Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1927-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1927-01-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/6727475-6029141-6074733--1334-4867967
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

echt auch in seiner oft drastischen Ausdrucksweise. Früh bereits trat er, 'gegen den Willen seiner Familie, in did" Akademie ein, wo er bald die Aufmerksamkeit Anton v. Werners erregte. Später wurde er einer der ersten und besten Schüler Arthur Kampfs. Fabian war mit allen Fasern seines Herzens Maler. Ein brillanter Zeichner, der den Stift mit unglaublicher Leichtigkeit führte und dem die Aehnlichkeit seiner Objekte niemals Schwierigkeiten bereitete. Hinzu kam ein besonderes Kompositionstaient, das ihm gestattete, lebensgroße FigurenBilder und genrelieder mit Dache sei cholische Flusse um akkordiert Oemälde, der Last h Mühen zu Bilder zeig Teilen der Inselbrücke gebäude u Das bunte der Harmonika begleitend, auf dem les Kahnes sitzt und desseh melan- Weisen von dem träge dahinfließenden 'dem in graue Nebel gehüllten Ufet werden. So in dem anderen großen o die Frau dem Manne beim Schieben Ift, und beide unter den körperlichen < ammenzubrechen drohen. — Andere :n lebendige Ausschnitte aus anderen Großstadt/ In der Gegend der alten ragen Fabrikschlote, düstere Fabrikvor Alter morsche Wohnhäuser auf. Treiben des Weihnachtsmarktes zog r d hafte Darstellungen zu ungezwungen frischen und. stets lebenswahren Gruppen zusammenzu-/ fassen. Am Hafenplatz hatte er jahrelang sein Atelier. Das Leben und Treiben, das er von seinem Fenster aus beobachten konnte, zog ihn besonders an und immer wieder stellte er die Szenen der Schiffer, die auf ihren großen charakteristischen Spreekähneri .schwere Lasten schleppten oder in der Feiertagsstunde auf den kleinen dürftigen Wohnkabinen hockten, dar. Einige Bilder dieser Art werden sicherlich als besonders typische Charakterstücke des Berliner Lebens fortbestehen, so z. B. das Bild mit dem jungen Schifferknaben, der, seine Sehnsuchtsdem Spiel v das Auge des Künstlers ebenso an wie noch in den letzten Lebenswochen das wirre Durcheinander der Gefährte vor dem Anhalter Bahnhöf. Diese letzte große Komposition i^t nicht über eine Skizze I inausgeraten. Aber gerade sie zeigt, wie der Künstler es verstand, das immer großstädtischer werdende Treiben bildhaft und künstlerisch zu fassen. Gerade hier offenbart sich sein großes Kompositionstaient, da das scheinbar unentwirrbare Knäuel von Menschen und Gefähr en sich zu einem rhythmischen Wohlklange des gewaltigen Großstadttempos ordnet Sein feiles Faibenempfinden zeigt sich in — 8 — in‘Licht und Luft, das gerade für

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.