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Der Orden Bne Briss · 1927-03-01 · Nr. 3 - März · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 3 - März
Date
1927-03-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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Jude bleibt ohne Assimilationsvermögsrj? Wollte der Verfasser beweisen, daß der enge Zusammenhang der -festgekitteten Familie hemmend auf das Individuum wirkt, daß Israels Heil in der Flucht des einzelnen aus der Sippe liegt? In jedem Falle ist Simler & Co. ein aus den modernen literarischen Schöpfungen sich mit seinen scharfgeprägten Gestalten und seinen gerade uns interessierenden Problemen stark heraushebendes Werk. — Die wohlgelungene von Paul Amann vorgenpmmene Uebertragung hat Stefan Zweig angeregt. Frau Justizrat Schindler. Press, Jesaia. Geographfa schel Erez Jisrael, Tel- Aviv, Deriv, 1926. VIII u. 304 S. S°. Br. Press, der einen vortrefflichen Führer durch Palästirta verfaßt hat, legt jetzt eine Landeskunde vor. Er spricht über Namen, Grenzen, geographische Lage, geologischen Aufbau, Bodenbeschaffenheit, Klima, Flora, Fauna und Mineralien, Landesbewohner (Herkunft und Lebensformen). Produktion, Handel, Verkehr und Münzwesen, Geschichtliche und kulturelle Entwicklung, Gesetzgebung und Verwaltung, sowie endlich über die verschiedenen Bezirke in geographischer Hinsicht — alles, klar, besonnen und in gut lesbarem Hebräisch. 64 Abbildungen ergänzen die Darstellung. Seltsamerweise fehlt aber eine Karte, die für ein geographisches Buch unentbehrlich sein sollte. Mit ihrer Hilfe wird das Buch als Nachschlagewerk noch bessere Dienste leisten als jetzt. J. Elbogen, Berlin. „ - '■ V '' A. Altmann: Jüdische Welt - und Lebens- Perspektiven. — Aehrpn und Beeren. Preßburg 1927. In einer Reihe von Aufsätzin veröffentlicht der Trierer Oberrabbiner seine Anschauungen über wichtige Fragen des Judentums. Er erweist sich als ein philosophisch durchaus gebildeter Mensch und versteht es, seine stark jüdische Gesinnung mit den modernsten Weltanschauungsgedanken in Einklang zu bringen. Für das Logenleben ' ist besonders die kulturgeschichtliche Betrachtung über den Ordensgedanken interessant. Aber auch die übrigen 3 Aufsätze sowie die kurze Einführung sind durchaus . geeignet, als Themen für Arbeitssitzungen unserer Logen, > namentlich der kleineren, behandelt und erörtert zu werden. Das ist auch empfehlenswert, wenn man nicht mit allen Ausführungen und mit dem religiösen Standpunkt des Verfassers übereinstimmt. ~ Ueber läßt sich ni und der gi die Predigtsammlung Aehren und Beqri ht viel anderes sagen. Auch hier zeigt ijer glaube «starke Redner mit dem jüdischen H«r ^bildete Philosoph. Vielleicht könnte ms einigen Bet achtimgen die straffe Disposition vermi i namentlich in der Predigt I Kap. a) und II Kaf. Auch die ijransscription ist eine merkwürdige Wa W Maohne haben doch i$t auch das Äeußerlichk,« h und »nischtanoh« mit »h«, beide im Hebräischen ein »he , oder warum Tauroh ndr am Schluß, nicht auch nach dem »T* ipi geschrieben, und endlich warum diesephardische Ausspt ai in den Wort :n Haggadah, Menorah und Sabbat, wäll sbnst unser|e aschk’nasische? Nicht ganz einwan e< für das Sch’wa mobile. Aber das ten, die durch den Inhalt der Predig; reichlich auf gewogen werden. Sehr schön sind aucf Gedichte, di: jddes einzelren Festes vorangeschickt werden, am bi vielleicht das) zu Neujahr und Chanuckoh. K a h I b e r g , Halle d Das soeben erschienene Februarheft der -Moral schrift für Geschichte und Wissenschaft« widme' der Erinnerung Spinozas anläßlich der 250. Wi<' Völker hin. über jlie ne dep Häskala der Objektiv sammenstoß schildert, eine Reihe der Stimmung ängepaßt, den Betrachtu t; en sich zen n ir sen, d. rin: orte wird h che rem, jtl'i. sin ler d. Igti Ste kehr seines Todestages 4einen Aufsatz über den S(j>in^ mus in der Philosophie der Gegenwart nebst e Bericht über neuere Spinoza-Literatur von A. Lewko B. Heller w :ist in seinem Bericht zur jüdischen. künde auf au lerordentlicH interessante Parallelen zwii jüdischen Sagen und Erzählungen und denen ^ndi Gleichzeitig beginnt eine größere Aufsatz! thebräische Aufklärungsliteratur in Oali von Professdr. M. Weißberg, einem greisen poltii Oelehrten, d :r mit der Lebendigkeit des unmittelbar Kämpfen berührten Mitstreiters, zuglejcf tät des Historikers diesen wichtigen les Ostjudentums mit der modernen Funsinnig und treffend weiß Lotte Bars t euer Erscheinungen aus dem Gebiete schönen Liter itur zu kennzeichnen. Neben diesen gemeinverständlicher Aufsätzen enthält das Heft eine j I streng wisset schaftlicher Beiträge aus der Feder A. Schwarz, H. Biody, J. Krengel und anderen fühjei Cjplehrten. E ie nächsten Hefte werden u. a. die fuhrung der \ /eißbergschen Aufsätze bringen, sowi Reihe von Sa nmelbesprechungen zur Bibelwissens Mystik und Geschichte. W< i de: zi' inetr viu en t. erer i eihe en sfchen vot: mit Zultu> dtak der Sa gi s :het li; ii Kl Gesellschaft zur Förderung der Mittwdch, den .23. Februar, fand im Saale des Brüdervereins zu Berlin die stark besuchte Hauptversammlung der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, E. V. statt. Der Vorsitzende, Herr Professor Pr. M. S o b e r n h e i m, gedachte eingangs der 250. Wiederkehr des Todestages'Baruch Spinozas und erstattete sodann den Geschäftsbericht. Die Gesellschaft hat während des letzten Jahres die Schrift von- Rabbiner Dr. Lewin-Breslau: Die Landessynode der großpolnischen . Judenheit in ihrer geschichtlichen Entwickelung veröffentlicht, und von den Werken: Cohen Wissenschaft des Judentums E. V. »Dije Religion der Vernunft aus den Quellen des Jeden tums«, Kraust: »Talmudisbhe Archäologie«, Phili^pson Neueste Gesc lichte des jüdischen Volkes«, Band IlJ iteh die Herausgabe der zweiten Auflage unmittelbar |>:voi Auch die Fortsetzung der Germania Judaica söJJ wäjhreni des Jahres 1927 in Druck gegeben werden. ' Im Anschuß an die geschäftlichen Verhandlungei hielt Herr Rabbiner Dr. Kober aus Köln a. Rh. irine Vortrag über Grabstätten in geschichtlichen 50 - das Thema: Von den ältesten jüdische Deutschland,'ihrer archäologischen und Bedeutung. .;

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