Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1927
- Issue
- Nr. 9 - September
- Date
- 1927-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Aua B’nai B’rith Magazine, Juli 1927. ‘ Unter den schönen Aufsätzen und Mitteilungen, welche die vorliegende Nummer des Ordensorgans bietet, dürfte eine Botschaft interessieren, mit welcher sich unser bisheriger Ordenspräsident Br. A d o I f K r a u s . fü ■ die Ehrungen bedankt, die ihm artläBlich ferner golderi?n Hochzeit zuteil wurden. Nach dem großen Festbankett, an dem sich ungefähr 1400 Personen beteiligten, unter nahm Br. Kraus - mit seiner Oattin — nach seinem eigenen Scherzwort — so etwas wie »Ooldene Hochzeitsreise« nach Kalifc Nach seiner Rückkehr wurden ihm Sekretariat der Distriktsgroßloge in sitji Weise alle Glückwunschschreiben, die nachträglich eingegangen waren — über an Zahl — gebunden überreicht. In licher Weise' bringt Br. Krausseilten danke. Euch und Euch aller Amerika. LXXIV. in seiner Zeitung den bitteren Trink des Vorur teils Fm Becher der Falschheit.« Da Während der Sommermonat^ auch Amerika die Logenarbeiten ruher ,* so sind die Berichte aus dem Logenleben in etwas dürftig. npchzu- »Liebe Freunde, ich mals, jedem einzelnen sammen.« Dader Orden in Amerika ein besonderes Dezfemat für die Abwehr judenfeindlich« Bestrebungen hat, ist es natürlich, daß Ipftser Ordensorgan mit Genugtuung die Abkehr des Autokönigs Henry Ford vpm Antisemitismus verbucht. »Sache des Herrn Ford ist es,« schreibt das Magazin, »die gute Meinung aufrec lt zu erhalten, die er durch sein freimütiges Reüebekenntnis geerntet hat. Mit philosoph schpr Ruhe Haben wir seiner) Widerruf vernommen, da wir ja zu einem Volke gehören, das vieli gelitten und dennoch jede Art von Unterdrückung und.Verfolgung mannhaft überstanden hat. Als Amerikaner vertrauten wir dem gesunden Sinn unserer Mitbürger. Wir wußten, daß die (von Ford ausgestreuten) Vorurteile keinen fruchlbaren Boden in den Herzen der Menge finden würden. Es wäre ja noch schöner, wenn wir hilflos dagestanden hätten, während man uns inl den Augen der Welt als Verschwörer gegep die .Menschheit hingestellt hätte (wie es Ford I hat.) Ernsthaft beleidigt war übrigens das Herz der Menschheit, denn die durch Ford ausgesprengten Verleumdungen vergifteten in vielen Ländern die Herzen der Mensch in zu einer Zeit, wo die Welt Liebe nötiger brauchte als Brot; als die Wet^ nach Frieden unc Verständigung schmachtete, reichte ihr Herr l^ord getan (»nur* 4 Herrn - Immerhin meldet das Ordensorgan von einer Anzahl jüdischer Ferienkolonien unter Leitung der Legen. Die. Knaben beziehen für me)irer|e Wochen ein großes Feldlager ,in wald- und wasserreicher Gegend. Die ihnen gewährte völlige > Selbstverwaltung, solldas Verantwortlichkeits- und Gemeinschaftsgefühl in ihnen schärfen. Zu den bisher bestehenden Feldlagern kamen in diesem Sommer die »Camps« inNeskorin (Oregon), unter, den Auspizien der Portland-Loge, und', in Tawonga in der Sierra Nevada, unterhalten von den San-Francisco-Logen, hinzu. Eine Pfadfinderschar warendie Ehrengäste der 'Louisiana-Loge in Shrewsport, als diese Ihre sämtlichen Knaben sowie ihre christlichen Freunde hebst deren Söhnen zu einem Festmahl einlud. . -i Sehr schön faßt die Ne,w Castle-Loge die »Weitere Zielsetzung« auf: sie hat in ihren Pflichtenkreis die. Gestaltung <jer Einsegnungsfeier/die in,Amerika am ersten Tage des Wochen- > festes stattfindet, zu einem Gemeindefest aufgenommen. Es wurden 34 Kinder »konfirmiert«; der Oroßpräsident des 111. Distrikts, Br.*} o.se-p h- ,L. Kuhn, hielt eine Ansprache. Bei' einer weltlichen Feier am Abend verteilte das Zielsetzungskomitee Geschenke an diejenigen Kinder, deren Väter dem Orden B. B. angehören. Die Hillel-Stiftung an der (Jniyersität des HJtaaties Ohio schloß ihr ATbeitsjahr mit pinern Festabend, an welchem die Studierenden ein Stück, . »Bettler zu Pferde«, mit großem Erfolge-, aufführten. Obwohl die ungewöhnlichen szenischen Vorgänge die Technik- und Erfahrung langgedienter Berufsschauspieler erforderten — sagt der Bericht —, versagten doch die jugendlichen Darsteller in keinem Punkte: , Die vorliegende Nummer'macht uns-mit'dem ältesten Bruder unseres; Ordens bekannt. Es ist Br. N. M. Jacobs, Mitglied der David N Rubin-Loge in Sacfarrt^nto (Qrlifotnien), der jetzt hundert Jahre alt. ist. Er schloß sich im -Jahre 1873 der damaligen Etham-Loge seiner" Heimat an und wird als einer der Pioniere jüdischen Lebens in; jenem 'reichgesegneten ‘känderstrich verehrt. Der alte Herr erfreut sich