchen läßt — eitji Ton, in dem sich Typisches md In» vermählt. D#s Grundgefühl Mitläufern nur ein S piel und nur Programm und K isdiee, wofil gär Weif« für ihn We »ensnot wendigkeit, Wese: bei allen starken Naturenwar Vielheit und Mannigfaltigkeit der in der t| deren Einheit -des Daher ist auch d:r Unterschied künstlerisd en Ausdrucksform in von sekundärer Wichtigkeit. Epiker^ Dramatiker: es ist doch Sein Drama empfängt helleres seiner Lyrik, die in unmittelbare Stets am stärksten das- Menschlich zeigt fast* mystisc t sehen Zeitse seele — -e eine Eite/keit Eer •iegs cfividuelles hatte sich kam Werfe verändert — und dieses Grurdgefühl gramm wohl entgegen, aber es.traf .a etwas Starkes und Verwandtes in ihm. VC Franz Werfel. Tiefe, nichi natürlichdas Kennet tenden Geij ist dieses, n so ' alte Zeitseele, Das Kri sicher yen wohT aych aber es Generation selbst Und - diesedas jenes mäntischen rausches präges ahlcsi alte, demütig tiefe und’schmerzli Menschenliebe —. einer Wesen miifühlend u war, - das war nsäusdruck. Wie luch bei ihm die Ausstrahlungen sens begründet, der jeweiligen . solchem Falle nur, el, der Lyriker, ijnmer* W-er Fe,l Licht auch von n Bekenntnis ja e "eines -Dichters merkwürdige, e Einklang zwiele und Dichtern Einklang der der Oberfläche isj seit^je gerade nhen des bedeusjtes. ..Was aber S« *». eue — und doch (irundgefühl' der ler Werfelseele? erleben hat es* sfärkr^ manchmal erst geweckt — gemeiner Leid allet noch auf die schlich teste Kreatyr, x. äs Schicksal erstreckt, in dieser Werfelsden Frühdichturg heitserinn« rungen geradezu lertmct Es geht mentalen, mandima aber es er Zeit Werfel »Rufer in; war er uch auf as den durch Kli<| -- 173 jjcfi Man kann in alledem wohl ohne jüdische Gemütszüye wiedererkerii e Ethos, das im jüdischen H e r-:: lieber jene noch fragwürdig edenfalls Streit« selbst tve sondern durch Tat, Leistuig, Gestaltung uen auf sdj 3 Ni ei Es ist auch hart an den ist doch tief rasch hinaus p der jüngsten durch Worte, als reiner Kji i den Schild gehe1 tyar in WerFels ünd in diesem n vorher da. ■s Grundgefühl, andere des ro» Persörilichkeits» tzsche^schen Ge« te —.es ist das che Gefühl all» Liebe, die 'das mspannt und sich unscheinbarste bezeichnend, daß gewisse Kindivisch anklingen. Rät\d des Sentiuhlsgetränkt, — Ueberhebßchkeit n: das jüdische e n ruht. en Anfänge ist ewächsen.' Ein t -iteraturbewegung „Theorien, Pro« nstler Stets nur "Wohl mag er ben worden sein:

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