Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1927
- Issue
- Nr. 3 - März
- Date
- 1927-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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wir das Leid anderer lindern, daß wir andere erfreuen, die sittliche Kraft gewinnen, den Kämpfen des ij^bens, derrt Walten des Schicksals gewachsen zu sein. Möge uns die Erinnerung an Beethcflft, wie 1 schon eingangs angedeutet, ein Ansporn sein, diese unsere ernsten Pfjich füllen; nur werfn dieser Geist in lebendig bleibt, haben wir ein Ri den unsrigen, uns selbst das zu nennen. en stets zu erunserem Orden fcbt, Beethoven N^olk Beethovens k l i Die Zentral-Wohlfahrtsstelle der deutschen Die jüdische Wohlfahrtspflege t hat in den letzten JaTirzehnten eine grundlegende Umstellung erfahren, indem auch in ihr sich der Gedanke der Zusammenfassung der zahlreichen auf sozialem Gebiete tätigen Kräfte immer mehr Bahn gebrochen hat. Vor dem Kriege war dieser Gedanke nur in wenigen Großgemeinden verwirklicht, trotzdem diejenigen, die in der jüdischen Wohlfahrtspflege praktisch uhd theoretisch arbeiteten, schon längst aufs eifrigste für seine Verwirklichung eintraten, um das Nebeneinanderarbeiten der jüdischen Wohlfahrtseinrichtungen zu verhindern. Erst der Krieg mit den großen Anforderungen an die soziale Hilfstätigkeit'bewies zwingend die Notwendigkeit des Zusammenschlusses, die Schaffung, einer Zentrale.! Am 30. April sind es zehn Jahre, seitdem in einer Hauptversammlung des Verbandes für jüdische Wohlfahrtspflege in Berlin nach einem Vertrage des damaligen Magistralsassessors Dr. Ollendorff, Breslau, über »Wege und Ziele jüdiicher Wohlfahtspflege« beschlossen wurde, die Zentralisation ins Werk zu setzen, und wenige Monate später, am .-0. September, wurde unter dem Vorsitz von Br. Eugen Caspary von dem D. J. O. B., der Großloge für Deutschland und dem jüdischen Frauenbund die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden gegründet. Die neue Organisation bezweckte, unter Ausschluß aller Erwerbsinteressen und politischen Ziele die gesamte jüdische Wohlfahrtspflege in Deutschland einheitlich zu gestalten, insbesondere die örtlichen jüdischen Wohlfahrtsvereinigungen, Stiftungen und sozialen Einrichtungen unter Wahrung ihrer satzungsgemäßen Aufgaben in Provinzialbezw. Landesvereinigungen zusammeteufassen, sie in ihrer Entwicklung und ihrem Zusammenschluß zu Zweckverbänden zu unterstützen. Diesen Zweck sucht sie insbesondere zu erreichen durch die Regelung des Verkehrs zwischen den Verbänden" und der Zentralstelle, ihre Vertretung im Verkehr mit den Behörden und den Einrichtungen der allgemeinen Wohlfahrtspflege, Schaffung eines Nachrichtenblattes, Einrichtung Juden. eines Archivs, einer Auskunfts- und Beratungstelle., sowie Anlegung zur Errichtung neuer Stiftungen und Anstalten, Einb sammenkünften zur Besprechurj^ legende Fragen der jüdischen Einrichtungen, fung von Zuübet grundohlfahrtspflege, Veranstaltung von Lehrgängen tjfsw. AuefAhronHa r/v\mö ' ui/krAn<< n«/ Ausführende Orgäne waren herigen Satzungen Mitglied^rver waltungsrat, Vorstand. Dem Te ueren steht ein Arbeitsausschuß Geschäfte führt. zur Seite, der Den Vorsitzim nach den bissiammlung, Verdie laufenden Vorstand führte — 37 -£!■) und Arbeitshaftsführer fun- 'i bis zum Jahre 1920 .der Ehrengroßpräsident Br. Timendorfer, im Verwaliungsrt ausschuß Br. Caspary, als Gesch gierte Br. Dr. Segall. . . i, . Es ist erklärlich, daß,-in eihiöif) Zeitraum von 10 Jahrerr nicht alle Hofhturfgen die man an die Errichtung der Z. W. St. geknöpft hatte, sich erfüllt haben, galt es doch, eine fülle von Widerständen zu überwinden, um ajle in. der Wohlfahrtspflege Tätigen von der Notwendigkeit der Zentralisation zu überzeugen und galt es doch, nicht nur im Inneren eine feste Organisation zu schaffen, Anstalten, Institutionen, Vereinen über ihre Finanznöte hinwegzuhelfeb sondern auch die jüdische Wohlfahrtspflege aus ihrer Isolierung zu befreien und sie. in immer engeren Kontakt mit der freien und amtlichen y/ohlfahrtsarbeit zu bringen. Trotz der energischen, zielbewußten Arbeit des bisherigen Vorsitzenden Br‘. Eugen Caspary. und des unermüdlichen,: kenntnisreichen Geschäftsführers Br.- Dr. Segall und vieler, die in der Zentrale und vor allem im Lande ihnen helfend und ratend zur Seite '$ fanden, -ist die Organisation im Inneren zwar wöt vorgeschritten, aber noch nicht so festgefügt, wi das der Aufbau der modernen Wohlfahrtspflege erfordert, Provinzial- und Landesverbände sind noch nicht überall voll entwickelt, das Zusammenarbeiten von ehrenamtlicher und > beruflicher Arbeit ist