Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1927
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1927-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Josua Friedländer, Berlin, schreibt über »Der 'ame Fallt bei den Juden in Märkisch-Friedlind«. 'i- - *' , ■' A. Odt. - Palästinensische Kleinkunst von A. Reifenberg, Berlin W. Richard Ca|i Schmidt & Co. 1Q27 (135 S., ,,azu Vorwort und Inhaltsverzeichnis), ist als 31. Band •ler Bibliothek für Kunst- und Antiquitäten - Sammler rschienen. \ ’ * daß die Angaben der Zeit fehlen, in der die einzelnen Predigten gehalten wurden. Wenn auch die Outtinannsehen Predigten weit über die Zeitgebundenheit hinaus ihren Wert behalten werden, sp würden sie doch durch die Zeitangaben dem tieferen Verständnis der Leser näher gebracht worden sein. »- . "*;■ Weite jüdische Kreise werden dein Herausgeber für seine wertvolle ijabfc Dank wissen. ' 1 ÄYfxed Marcus. Bei dem großen Interesse für Palästina und dem Wunsche, das Land in jeder Beziehung gründlich kennen zu lernen, ist die Herausgabe eines Abrisses warm zu begrüßen. Im ersten Kapitel schildert der Verfasser die Stellung Palästinas und seine Beziehungen zu den anderen Ländern des Vorderen Orients, und beschreibt dann die Kunstgegenstände in der Keramik, die Cirabkisten, die Glyptik (Kameen und Gemmen), die Erzeugnisse aus Glas, Mefällarbeiten und Schmuck, Mfinzen und Plastik Die Gegenstände, die er darstellt, sind nicht etwa insgesamt in Palästina gemacht, -sondern zum großen Tleil Importwaren und gehören dem, Kreise der babylonischen,, hethitischen, ägyptischen, griechischen, römischen und byzantinischen Kunst an. Immerhin sind manche für Palästina charakteristische Stücke darunter. : Es ist dem Verleger gelungen, uns ein gutes Bild der künstlerischen Kultur in Palästina zu geben. Interessant ist auch dfis Kapitel über die Fälschungen. Der Beschreibung der Museen ist zu wenig Raum gewidmet. Sehr nützlich ist die Zeittafel am Schluß. Es ist hier nicht der. Ort, im einzelnen auf den Inhalt dieses Buches näher einzugehen, doch ganz allgemein kann es den zahlreichen Lesern, die sich für Palästina interessieren, empfohlen werden. Prof. Söbernheim.' Jacob Guttmann: Fest- und Sabbathpredigten. Herausgegeben von Prof. Julius Outtmann. Verlag J. Kauffmann, Frankfurt a. M. 1926. Eine Oabe der. Pietät, die der Sohn seiner Mutter zu ihrem siebzigsten Geburtstag, die er aber auch der Breslauer Gemeinde, in der Jacob Guttmann segensvoll gewirkt, und die er der jüdischen Gesamtheit' darbringt. Eine Sammlung von Predigten, die. sämtlich durchdrungen sind von tiefstem, religiösem Geist, von dem heißen Sehnen nach Wahrheit, von höchstem sittlichen Emst Sowohl die Festals auch die Sabbathpredigten sind sämtlich Auseinandersetzungen mit den geistigen, sozialen, religiösen Problemen der Zeit; sie beleuchten die Stellung des Judentums und seines Schrifttums zu den modernen Fragen und schaffen die Synthese von Judentum und edelstem Menschentum. In glänzender Diktion und mit rückhaltloser Offenheit behandelt duttmann auf der Kantel alle Fragen des menschlichen Geistes; er geißelt mit offenem Wort die Schäden der Zeit innerhalb und außerhalb -für jüdischen Kreise. Guttmann ist der Künder eines Judentums auf historischer Grundlage; er erkenqt auch eine Entwickelung der jüdischen Religion an; aber-n^r, wenn sie aus der Gesamtheit heraus sich vollzieht. Ajus seinen Predigten leuchtet eine bedeutende, hochgebildete, von starkem jüdischen Oeiste beseelte Persönlichkeit, deren Worte den tiefsten Eindruckbei seine'n Hörejrn hinterlassen haben müssen, und die auch'von nachhaltiger Wirkung auf die Leser sein werden. Wenn auch fein Wort der Kritik gestattet ist, so möchte ich meinem Bedauern darüber Ausdruck geben, Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft! > des Judentums. In dem soeben erschienenen'Dezemberheft der /Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums nimmt Professor Scheftetowitz das Schluß- . wort zu der Frage, ob das Judentum Dogmen besitzt. Er beantwortet sie dahin, daß die Grundlehren des Judentums als Dogmen, aber nicht im christlichen Sinne des Wortes, zu bezeichnen sind, Gleichzeitig eröffnet Rabbiner Dr. Ooldmann eme Aussprache über die Frage nach dem Sinni-dieser dogmatischen Gtundlehren und ihrem Verhältnis - zu einander. Das. eigentlichejüdische Dogma ist nach ihm die Lehre von der »Göttlichkeit der Thora« irf dem genauer von ihm erläuterten Sinne, als Wurzel eines Systems, das einheitlich alle Leberisbezie- ■ hungen erklärt und regelt, und das Wesen des Gottes Israels, das Wesen des jüdischen Manschen, das Wesen jüdischer Gemeinschaft, die Form 'jüßjschen Lebens sowie die Stellung des Judentums und seiner' Träger ' in der Menschheit bestimmt. Ferner schildert £, Baron auf Grund unveröffentlichter Urkunden die Bestrebungen, bei den Verhandlungen des Wiener Kongresses die Gleichstellung* der Juden durdizusetzen. Wie jedes, He/t der-Monatsschrift, so enthält auch dieses eine Uebersicht über neue Forschungen auf einem wichtigen' Gebiete jüdischer Wissenschaft; diesmal gibt Professor Bernhard Heller einen Bericht über bedeutende' Erscheinungen auf dem . Gebiet der Midraschfoischung. ,t ' Die israelitische Kultusgemeinde Nürnberg 1874-1924 von Dr. Max Freudenfltal, Rabbiner, J. Balka. Verlag. Nürnberg 1925. , , . So lautet der Titel des 172 Seiten starken Buches, das der verdienstvolle geistliche Führer der Gemeinde zum fünfzigjährigen Jubiläum der Synagoge verfaßt .hät. Er schildert darin die Amtszeit seiner beiden Vorgähger und die Zeit seiner eigenen amtlichen Tätigkeit, . die Zeit des Aufbaus und der Festignng und d$r Weiterentwicklung der.Gemeinde: Im Jahre 1874 zählte die Gemeinde 521 Familien mit 2318 Seelen, im Jahre l922_wär sie auf 2868 Familien mit9280Seelen gewachsen. In 10 Kapitein wird behandelt: der Gottesdienst, das Unterrichtswesen, der Friedhof, die Verwaltung, das Rabbinat, der Verein Adas Israel, die Mitarbeit an der jüdischen Oesamtheit, das Leben in der Gemeinde, der Anteil der Oemeinde am öffentlichen Lebeh. Die fesselnde Darstellung hält ‘den Leser von der ersten bis zur letzten Zeile im Banne, und wenn es schon für die Mitglieder .der israelitischen Kutfusgemeinde Nürnberg ein erhebendes Gefühl sein mag, einfer so großem Gemeinde mit solch'vorbildlichen Anstalten und Einrichtungen, mit einer so musterhaften Führung und Leitung und Verwaltung anzugehören, so darf das ganze deutsche Judentum auf diese Oroß- 17