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Der Orden Bne Briss · 1927-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1927-01-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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keine Einbuße erlitten. »Ich bin zu alt,« schrieb er mir einmalf- »um neue Freundschaften anzuknüpfen, und freue mich deshalb, die alten pflegen zu können. Vier Jahre, nachdem er Palästina verlassen hatte, fand eine Konvention des Ordens in Cmcinnati statt. Herzberg reiste von Brüssel aus, wo er seit 1891 wohnte, als Delegierter der Palästina-Logen dorthin. Mit Genugtuung berichtete er dort, daß seit seiner Abreise aus Palästina von der Jeruschalajim-Loge neben der Abendschule für Erwachsene zwei weitere Institute errichtet worden waren: 1892 die Bibliothek unter dem Namen Midrasch Abarbanel und die Musterkolonie Mozza bei Jerusalem. Von der Jaffa-Loge wiederum war Ersprießliches über das Wirken des Krankenhauses und die Pflege der Gemeindenvereinigung zu melden. "Herzberg wurde in Cincinnati von Julius Bien und den anderen Delegierten mit großer Begeisterung begrüßt, nicht allein wegen seiner hingebungsvollen Arbeit in Palästina, sondern auch wegen seines denkwürdigen Buches »Jüdische Familienpapiere«, welches durch die englische Lfebersetzung von Pereira Mendes einem größeren englischen Leserkreise bekannt geworden war. »Ein merkwürdiges Buch« nennt es Karpeles, »das jeder Jude lesen und beherrschen sollte, eines der geistreichsten Bücher, die über Juden und Judentum geschrieben worden sind.« Anläßlich seines 70. Geburtstages am 30i Januar 1897 beschloß die Jeruschalajim-Loge, die »Familienpapiere« in hebräischer Sprache herauszugeben. Kein Geringerer als der bekannte hebräische Stilist Michel Pines übernahm die Uebersetzung, die er aber leider nur bis zum achten Kapital fortführen'konnte. Brainin vollendete die vpn Pines begonnene Arbeit. v Siebzig Jahre alt, trug Herzberg sich mit dem' Gedanien, Palästina und seine dortigen Freunde wieder aufzusuchen und, wie er mir schrieb, sich mit ihnen über erzielte Fortschritte aus Herzensgrund zu freuen. Die Palästina-Lagen rüsteten sich, die Nachricht am 27. April dem verehrten Freund und Oründer einen würdig en Empfang zu bereiten. Da traf aus Brüssel ein, daß Herzberg 1897 zu seinen Vätern eingegangen war. Unwillcürlich drängte sich mir bei der Trauerfeier in der Loge die Stelle des Midrasch auf: »Nicht als Beglückwünscher des Bräutigams seid ihr geko nmen, sondern als Trauernde.« David Kmfmann veröffentlichte aus dem Nachlaß Her;:bergs in der Allg. Zeitung des Judentums (4 Juni 1897) einige Fragmente zu den Familienpapieren. Einleitend sagt er: »Die Seelenfängere ist uns ein Greuel, aber jede Seele,’ die in Israel geboren ist, um unsere Fahne zu jscharen, soll ms Sehnsucht und Bedürfnis sein. Dazu aber ist keiner unter uns so gut wie der tote Dichter der Familienpapiere, von dem man dereinst wie vom Erzvater sagen wird, daß er Seelen erworben, Seelen unter uns gebildet und Erschaffen hatj« i Aus dem Büro Rabbiner Dr^ Weiße 70 Jahre alt. Br. Rabbiner Dr. S. Weiße, Berlin, feiert am 20. Januar d. J. seinen 70. Geburtstag. Er amtierte zunächst in Dessau, wo er Mitbegründer und reges Mitglied der Anhalt-Loge war. Seit 1892 gehört er der Berliner Gemeinde an. Auf der Grundlage der Versöhnlichkeit seines Wesens fiat er es verstanden, sich überalLLiebe und Verehrung zu erwerben. Er ist gegen wärtig im Vorstand , der zirka 60 Mitglieder umfassenden Vereinigung Berliner Rabbiner. Wir sprechen ihm zu seinem Ehrentage herzlichste Glückwünsche aus. 1 Wir erhalten folgende Zuschrift: Mainz. Am 19. Dezember 1926 erlebte das Chanukahmärchenspiel »Menora und Tannenfee« von Hauptlehrer S. Katz, Gelsenkirchen, der Großloge. i i das bei dem Vorjährigen Preisausschreiben cjer Rhenusloge, Mtainz, preisgekrönt wurde, vor zahlreichem Publikum seine Uraufführung. Die lebendige, abwechslungsreiche, von Poesie durcjhhauchte Handlung wird getragen von dejm ethischen Gedanken: »Jeder bei seiner Fahnei!« Reizende Tän^e der Elfen und Wichtelmänner brachten in i dl offener Szene einsetzte, lohnte schar. Bibliothek e.V. Die Gesellschaft teilt mit, da|

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