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Der Orden Bne Briss · 1927-04-01 · Nr. 4 - April · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 4 - April
Date
1927-04-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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eeds (England), Everett (Washington), Panama liiy, Landact (Pfalz), Santa Barbara (Californien), odz (Polen). An demselben Abend tagen1 die .ogen in Santa Barbara und in Lodz — ihre Mitglieder stehen religiös auf entgegengesetztem Standpunkt und sprechen verschiedene Sprachen,, jnd doch leben in ihnlen dieselben Ideale, upd dieselben Formen Schließen die Brüder B. B. zu einem einigen Bunde zusammen. Mit der 25-Millicjnenspende, welche die amerikanische Christenheit für die notleidenden Ostjuden aufbringen will, hat der Orden B. B. nichts zu tun. Dennoch registriert unser Otdens- >rgan die großartige Werbeversanynlung, bei welcher Tausende von Christen und Juden in der St- Johannes-Kathedrale in New York den Reden des Generals Pershing, des Bischofs •and Louis Marsh a 11 s lauschten; die Orgel spielte das Kol Nidre, „ * Wenn auch unsef Orden der ungeheuren eligiösen Verwahrlosung innerhalb der amerikanischen Judenheit nunmehr nachdrücklichst zu steuern trachtet, leiht er dennoch dem Wieder-' •mfbau Palästinas seine ideelle und materielle Jntersrtützung. Die Ordenszeitung druckt eine teußerung.;ab, die * Professor W e i z m a n n soeben in Boston vo|r Zionisten und Nicht- ’iohisten getan hat: »lieh glaube zu der Erkläung berechtigt zu sein, daß wir trotz aller Meinungsverschiedenheiten und trotz aller ange-, ammelten Verbitterung denfioch Frieden, Einheit nd Mitarbeit finden werden, aber wir sind auch lesamt für dies Aufbauwerk verantwortlich.« r las den Brief eines (nichtzionistischen) New 'orker Amtsrichters, Irving Lehmann, vor n dem es heißt: »Es scheint mir eine Tragödie u sein, daß wir amerikanischen Juden, die wir idisch empfinden und denken, die wir uns nserer Pflichten bewußt sind, unsere reichen vräfte und Mittel einzusetzen, um unsere jüdischen leale zu fördern und zu bewahren, und daß wir inseren weniger glücklichen Brüdern *in anderen ändern helfen, — mir erscheint es als eine Traödie, daß wir uns untereinander zanken, wie vo und wann wir geben sollen. Niemand darf bseits stehen, wenn seine Hilfe erforderlich ist. Wir müssen Frieden haben. Wir brauchen wirk, uche, ehrliche Mitarbeit,| damit eine derartige Hilfe mch wirksam sei!< ' Vor den Toren von Jerusalem hat die Ordenseiturig eine Gartenstadt, Motza, gebaut. Die erusalem Loge konnte durch Unterhandlungen mit den deutschen Logcn^den Ankauf von Orund and Boden finanzieren aufenthalt der jüdischen Bürger Jerusalems, versorgt die heilige Stadt mit Lebensmitteln zu billigen Preisen. Am erfreulichsfen aber ist die Tatsache, daß hier Juden und Araber in Eintracht miteinander leben. Fremde, die das Land besuchen, sind erstaunt, was jüdischer Fleiß aus dem'öden Heideland, das den Römern als- Kasernenstadt diente, gemacht hat; hatten doch schön Strabo und andere Geographen des AlteitumjS das Qelände um Jerusalem für ungeeignet zu menschlichen Ansicdlungen erklärt! . 1 Wie in Amerika, so gehen, ayph in England die Logen B .B. mit den ziönistischen Verbänden Hand in Hand. In Leeds z, B. widmeten Loge und Ortsgruppe den Ertrag eines' gemeinsam veranstalteten Wohltätigkertsfestesj dem Aufbauwerk im Heiligen Lande. Auch sönst hören wir über die Arbeiten der englische n Lögen viel Gutes. Keihe Angelegenheit jüdischer Nächstenliebe, die nicht in England ihren Widerhall findet! Die Loge einer Festlichkeit Manchester zugunsten'- Motza, dieser Sommerin Liverpool führte den Reingewinn dem * Hospita baufonds zu. plant eine großartige Hilfsaktion der notleidenden Jaden - in, Polen und der Ukraine. Die'London Loge spendete für die Glaubensgenossen in Polen 300 Pfund. Dieselbe Löge hat die Initiative zur Errichtung eines alle jüdischen Institutionen 4er. Riesenstadt aufzünehmenden Gemeindehauses ergriffen: Auch in England ist der vcin dem neuen »Ziel-Erweiteryngs-Komitee«- vertretene Gedanke auf fruchtbaren Boden gefallen. Die Gioßloge für Großbritannien und Irland jeschloß, eine Reihe von Vorträgen im ganzen Inselreiche zu veranstalten, um den Mitbürgern eipe richtige Auffassung von Juden und Judentum zu ermöglichen. Ebenso wird die LondonjLoge —. nach dem Vorbilde der Hillelstiftung 4die jüdische Studentenschaft für die Mitarbeit arj den religiösen und kulturellen Aufgaben der Ju ienheit zu gewinnen suchen. Bei der nämlichen Großlogentagung wurde der Plan einer Ik B.-Osterfahrt nach Palästina, an der auch Nichtmitglieder teilnehmen dürfen, diskutiert. (Da von Berlin aus gleichfalls eine Palästinafahrt zu Ostern unternommenwird, sowürdeeinegemeinsameSederfeier viele in- und ausländischen Brüder B.B. in Jerusalem vereinen). Für den Juni dv Js. schlug die englische Großloge eine Zusammenkunft mit den Großlogen des europäischen Festlandes vor. Erfreulich ist schließlich die Mitteilung, daß die Oroßloge Schritte tut zur Belüftung neuer Arbeitsstätten in Newcastle, Sheffield, Southport, Birmingham und Südwäles. — 69

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