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Der Orden Bne Briss · 1927-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1927-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Tätigkeit kommt kaum etwas Schweizer Juden, 'fast alles Juden anderer Länder, insbesondere lenen aus Deutschland und dem Osten, zugute. Da die Arbeitsgemeinschaft selbst finanzielle Bestimmungeh nicht treffen kann, mußte man sich darauf beschränken, die Förderung der Tuberkulosen Fürsorge durch die Großlogen -uzusagen. Es darf noch erwähnt werden, daß auch neben formalen Dingen die Ritualfrage, und dttl Frage de r Schaf ung der. Ges ch ichteunSeres Orden s besprochen w .irden. Es- ,war' nicht der Zweck Einzelheiten der Beratung anzu- 3llen nur den" starken Gedanken neit wiedergeben-, der das Wesentliche der Tagung war. Die Führung hat auch für das kommende Jahr der .X. Distrikt über- Deutsche Distrikt:-wird bei der nächsten Tagung die Freude haben, die*Arbeftsgemeinschaft iit Berfln, versammelt zu sehen. dieser Zeilen, führen, sie so der Verbunden Eine bedeutende Tat. Fünfundzwanzig Millionen Dollar für die Juden In der New Yorker Kathedrale St. John the divine fand eine Massenversammlung statt, die von dem christlichen Komitee für Aufbauhilfe zugunsten der Juden in Osteuropa einberufen worden war. Die Kathedrale war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Zweck der Versammlung war, durch Schaffung eines Fonds von 25 Millionen Dollar für den jüdischen Wiederaufbau in Osteuropa zu wirken. Den Vorsitz führte Bischof M a n n i n g, Ansprachen hielten u. a. General Pershing, der Befehlshaber der Armee der Vereinigten Staaten im Kriege, der Präsident des föderativen Rates der christlichen Kirchen, Dr. C a d m a n, ein ^Catholik, -und der Präsident des amerikanisch jüdischen Komitees Louis M a r s h a 11 Gjeneral Prrshing lühmte die Vaterlandsliebe der Juden und heit d^r Vereidigten S für defi genau Osteuropas. erklärte ps äls Pflicht der Christenaaten die .gleiche Summe inten Zi^eck aufzubringen, die die Judenschaft der Vereinigten Staaten aufbringen wolle. | Die entsetzliche Notlage der Juden in Ost europa, die als menschenunwürdig zu bezeichnen sei, gejbiete diese Aktion als unabweisliche Pflicht. E$ wird geplant, 50 000 evangelische und katholische Oeistliche' in Amerika zur Durchführung der christlichen 25-Millionen-Aktion zugunsten der osteuropäischen Juden zu organisieren. ' An alle Kirchen Amerikas wurde ein Aufruf erlassen. Eine bedeutsame Erinnerung. Gabriel Riesser und Hugo Pfeuss. Professor Dr. Veit Valentin veröffentlicht m Berliner Tageblatt einen Hinweis auf das im- Philo-Verlag zu Berlin erschienene Werk Fritz Friedländers »Das Leben Oabriel Riessers« und schreibt: »Wir Deutschen sind kein rhetorisches | Volk — und doch ist es geschehen, daß ein Deutscher durch eine Rede zu geschichtlicher j Größe wuchs. Am 21. März 1849 hielt Gabriel Riesser in der Paulskirche seine Kaiserrede, in der schon die Zeitgenossen da^ gewaltigste be- < wunderten, wis in der ersten Deutschen Nationalversammlung gesprochen worden ist. Sogar die englischen Zeitungen, 'die doch die deutsche Revolution von 1848 und 1849 meist skeptisch beurteilten, horchten auf und stellten diesen Redner ihren ersten Staatsmännern gleich. Treitschke hall bereits Gabriel Riesser als vorbildlichen Patrioten geschildert; Geschichtsschreiber aller Richtungen beugten sich vor der Lauterkeit, der Würde, dem priesterjichen Ernste des deutschen Juden.« i . — 5 —

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