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Der Orden Bne Briss · 1927-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1927-01-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Jüngst hat der Ordenspräsident die Hilleistiftung an der Universität des Staates Illinois inspiziert. Hier studieren 560 Männlein und Weiblein; 320 von ihnen besuchten die SabbatgottesdTenste! Irri großen Versammlungssaal, der so geräumig ist, daß eine Oruppe die andere nicht' stört, traf Br. Cohen zunächst den nur aus Studierenden zusammengesetzten Tempelchor, der die Gesänge für den Vormittagsgottesdienst einübte. Eine andere Gruppe hielt den Freitagabend-Gottesdienst nach traditionellem Ritus; Br. Moses Jung leitete ihn. 40-50 Studenten nahmen voller Andacht an diesem Gottesdienst teil. . ' Br. LeonardCohen besuchte gleichfalls die Hillelstiftung in Illinois. Er fand am Sonnabend vormittag trotz ries Unterrichts und der frühen Morgenstunde 2—3 »Mirjanim«. An diesem Sabbat predigte ein Student, und zwar über Jehuda Halevi, wobei er betonte, dieser große Dichter konstruiere einen Gegensatz zwischen Frömmigkeit und Vernunftgläubigkeit. Auch dieser Berichterstatter wohnte dem liberalen Gottesdienste bei, der durch den Chorgesang und die Violinsoli* von Phyilis Feingold eine besondere Weihe erhielt. Der Rabbiner verkündete, daß bei einem allgemeinen Studentengottesdienste ein Student die Predigt, ein anderer die Liturgie übernehmen werde. — Auch der traditionelle Oottesdienst am Freitagabend hat auf Br. Leonard Cohen einen tiefen Eindruck gemacht. Voll Genugtuung stellt Br. Cohen fest, daß von jetzt ab sogar tägliche Gottesdienste stattfinden, zu denen die Studenten immer ihr »Minjan* stellen. Das Erwachen jüdischer Religiosität in Amerika, - wie es diese Hillelstiftung; zeitigt, ist ein Ruhmesblatt in der Geschichte unseres Ordens. Zur Lehre und zum Gottesdienst gesellt sich in Israel irrnfcrdar die Ausübung frommer Werke; und' so hat der Orden in Amerika in den letzten Wochen ein gradezu grandioses Werk der Nächstenliebe seiner Bestimmung zugeführt: dem von den Distriken IV und VII errichteten Tuberkulosen-Hospital in Denver haben die Distrikte II und VI ein ebenbürtiges Lazarett zu einem Kostenaufwand von einer halben Million Dollars angegliedert. ■* — Das Hospital, das Juden und Nichtjuden in gleicher Weise — und zwar völlig unentgeltlich — zur Verfügung steht, wurde 1899 in einem Gebäude für 40 Personen errichtet; 1923 waren es bereits zwölf Gebäude und 185 Patienten. In dem letztgenannten Jahre mußten Hunderte von Aufnahmegesuchen wegen Mangels an Raum die und Mitteln abdelehnt werden. Je länger Patienten warten mußten, desto mehr verschlimlfustand, desto längere Zejt nahm lg in Anspruch. Unser Ordens ausführlichen Bericht über diu jg dieses gewaltigen Heilin$tituts, 5200 Personen ihre Oesundhei die Finanzierung und die Ein weihungsfeierlicl ikeiten, bei denen ein Redner diee Hospital eine Symphonie jüdischen Liebes dienstes« nannte Neben diesem Hospital wirkt in Los Angeles Jüdische Sanatorium* das der die jüdischen Tuberkulöser merte sich ihr ihre Kurbehandli organ gibt einer ipnere Einrichtur das bereits über wiedergab, über B. B. aus ihnen So erfahren wir, das großartige Hilfsverein für unterhält. Ein Aufsatz des Professors für englische Literatur an de- Universität Illinois, Edward Chaundey B a I cl w i n , r preist in begeisterten Worten die: in Amerika sich anbahnende Annäherung zwischen Christentum und Judentum und rühmt die ungeheuren Werte, die das Christentum dem Glauben Israels verdankt. Seitdem diej »B’nai Brith News« sich zum »B. B. Magazine* gewandelt haben, ist das geistige Niveau unseres Ordensorgans höher geworden. Demgemäß werden Logenneuigkeiten nur dann bespro:hen, wenn andere Pflanzstätten Anregungen schöpfen können, daß die Peixotto-Loge in der Salzseestadt (Utah) den Bau eines Gemeindehauses veranlaßt; hat, welches außer der Loge auch den Frauertverein der Loge, den jüdischen Hilfsverein, den Schwestembund des Tempels B’nai Israel,, den Schwesternbund Montefiore, die Religionsschule des genannten Tempels und verschiedene Jugendorganisationen und Klubs umfaßt. | , Bekanntlich {iahen die amerikanischen Logen auch ihre Jugjendvereine; sie tragen den sonderbaren Narrten Aleph Zadik Aleph. Die Jugendloge in j Grand Rapids (Michigan) gibt -jetzt eine Zeitschrift heraus, »Haschomer* betitelt, welche | die gesamte Judenschaft der Stadt zu einer homogenen Oemeinde zusammenfassen wilL Magazin« erfahren wir auch die Logen im Orient, diesmal Aus dem mancherlei über über die .Frauenorganisation der Loge Konstantinopel, wurde 1923 mit zählt sie deren in B’noth B’rith« genannt. Diese 1§. Mitgliedern gegründet, jetzt 80. Durch Vermittlung des Qroßsekretärs defe Distrikts XI, Br. Dr. t Y a k i r Be har, ist dieser Schwesternbund mit der Frauenloge in New York in Beziehung getreten, 14 —

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