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Der Orden Bne Briss · 1927-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1927-01-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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der Bibliothek eine große Sendung von Büchern — etwa 10 000 Bände und eben so viel kleine Schriften, Broschüren eic. —!zugegangen ist Aus Amerika. Eine umfassende Sendung ist'äus Wien abgegangen, weiterhin ist* von Einzelpersonen reichliche Zuführung von Werken erfolgt. (»B’nai B’rith Magazine», Okt. u. Nov. 1926.) Die vorliegenden Nummern unseres Ordens organs, des »B’nai B’rith Magazine«, beschäftigen sich mit einer verheißungsvollen Aufgabe, für welche die sieben amerikanischen Distrikte ihre Kräfte einsetzen: der Orden — und demgemäß die Einzellogen — sollen ihre Ziele weiter stecken^ als sich bloß auf Werke jüdischer Nächstenliebe beschränken, d. h ihre Wirksamkeit auch auf die Qemeinden und zugleich — im Verein mit^ der »Abwehrliga«, die dem Exekutivkomitee untersteht — durch Verbreitung von Kenntnissen über Juden und Judentum sogar auf die Andersgläubigen ausdehnen. 7 Am 29. und 30. August v. J. hatten sichj, die Führer der sieben Distrikte zu Chicago ver sammelt und hier ein großartiges festgestellt, das nach seiner einen geradezu begeisterten gesamten amerikanischen Jucjenheit Laute dieses Winters wird d allen Logen der Union und beraten 'werden. Die erste dies »Ziel-Erweiterungs-Komitde« an die Oiffent lichkeit tritt, ist ein »B’n ai B’H t h - Tas chen - buch«, eine kurzgefaßte Enzyklopädie des gesamten jüdischen Wissend, 'welches jedem Mitgliede einer amerikanischen Loge B. B. kostenfrei übermittelt wird; die Luxusausgabe wird mif 50 Cts. berechnet. Das j Buch soll jeden Leser befähigen,' nicht nur sich selber schnell über ein Thema zu unterrichtjen, sondern auch den Nichtjuden über das Weseh und die Formen des Judentums aufzuklären. '! Herausgeber ist Prof. Samuel S. Cohen, Dozent an der jüdischen Hochschule in Cincinnati. Das »£'el-Erweiterungs-Komitee« — hoffentlich wird bald eine bessere Uebersetzung für »Wider Scope Committee« gefunden! — iäßt sich auch die in allen Logen (hicht bloß in den amerikanischen!) dringend gewünschte Hebung des Logenbesuches angelegen sein, indem es nach amerikanischer Art die Logen, die in einem XXL l Programm Veröffentlichung Widerhall in dfer fand. Im es Programm in in , Kanada durch- Leistung, mit der Monat den stärksten Besuch-aufzuweisen haben, mit Preisen auszeichnet. Ebenso, wird es zu .der »Hillel-Stiftung« und der jugenjdloge »Aleph Zadik Aleph« in innigere Beziehung iretert. Nicht genug: es plant auch die Errichtung einer Gartenstadt im Heiligen Lande, um den Neuankommenden passende Wohngele'genheit? zu ermöglichen,* Zur Erfüllung aller dieser Aufgaben beabsichtigt das heue Komitee, zwei Millionen Dollars aufzubringen. In jedem Distrikt stellen sich die angesehensten Brüder — irri Bereicht der Oroßloge II unser hochw. OrdenspFäsident Br. A1 f red M. Cohen — in den Dienst der hierzu erforderlichen Werbetätigkeit, Sowohl der Präsident als auch der Ordenssekretär Br. Boris D. Bogen bereisen sämtliche Distriktslogen, um die Brüder B. B. für diese neue Aufgabe des Ordens zu erwärmen. Das »Ziel - Erweiterungs - Komitee« richtet sein Augenmerk auf ejne ‘ religiöse Erneuerung der amerikanischen Judenheit, die mit der Gewinnung der Jugend ihren Anfang nehmen soll. Der Orden in Amerika Hat zunächst an den Universitäten der vier Staaten Ohio, Michigan, Illinois und Wisconsin die jüdischen Studierenden durch religiöse Kurse und Gottesdienste für das Judentum zurückzugewinnen gesucht — mit gutem Erfolge! Br. O s c a r Leonard gibt in einem Aufsatz die Aeußerung eines Vaters wieder, der den Segen* der. »JlillelStiftung« — wie diese religiöse Betreuung der studierenden Jugend heißt — aus eigener Anschauung kennt: »Gott segne diejenigen, welche dje Hillölstiftung ins Leben riefen! Ein solches/ Institut ist eine dringende Notwendigkeit. Ich würde gern eine ansehnliche Schenkung machen, wenn an der Universität, wo meine Tochter studiert, auch eine Hillelstiftung wirkte!. Sie heimst allerlei Ehren auf ihrer Hochschule ein, aber sne hat keine Ahnung vom Jüdischen. Wäre eine Hillelstiftung dort, so wäre ich glücklich: Ich wüßte dann, daß meine Tochter unter ihren Stammesgenossen wäre!«

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