Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1927
- Issue
- Nr. 6/7 - Juni/Juli
- Date
- 1927-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/6727475-6029141-6074742--1423-4868050- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Diesju lentum'ist in tausendfältigen Schicksalen an v irschieqensten Stellen der Welt in eine Gegemirart gestellt und Boden und Heimat schaffen; m< nnigfachste Beziehungen zur Seile des einzelnen: Sprache, Vaterhaus, Kindheitserinnerurigen, erste J.ugend und all’ die tausend Dinge, <jlie ‘sich um ein Kindergemüt ranken, schaffen leir Etwas, das unabhängig ist von der Oehässigkei: des Tages, von Niedrigkeit und Schmähsircl t. Ein starkes, aus derSeelequellendes Gefühl wirc den Wpllen zum. Guten umwandeln in Mehrüng der kulturellen Güter von Boden und Heimat. , . Reipite» Jtpdentüm — gelebt auf Boden und Heimat —Idjuf niemals zurabsoluten Abschließung führen. Das wäre kein rechtes Judentum, das nicht durch sich selbst zu höchstem Menschentum führte.. Im Menschlichen muß das Verbindend^ feur Umwelt führen. Weltanschauungen können Gegensätzl bilden. Vor menschlicher Größe mpß jeder sein Haupt beugen, der für seine engjere Gemeinschaft höchste Würdigkeit beansprucht. . So spll der Wjlle 'des einzelnen sich auswirken, der Wille auf'Familie, Orden, Judentum, Vaterland, Menschheit; der Wille zum Guten: Wohlwollen, j ' . Muß Wirkung begrenzen oder soll es zu größtmöglicher I Mit Weltpri sich Wohlwollen mit Aussicht auf Erweiterung führen? änderen Worten: ist Wohlwollen als n z i p in feiner so vielfach feindselig eingestellten Welt' denkbar? Wenn man den Blick nur feyf die Niederungen des Geschehens einstellt, kjönnte man wohl zu einer verzweifelten Verneinung gelangen. Der nach oben gerichtete Blick bemerkt, daß die Besten aUer Völker Wohlwollen äli-Weltprinzip in eine gegensätzliche Welt einzufügen sich bemühen. . * Es wäre das niederdrückendste, der Verzweiflung j gleichkommende Gefühl) wenn sich aus der Sinnlosigkeit des Weljkrieges, des größten Unglückes der Menschheitsgeschichte, nicht so etwas wife Sinn ergäbe. Vielleicht dürfen wir Orte, die Begriffe geworden sind: Thoiry — Genf — Locarno und Worte, wie: Völkerbund — Paneuropa— letzteres die wirtschaftliche Fundierung idealistisch scheinender politischer Gedankengänge,] alsKeime im Sinne unserer Auffassung ansprechen. 1 Hat d* nicht vorjeiniger Zeit ein Geschichtsforscher v<j>n beachtlicher Bedeutung, Friedrich Meinecke, Berlin, die Forderung aufgestellt: der ktaat soll sittlich werden urd nach I der. Harmonie mit dem allgemeinen Sitt mgesetz strfeben, buch wenn er »sie nie ganz erreichen kain!, Die Jiivarnende Stimme ist gerichtet g :gen eine falsche, dealisierung der Machtpplitik, g;gen eine falsche /ergötterung des Staates. Noc i bei* T reitschke ließ es vom Staat: behaupte die 1 selbst! Macht var Selbstzweck des Staates. . Aus der Ueberspannung de; Macht aegriffes St das Unglück der Welt geflossen. In altgeschichtlichen Zeiten war) die Grundlinstellung der Völker eine als &:lbstverständlich feindselig empfundene. Sich ausdehnenck Völker- $tämme, die ihre Weideplätze ,a agegrasj hatten, Vertrieben, unterwarfen sich die benachbarten . $tämme, je nachdem ihre Macht reiqhte. In Späteren Zeiten wurde diese V »rkehrsform zur Dynastie-Erweiterung, Hausmäcl t, Landraub in größtem. Stil. v i | Es gab einmal eine-Zeit, wo man xjielleicht inehr als zu anderen Zeiten geneigt war zu glauben, daß Krieg und Seuchen eine naturgegebene Ausgleichung sein müßten für'1 die unbändig anwach'sende Menscher Ziffer: das war,, als Malthus seine Lehre auf stellte von der Verinehrung des Menschengeschlechtes, der 'die Lebensmittel so schnell nicht nach fo1g§n*könnten. Heute weiß man, daßneuer Boden aus der -Luft gewonnen werden kann. Verlorener Boden kann durch Stickstoff aus Braun cohie und Luft ht zu klein, die ersetzt werden. Die Erde ist nie brüderlich sich enger an einander schließenden Menschen brauchen-sich nicht, hi ehr zu morden oder von den Futterplätzen zu gönnen sich durch gemeinsame*A •verjagen, sie cbeit ernähren. Wohlwollen, das sich auf das Ganze erstreckt, setzt nicht bloß die Möglichkeit Ertrages der Arbeit voraus, sondern auch die Ai-beit. Auch Wohlfahrt des einzelnen bei'der hierfür gibt es Zeichen der Erker ntnis. In Vlfssingen — in Holland -- hat im Jahre 1|Ö25 ein Kpngreß für Betriebs«!» gefunden. 150 Menschen, VertretnV von 15 Ländern, waren zusammen.. Sie ber Möglichkeiten besserer Arbeitsbedi ngungen, über die psychische, Auswa.h b e i t e r s , der seinen menschlichen Fähigkeiten n Arbeitsplatz Psychotechnik md damit Erentsprechend an den geeignetste zu setzen sei. Mit Hülfe der sucht man eine Berufssteigerung Höhung auch des menschlichem (fHücksgefühles herbeizuführen. , Aus der Tiefe der Volksseelen stfeigt der Drang des Wohlwollen J ... 89 \;• ausreichenden ohlfahrt statteten über die 1 des Ari allüberall sich gegen-