Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1927
- Issue
- Nr. 4 - April
- Date
- 1927-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
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;ydie Ziele des Verbandes und hob seine Bedeutung für ’ die Erschließung der jüdischen und deutschen Kulturschätze hervor. Es gelingt dem Verein immer mehr, wirkliche Jugend um sich zu scharen. Diese Jugend' ist sich bewußt, daß wahrhafte Jugend in ständigem Suchen sich äußert und daß mit dem Augenblick der Parteinahme die Jugend dahin ist. Keiner Partei ist es bisher gelungen, eine solche Zahl von jungen Menschen in ihrer Jugendorganisation zu vereinen, wie dies im Verband der jüde/ dischen Jugindversine Deutschlands der Fall ist D|e Verband umfaßt jund 10000 Mitglieder. £ine außdi ordentlich wichtige Aufgabe sieht der Verband in Erhaltung und Wiejieraufrichtung der kleinen Gemeinde Stark ist deH Wille, der Gemeinde zu dienen,'den Gebr satz zwischen Alt und Jung zu überbrücken. Auch , körperliche Ertüchtigung'wird nicht vergessen. Genjiei samkeit zu vornehmlich! tes Zi$l gesetzt hat. di Aus Amerika. LXXII. »B’nai B’rith MagazinS«, Dez. 1926, Januar 1927 Aus den vorliegenden Nummern unseres Ordensorgans ist zu ersehen, daß die Bewegung zur Gewinnung deT studierenden jüdischen Jugend für das Judentum sehr gute'Fortschritte macht. Waren es bis zum Beginn des Winterhalbjahres 1926/27 vier Universitäten, an denen die »Hillelstiftung« sich die religiöse Betreuung der jüdischen Akademiker angelegen sein ließ, haben sich in diesem Winter die Universitäten der Staaten Michigan, Texas, Pennsylvanien, Caltfornien sowie die Washington-Universität in St. Louis (Missouri) und die Universität in Chicago um Gründungen von Ortsgruppen dieser jüngsten Ordensschöpfung bemüht. Die Hilleistiftung an der Universität Michigan ist' als Nr 5 bereits ins Leben getreten. Die Ordensleitungerwartet von diesem ungeahnten Interesse der studierenden Jugend einen gewaltigen Aufschwung des Judentums und zugleich eine Vertiefung des religiösen Lebens innerhalb und außerhalb des Gotteshauses: die jüdische Jugend — sagt unser Ordensorgan — will im Tempel vom Judentum etwas hören, und nicht von unbeliebten Politikern, neuen Romanen, Filmen und anderen Dingen, die mit der Religion nichts zu tun haben. Was das Generalkomitee für die einzelnen Distriktsgroßlogen ist, das bedeutet das Exekutivkom tee für die Konstitutionsgroßloge; diese Exekutive tagt jährlich einmal. In ihrer letzten Sitzung, in Cincirtnati, zu der auch -unserer Exl Ordenspräsident Br. AdolfKrau s aus Chicago herübergekommen war, trug der neue Ordenssekretär Boris D Bogen den Rechenschaftsbericht vor. Demnach ist die Finanzlage des Ordens glänzend: sokonnteder Katastrophenfonds um 33 900 $ auf 72 806 $ erhöht werden! 20 243 § spendeten die amerikanischen Logen für die Versorgung I der europäischen . Kriegs- und Pogromwaisen; hiervon wurden 19 742$ an die ausländischen Distrikte versandt. Das IHilfswerk für die Einwanderer jn Mexiko leistete günstiges. Freilich war im abgelaufenen Jahre die* Zahl der Einwanderer geringer, tind auqh bei diesen handelte es sich nur um Verwandte bereits Eingewanderter. Die vom Orden Unterstützten haben längst Arbeit und Stellung gefunden. In dankbarer Anerkennung der ihnen gewidmeten Fürsorge haben sii durth den Rabbiner Ma r t i n Z i e I o n k a dem >Joint« 100 $ als ersten Beitrag zustellen lassen. t. Mit Befriedigung hörte das Exekutivkomitee den Bericht eines christlichen Geistlichen, John W. Herring, Sekretärs des1 »Gut-Willen-Komitees« <jler Vereinigten. Christuskirchen in Amerika, aiji. Nach diesem hat di£ Verständigung zwischen Juden und Christen gute? Fortschritte gemacht. Allerorten fanden interkonfessionelle Zusammenkünfte statt: in Olivet (Michigan) eine Konferenz der christlichen Geistlichen mit den Rabbinern,i welche über >Wege zum Frieden« diskutierten; die rabbinische Hochschule in Cincinnati und christliche theologische Bildungsinstitute veranstalteten Vorlesungen mit Austauschdozenten; in 31 Städten wurde das »bessere Verstehen«]bei einem Festmahl angebahnt! Zwecks Verbreitung der Zwecke und Ziele dieser vom Orden sehr geförderten Bewegung sind bereits Jugendgruppen gegründet. Mit Vergnügen stellte das Exekutivkomitee die geforderten Mittel zur Fortführung des Verständigungswerkes zur Verfügung. ^benso bewilligte es alle Zuschüsse und Beiträge zur Erhaltung der großartigen Woh tätigkeitsin&titute des Ordens in Amerika.. Um die Logen in engere Verbindung m t ihren Mitgliedern und deren Familien zu'bringen, empfiehlt qer Ordenssekretär, die Logen mögen den Brüdern bei freudigen Anlässen Geschenkt in Gestalt tan Kultusgeräten, Büchern, iBildern etc| überreichen. ) f v | Während des abgelaufenen Jahres traten 36 neue Logen ins Leben, darunter je eine in — 68 — 1