Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1927
- Issue
- Nr. 9 - September
- Date
- 1927-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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der besten Gesundheit. Er liest ohne Brille, raucht seine Zigarren, unternimmt täglich seinen Spaziergang und beteiligt sich an allen Fragen des öffentlichen Lebens, vermutlich auch an denen der Loge. Auf dem Umwege über Amerika erfahren wir mancherlei Einzelheiten über die Reise'des hochw. Ordenspräsidenten Br. Alfred M. Cohen. Außer den süddeutschen Logen wird er die Arbeitsstätten unseres Ordens in Prag, Karlsbad, Wien und Zürich besuchen. Nach einem für die Zeit vom 20.—2(k August in Aussicht genommenen Aufenthalt in Paris — der hoffentlich zur Gründung der ersten Loge in .Frankreich führen wird — verläßt der Präsident Europa und trifft am 4. September wieder in New York ein. Glänzende Festlichkeiten veranstalteten die englischen Logen zu Ehren des hohen Gastes. In London führte er am .19. Juni die neugewählten Beamten der Distriktsgroßloge ein. In England trägt man sich in Logenktfisen mit der Absicht, so etwas wie .die »Hillelstiflung« auch an den dortigen Universitäten einzuführen. Zunächst prüft die Großloge die Bedürfnisfrage indem sie an den einzelnen Universitäten die Zahl der jüdischen Studierenden feststellen läßt. Der Verein jüdischer Studenten an der Universität “Edinburgh hat sich schon bereit erklärt, in irgend einer Form dem Orden beizutreten. Die englische . Großloge hat bei der Ordensleitung die Erteilung eines Freibriefes für die zu errichtende Loge in Southport nachgesucht; 29 Petenten haben um einen solchen Freibrief gebeten. Die Großloge hat diese Herren ausdrücklich gewarnt, gewerbs-' mäßige Geldverleiher in ihre Reihen aufzunehmen. Eine sehr dankenswerte Einrichtung hat die , London-Loge getroffen: sie hat ein A u s k u n f t sb ü r o geschaf en, welches folgenden Zwecken dient: Brüder englischer und ausländischer Logen, die sich in Loidon aufhattgn, zu beraten und umherzuführen; Auskunft «ber Schul- und Erziehungswesen an junge Leute zu erteilen, die in England nei ankommen; jüdische Kinder und auch Erwachsene, die zu Studienzwecken nach drüben komm« n, passend unterzubringen; ausländischen Brütern die Adressen von in England lebenden Verwindten zu besorgen; so weit als möglich übeNf es^häftiiche Dinge und Existenzfragen Auskunt zu^geben. Auch die »Erste englische Frauenloge« arbeitet glänzer d. Sie betreut die armen Kinder des Londoner «Ostens, macht mit ihnen Ausflüge, sorgt; für die Kranken und Genesenden etc. Daß die Loncp n-Loge Vorlesungen über Juden und Judentum Nummer einen hauer Jacob Israel Auerbach enthält. für Ntchtjuden halten läßt, hat bereits gute Früchte gezeitigt. Rabbiner A,0 ree n sprach zuletzt^ über das Thema »Der Jude von heute«, wobei er nicht zu viel sagte, wenn er behauptete: »per Jude von heute ist das redende Beispiel für Treue gegen die Ueberlieferung, die in seinem Hef :en seit Jahrtausenden lebt, hauptsächlich der IJeberlieferung des Sittengesetzes, das setne Vorf ihren einst am Sinai empfingen. Der Jude ist der toleranteste Mensch in der Welt.1 Er ist frei von jeder Voreingenommenheit und erkennt k einerlei Monopolstellung an, die irgend eine Rel gion etwa fQr sich beansprucht.« Zum Schliß noch der Hinweis, daß die sehr hübschen, illustrierten Aufsatz über unseren berühmten Bruder, den Bild¬ Pi e ß n e r, aus der Feder von Br. Eugen Wölbe, Mcntefiore-toge zu Berlin. Aus den auswärtigen Distrikten^, The Zionist Organisation Institute of Agriculture and Natural History Agricultural Experiment Station. First Report covering a period of five years 1921—1926. Tel-Aviv, Palestina, November 1926. Der Bericht des Instituts für Ackerbau und Naturkunde in Tel-Aviv gibt hier einen Ueberblick über die ersten fünf Jahre ernsten Arbeitens und Forschens. Auf hundert Seiten werden die verschiedensten Gebiete der Tätigkeit vorgeführt. In eineji^inleitungskapitel werden die Schwierigkeiten dargelegt, dÄider Einführung einer modernen Landwirtschaft entgegeiiistehen, und die Wege zu ihrer Ueberwindung aufgezeigt. t)as Institut schafflichen Colleki und hat daher drqi Unterricht und Forschungsabteilu n; Landwirtschaftsch|e wandte Botanik, Tier- und Geflügel werden die Foi s< völkerung zugefi h strationsfelder, Kt schickt Vertreter ist nach dem Vorbild^ des j andwirte in den Vereinigten Staatgii>organisicrt Abteilungen: eine Forschungsabteiiung. Außendienst Die Hauptstation der g befaßt sich mit folgenden Oebiettn: mie, Entomologie, Pathologie, ange- Agrono-nie, Pflanzenzucht, Gartenbau, zucht, Meierei. Durch den Außendienst chungsergebhisse der ländlichen Bert.- Zu dem Ende hat man Demonrse, Flugblätter und Flugschriften. Man in die verschiedensten Oegenden. Es - J42