Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1927
- Issue
- Nr. 5 - Mai
- Date
- 1927-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Ausgestaltung dieser Nordhäuser Judenverbrennung, gefunden in einer alten VCjqrmser Tefilla, schildert rührend die Glaubensstärke undj den Heroismus, mit dem die Nordhäuser Juden in de^ Tod gingen. Bald darauf aber sind Juden wieder ' nacjh Nordhausen gekommen. Ihr Schicksal war Verfolgung und immer ärgere Einschränkung ihrer Rechte. Einen dramatischen Höhepunkt der Geschichte der fyordhäuser Juden bilden die Kämpfe Joachim F e r bie rs, eines Mannes, den die Chronisten den »Schandjuden« nennen, der aber sicherlich ein Mann von ßefvorragendem Mute und grolßer Standhaftigkeit war und den der Verfasser als einen; Kämpfer ums Recht mit dem -KleisPschen Michael KohJbaas vergleicht. Joachim Perbers Fehde mit dem Rate der Stadt Nordhausen hatte zur Folge, daß Kaiser Karl V. im Jahre 1551 ein Privilegium' gegen die Juden« erließ, welches eines der interessantesten. Dokumente judengegnerischer Politik .darstellt. Ganz besonders eingehend beschäftigt sich der Verfasser mit der Geschjefite der Anfang des neunzehnten Jahrhunderts neu gegründeten jüdischen Gemeinde. Auch das Leben und Wirken Jacob Plauts, des großen Philanthropen, dejr in Nordhausen lebte und dessen Namen die Nordhäuser Loge führt, ist gewürdigt; ein vorzügliches Bildnis von ihm ist beigefügt. Allen Freunden jüdischer Geschichte, allen, die sich für die alte freie Reichsstadt Nordhausen oder die sich .für die viClhundertjährfgen, buntbewegten Schicksale einer kleinen Judengemeinde interessieren, sei das Buch empfohlen. - I * . - Das Aprilheft derlMonatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des .Judentums bringt einen Sammel- . bericht über die bibelwissenschaftliche Literatur von Max Weitere Berichte über die Literatur?u einwerden für die nächsten Hefte M a y b a u tn widmet einen sehr klar geschriebenen Aufsatz dem Rabbiner Samuel Fo'rmstecher, einem der erstdn unter den heueren jüdischen Theologen, welche eine philosophische Begründung des' Judentums versuchten. Diese Arbeit erhält ihre Ergänzung durch ..die sehr lebensvolle Schilderung^ welche im gleichen Heft M. Weissberg von den Aposteln der Aufklärung in Galizien entwirft. Ferner führt G. Scho lern seine vielbeachteten Untersuchungen zur Geschichte der Kabbala ■. weiter. Zu den >Textkritischen Bemerkungen« E. Baneth’s im vorigen Jahrgang sind der Monatsschrift manche Einsendungen zugegangeq, die weite Leserkreise interessieren; auch sie gelangen in diesem Hefte mit Aeußerungen Baneth’s zum Abdruck. Der überaus billige Bezugspreis der Monatsschrift, 10.—Mk. für den.fc starke Hefte um- Wiener, zelnen Teilen der Bibel in Aussicht gestellt. I 1 fassenden Laien 1 eir abonniert Förderung und den Gesellsch^ öder an jedem Fft Ui Jüdis i erschienen Famjlienfo die Bdzic Familiengei und sich künden« Farpilient ■ fahrunger, Sitten, gerade j Fortwandle Verfasser Wörter u der verd Friedhöfe die aus ist und s Friedrich Listen die re Fixierung sei heute um ^fzt viele jüdischen 'Zentren m ihrer Bewohner in, die ld Melodien, -n' Prof. Dr. G r enstvolle Erforscher jüdischer zusamme i herigen ’c selbe biel frfarke jii Or. soeben Juden* politischen Regierung i tanen zur verwaltu der Wun« zu emanz vvaf die Wien, fiit Finanziers besprecht! n, Zeitschrift los gelieiei unentbehrl dei Jahrgang, wird, sicherlich fi Anreiz sein, sie -beziehen sie, indem, man. Mitglied der Wissenschaft des Juden^u ährlichen Mindestbeitrag von ft (Postscheckkonto Baul’Veit einen der Vertrauensmänner ft der Monatsschrift äufgezäh r Gesellschaft zur ms in Berlin wird 10.—Mk. an diese Simon, Berlin 7030) sendet, welche in t sind.-"- ‘ : In dem soeben che Familien-Forschi(ng. en Märzheft dbr »Mitteilurlgen für jüdische rschung« beleuchtet der Studii nrat Dr,.S. B I a c hhungen zwischen jüdischer schichte. ergänzen; das -Du’ sollstgilt hicht nur für .religiöse adition im Sinne von .Erleb Volkskunde, und' Beide könnten v ineinander - lernen :s Deinem Sohne Vorschriften, und bnissen und Er- sondern auch für allerlei Gebräuche und Volkse berichtet über jüdischen'Hain rat, Spiele,'Sprich- Bö bringt eine Darstellung’sein^r. eigenen Familie, 1562 nachweislich Öhmen stammend,’dort bereit ch nach Ungarn und' WJert aisgebreitet hat, Werva c h, Potsdam, stellt a jf Grund amtlicher 27S jüdischen Einwohner der Stadt Frankfurt a.O. die t $12 festen Nameir1 annahmen.* Ihre bis nd ihre neuen Namen.’^verder et uns L. H o r-w i t z, Kassel, c ische-Gemeinde in Kömgsber; i. ’Pr. G.elehrte wie für zp, wollen. Man i.o dringlicher, als frschwinden durch Großstadt. Der o 11 e in Bresläi1, .Gotteshäuser und angeführt. Das- Fijr. die 7-14 Seelen Erwin M. Df^ifuß, Berlin,-gibt erschienenen .Buchds »Die Fimilicnnamen der ind zwar das besonders Interessante über aie Gründe, aus denen heraus en .vor etwa. ,MK) Jahren ihre jüdischen. Unter- Annahme fester Namen nötigt :n. Nicht sowohl n^stechnische Gründe als vteTrt e ch, die Juden möglichst ras« h und vollständig pieren, d h. den auderervBürgern anzugleicben, eigentliche Triebfeder. — Mix Gcuhwald, rt seine Darstellung der Deszendenz des Wiener ein Kapitel seines m folgen Biicher- Sücliblatt. Die Simson Wertheimer fort,, dt n* F gen und das .stark benützt! ** ■ t wird allen Mitgliedern der Gi Seilschaft kostenrt und ist allen jüdischen '■* ' ■■ V: *'■' Ans den Verbände der Franenuerelnisinsen der U.O.B.E. Losen. Artikai und Bericht» muß dam Barbanda tlthen untßr Barantwortung trnr Radaktion dar Monatsbarichta dar ßroaatogai Manuakripta für Einaantiungan, dia untar diaaar Rubrik aräehainan aeman, »ardan jadoch zuvor an qta-Adraas* von I. Frau Anna Lawjr, Stattin, EHaabathatr. 10, arbatan. Zwei Jahre jüdische Hausgehilfinnen-Schule. Familienforfchern ‘ft k h; U Von Edith Lach mann. Man sprach und las in den letzten Jahren Mädchen. Zwingende Gründe sehr viel von der dringenden Notwendigkeit Wirkt: Die Einstellung der Mädchfei hauswirtschaftlicher Ausbildung der jüdischen Wart und auch die wirtschaftliche — Sitten dies bet;n der Gegenn Verhältnisse