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Der Orden Bne Briss · 1927-09-01 · Nr. 9 - September · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 9 - September
Date
1927-09-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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besteht die Absicht,, nach einer' gewissen Zeit dis schungsinstitut als landwirtschaftliche Abteilung dpr versität anzugliedern. Eine besonders hohe Aufgabe hat sichdas in unterrichtliqher Beziehung gestellt: wenn es hinrti Lehrer ausgebildet hat^um. die schwere Aufgabe nehmen, will es aufs Land gehen und die Juge^ii so ausbilden, dag, sie mehr und mehr Freude Natur hat und dm,Salomonische Weisheit lerne, » Bäumen, den Tieren und den Vögeln sich zu untei und dann die Freude ani Landleben nicht wieder Der'Lehrer müßte in ständigem Konnex mit de schungsinstitut- «die Ergebnisse der Untersuchur gen die arbeitende Jugend in die Praxis umsetzen. Der muß die Grundsätze des Pflanzenschutzes, vor vorkommenden Krankheiten kennen, er muß die alle: e Fqr- Uni- Institut ichend ijberd dort an der mit den halten«: verliefe, n For- •ddrch Lehrer m die Jugend in der planmäßigen Bewirtschaftung' Stall ut\d -Geflügelzucht unterweisen Kurse für die Lehrer dauern ein bis z; Wiederholungskurse werden alle Jahre Die .einzelnen Untersuehungsgebje vielen Einzelheiten« der Arbeitsweise •reiphe Abbildungen und Tabellen ge! über den weiten Umfang und'diir Inb Interessant sind auch für den Hebfjtiäi den Illustrationen beigegebenen hebdtiScJi Ein Verzeichnis der bisher publizi der in Vorbereitung befindlichen bfcsch -von Prof. Dr. O. Waiburg, dem Direktor I. Elazari-Volcani, dem Direktor der Unterstützung ihrer zahlreichen Spezial gegeben iät. . ' J. *F Ve von Feld, Garten, können., Solche wei Jahre. Kurze abgehalten, te werden mit vorgeführt. Zahlcin gutes Bild ensität'der Arbeit> ch-Lernenden die en Erläuterungen, rlr.ten Schriften und ließtdas Heft, das des Instituts und rsuchsstation, mit ■nitarbeiter herausi e d l'a e n d e r. Ilücherschau. »Der Jude«. Eine Vierteljahresschrift.' Sonderhefte: »Judentum und Deutschtum« (1926). »J 1 dtatum und Christentum«. (Ausgegeben Ma 1927.) Jüdischer Verlag G. m. b. H.), Berlin. ln der von Martin Buber begründeten Zeitschrift »Der Jude« Ist die mit dem Sonderheft »Antisemitismus und jüdisches Volkstum* begonnene Aussprache zwischen Juden und Christen fortgesetzt worden./ Auch wenn man nicht wie Alfred D&blin ein grundsätzlicher Oegi er derartiger ‘Umfragen« ist1, wird man doch bedauern nüssen, daß.neben wertvollen Aufsätzen solche Aufnahme gi funden haben, die nicht etwa nur von Abneigung geg in das freier Aussprache Form verletzend, „\c Judentum zeugen — das muß man bei hinnehraen —, sondern in der äußeren um nicht zu sagen: roh sind! Im Gegensatz zum verantwortlichen ^chriftleit :r Siegrfmund Kaznelson, der die Aufnahme derartiger I leiträge verteidigt, spürt man doch bei Martin Bubers Entg egnung auf einen Aufsatz von Oscar A. H. Schmitz die seelische Empörung hindurchzittern. Mit vollem f^ht lehnt Buber eine Diskussion über »erwünschte;'und unerwünschte^ Juden« mit einem Autor ab, der sich Sätze leiste, wie: »Was in aller Welt gingen Marx, Lassalle, Eisner, La idauer, Toller die deutschen Proletarier an?« oder »Daru o.wird auch niemand das gräßliche Ende Landauers m it dem - Heldentod im Feld .... verwechseln.« Nur Nathan Birnbaum bringt es fertig (im Beitrag »Vom erledigten Jydentum«), - Schmitz in der Charakteristik der nichtwünschenswerten Juden, nämlich der »entjudeten jü tischen , Intelligenz«, »fast durchaus« zuzustimmen Auch für den Oegner lesenswert sind die Ausfüh^ rungen des Historikers Simon Dubnow über »dis und das neue Judentum«. Der Beitrag des Holländers F. Bernstein »Soziologie des Judenhasses« erweckt reges Interesse für sein Werk »Der Antisemitismus alsG uppenerscheinung«. Bernstein gelangt zu der These gesamte Menschenschmerz muß als Menschenhai] Menschengemeinschaft hineingetragen werden. Feir dschaft ist auf Nebenmenschen projizierter Schmerz.« Die Aussprache zwischen jüdischer! und christlichen Theologen (Kutter, Wiener, Dibelius, Dienemann, Bacher, Jeremias) über Judentum und Christentum, sich gegenseitig zu verstehen, und manch gute; Formulierung. des Gegensätzlichen ■ und des Verbindenden, sie /und Gnade, Geheimnis und Oebot zeigt zwar das Streben. X -Der in dip Eschel- Gesetz Herausgeber Prof. Dr. Julius Oolds Philo Verlage Berlin. Die Aufmerksamkeit der Brüder ka|n auf die von Expfcs; Julius Gold herausgegebene Zweimonatsschrift, »De ■ Morgen werden. Das neueste Heft- (August einem Aufsatz des Reichstagsabgeoi Dr. Bredt über »Calvinismus und ein, Darmstadt. in nicht oft genug > t e-i n - Darmstadt gelenkt 1927) beginnt mit rdneten Prof. D. J identum«. Bredt weist darauf hin, daß der Oöttesbei piff der Prädestinationslehre Calvins dem des Alten Testamentsnäher stehe," als es der Oottesbegnff Luthers tue; Im Anschluß an den Heidelberger Nätioti alökononjen Max .Weber erblickt er im Calvinismus— wie im Judentum einenv »ausgesprochen kapitalistischen zwischen dem Alten und Neuen im Calvinismus am deutlichsten gezeigt, und nichts könne uns heute nützlicher seiiv als das Bewußtsein, daß es derselbe Oott sei, der angebetet werde von Katholiken, Lutheranern, Calvinisten und Juden. - Ein erschütterndes »Kapitel ai) Martyrologie« führt uns B. Segel - 143 - Zug«. Die Testamente Brücke werde s Vor der jüdischen Augen durch bringt aber — wie zu erwarten war -- wenig n^eue Gedanken. Scharf zugespitzt und War geschrieben sind die Ausführungen von Paul Adler (Hetterai ): -Oibt es ein jüdisch-christliches Problem?« Adler-rält das Recht" des einzelnen Juden auf seine europäische Heimat in keiner Beziehung für schlechter-, oder geringer als das < er angeblich arischen Nachbarn. »Will min im Zeitalter der Sozialwissenschaften länger^von „Fremdstämmigkeit“ und gar von „Wirlsvölkem" reden.?«’1 , »l}a ' das Mer r von Ungeheuern wimmelt, sollte Israel allein sein Lebe isrecht aus seiner Tugend herleittn müssen?« Neben interessanten finden sich natürlich, aucl recht unbedeutende Aufsätze. Immer wieder aber erkennt man bei solchen Auseinandersetzungen über Weltan’scha jungsfragen mit Schopenhauer, daß dabei der Wille den Primat vor dem Verstände hat. »Der Morgen«, 3. Jahrgang, 3. fjfeft (August 1927)

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