Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1927
- Issue
- Nr. 6/7 - Juni/Juli
- Date
- 1927-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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ander weiß und von dem höheren Streben des <andern überzeugt ist. ' Bei solcher Einstellung zum Wert der Eintracht braucht man auch einen Kampf um Tagesfragen in unseren Reihen nicht zu scheuen — unter Tagesfragen seien hierbei insbesondere verstanden: Kampf um Partei und Politik. Gewiß ist die Gefährdung der Eintracht auf diesem Boden besonders groß, weil hier das Forum zürn Tribunal wird* Politik ist nun einmal die Kunst des Erreichbaren, und der politische oder parteiliche Kampf sucht Anhänger oder Nachläufer zu sammeln, sucht zu erobern statt inner- ‘ lieh zu gewinnen: da wird die Wertigkeit oftmals mit Oeltung und äußerem Erfolg verwechselt. Mit allem Nachdruck müssen Wir der verbreiteten Auffassung, von der Sondermoral in der Politik und im Parteiwesen, gerade vom Gesichtspurfkt dpr Eintracht aus, entgegentretep, denn diese heute übliche Auffassung ist weder ehrlich noch gut. Man kann das Urteil über diese Methode des politischen Kampfes nicht besser zeigen und die Folgen, die äich leider heute auch zerstörend beim deutschen Judentum geltend machen, nicht klarer erkennen, als aus den Worten eines Thomas Carlyle, die ich Ihnen vörtragen will und die lauten: »Wir können von der Eroberung sagen, daß sie nocH niemals durch Zwang und brutale Gewalt gelang; pirte Eroberung der Art kann sich nicht behaupten. 'Die Eroberung muß mit der Macht zu * zwingen auch. Wohltäten mitbringen, sonst werden Menschen vom auch nur gewöhnlicher Manneskraft sie abschütteln. Der weise Mann, der Mann i^iit der Gabe der Methode, der Treue, der Tapferkeit — alles Grundlagen der Weisheit — der Mann, der Einsicht in das Wesen nnd die Folge der Dinge hat, der Augen zum Sehen und Hände zt^m Handeln'besitzt, der fähig ist, zu helfen, zu leiten, zu befehlen — er ist der Starke. Seittd Musköln und Knochen sinjd nicht stärker. antwortet Gesetzen gemäß, deine Weisheit wt Aus diesem Spreu, die du in meinen sie auch gelten -r- »Nein, diese deine Herrsf gemäß, deine Weisheit an der Wahlurne und werde ich keinen Weizen haft ist -nicht meinen r. nicht weise genug. Busen säest — mag ajid.erswo für Saatkorn wachsen lassen, denn es ist Spr :u!« . Um nicht mißverständen und immer Neueinstellung ist arbeit der Menschen erfqrded prinzipiell kein Unterschied und pi rteipolitischer Eiritrac letztere die Gefahr’ und doch hat auch Mensch das Recht hat, sein jede ernste Frage ein Recht Wir so Iteri darum getrost, a religiöse Fragen behandeln- Loge riuß diese Belastung!! Die Brider sollen sicirbewu 3 die Bestimmung der Spannung zu fühnm, und daß man Sp; bis zur Unerträglichkeit * w; Die Brüder sollen apch <und ihre Gegenseitigkeitsein daß der innere Zusammenhajn dt,r I .als die unseren, aber seine Seelq ist stärker, seine Seele ist Weiser, klarer, d. h. ist besser und edler, denn das ist, war und -wird immer die Wurzel aller ihres Namens würdigen Klarheit Sein. S c h ö n ist es, es ist ein Schimmer desselben ewigen! Polarsternes, der durcfi die Geschicke des Menschen 1 * * * S leuchtet, daß al|es Talent, aller Verstand in erster Linie; moralisch ist — was wäre es sonst für eine Welt! Aber : das Herz sieht immer ehe der Kopf sehen kann, das läßt uns festhalien und wissen, d » ß d ä s Gute a \) e i n unsterblich und siegreich, daß die Hoffnung : sicher und untrüglich ist inallen Phasen dieses »Landes der Hoffnung.»'— Pfiffigkeit, Schlauheit, Advokatenkniffe werten oft für Talent gehalten und haiten sich selbst dafür, glücklicherweise nur irrtümlich. Den Erfolg haben sie freilich, was man Erfolg neAnt, — sie müssen sogar im allgemeinen Erfolg haben, wehh die Preisrichter dumm genug sind. Männer, die dumm, genug sind, werden selbstverständlich zu ihnen sagen:,»Ihr seid Weis- heit,- herrscht!« — Und sie herrschen Aber die Natur - - 95 nicht tus einem Zusammen Räum — und wäre dieser Tempel — sondern laus dem ' streben starhmt. . »Harmony« der unseres Ordens das drittä Wahlsprpches: gibt, es eint Zusammenhang verschiedene I sehen «ornmen leicht in die! abgeschlossen und -für vol I I Gegen diese falsche Selbstei n Lehre, faß wir alle-bis an unsei i bedürftig sind, sehr, heilsam die Sch ule der geistig sittljche|i in der Loge haben sollen, finden? Und fragt man min: Wi|e Ringen um religiöse üpd:pi innerhalb der Loge gegangeji die Anlwort auf diese Frage: Grenze der sachlichen Wf wenn hierbei die Geister anein, bewähit .sich vielleicht erst Bunden in einer modernen Als Bibelwartes: »Siehe* .wie* gut ist es, zu sitzen als Brüder, a aneinander gerät—«. Früher, her, sollte Israel ein Vorbild wältign: ng großer Fragen, d die A ifgaben der Menschhe t wenn die ganze Umwelt anp zü werden:. Wandel f ir jede Zusammenich.' So ist also zwischen sozialer it. .Nur ist für ssenheitgrößer Logt* wie jeder Recht zu suchet!, auf Behandlung, uch-politische und Eitie wahrhafte probe aushalten. t werden, daß es ist, zum Ausgleich' ahnungskräfte nicht aphsen lassen soll. ch ’ihr Verhalten sjtdhmg bekunden, g der Menschen sein im gleichen Raum selbst ein ihnereh Zusammennannten die Grün- Zeichen unseres ’ Harmonie ohne Töhe? Die Men- Vjersuchung sich für endet zu halten. Schätzung ist die Ende ergänzungs- Und wenn wir. Ergänzung nicht ’ wo 'sollen wir sie weit darf in dem olitische Probleme werden, so ist bis zur äußersten I trhaf tigkeit. Und aridergeraten, dann der Wert unseres legung des alten' und wie lieblich ich wenn man —' von alten Zeiten sein in der Bee das Leben und betrafen. Auch ers geartet war,