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Der Orden Bne Briss · 1927-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1927-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Arbeit in' eine Chanukah-Feier aus, die die an der Tagung teilnehmenden Brüder im Knabenwaisenhaus der Wiener Logen mit einem großen Teil der Waisenkinder und Brüder der Wiener Logen sowie deren Frauen vereinigte. Der Persönlichkeit des verewigten Großpräsidenfen Br. Ehrmann wurde in tiefster Ehrfurcht und dankbarer Treue gedacht. Noch kann von der Arbeitsgemeinschaft nicht gesagt werden, daß sie die nichtamerikanischen Distrikte fest miteinander vereinigt. Bei der Tagung war wohl der Deutsche Distrikt vertreten, Oroßpräs. Popper und Br. Wiesmeyer vertraten den X. Distrikt, die Bbr. Vizegroßpräs. Dr. Kohn und Dr. Schnabel urid Br. Großsekr. Dr. Hecht vertraten den XII. Distrikt, Großpräs. Dr. Ader den Distrikt Xlll, Br. Expräs. Reisner, Konstantinopel, war für den Orientdistrikt anwesend. Mit besonderer Freude erfüllte es uns, daß auch die beiden Schweizer Logen in der Persönlichkeit des Präsidenten der w. Augustin Keller-Loge, Dr. . Rosenstiel, einen Vertreter entsandt hatten, j “Sehr1 bedauert wurde das Fernbleiben des Qroßpräsidenten des Rumänischen Distrikts, des Br. Dr. Niemirower, der durch eine Senatssitzung verhindert war. Der Distrikt Palästina war nicht vertreten. Wir konnten auch einen Vertreter der Holländischen Logen nicht begrüßen. Die neu installierte Großloge des Distrikts Großbritannien und Irland war zwar nicht vertreten, hatte aber durch ein Schreiben zu erkennen gegeben, daß sie an den Arbeiten der Arbeitsgemeinschaft lebhaften Anteil nehmen werde. Als einhellige Ansicht aller Beteiligten wurde betont, daß die Arbeitsgemeinschaft keine Verletzung der Einheitlichkeit des Ordens bedeutet,! daß insbesondere nicht daran gedacht wird, sion in irgend eine gegensätzliche - Stellung zu dem Mutterlande des Ordens, Amerika, zu bringen. In dem Bericht über die bisherige Tätigkeit S cjer Arbeitsgemeinschaft v^ur.de namentlich das ideale Moment der Zusammengehörigkeit der Brüderschaft aller Distrikte her vorgehoben. Wohl kann mit greifbaren Tatsachen in dieser Beziehung riicht aufgewartet werden, aber dies Prinzip ist itn wesentlichen dadurch betont worden, daß allseitig anerkannt ist, daß ein Bruder eines Distrikts, wo immer er auch weile, einen Anspruch äuf gleiche Betreuung habe wie der Bruder der Eignen Loge des Distrikts. — Ueber die Verquickung von geschäftlichen Angelegenheiten mit Logendingen wird nicht bloß im Deutschen Distrikt, sondern auch in andern Distrikten; Generalkomitee unseres Distrikts Sitzung, so hat auch die Arbeitsaller Klarheit die ideale Tendenz und die Notwendigkeit des zt Verquickung von , geschäftlsangelegenheiten zum Ausdruck geklagt. Wie da$ in seiner letzter gemeinschaft mit unseres Ordenfc Fernh*ltens jec liehen mit Ordefi gebracht. I Br. Niemirojwer hatte ein schriftliches Referat darüber erstattej, wie unser Orden in jüdisch politischer uncj jüdisch religiöser Beziehung versöhnend unfd ausgleichend 2wischen j den verschiedenen religiösen und politischen Parteien des Judentums jwirken könne. Es war erhebend, daß alle Anwesenden die in d$n Leitsätzen niedergelegte Gesinnung als Ordensverpflichtung anerkannten, unp . gerade der Vertreter j des VIII. Distrikts durfte darauf hinweisen, wie I sehr man bei uns vop jeher und besonders auch in der Gegenwart eini Aufgabe des Ordens in.dieser ausgleichenden und versöhnenden Tätigkeit sieht. In diesem Zusammenhänge darf auch erwähnt werden, daß Be. Ader ein mit außerordentlicher Sorgfalt ausaearbeitetes Referat vor egte, welches dazu dienen sollte,Streitigkeiten zwischen ' einzelnen Distrjkten unseres Ordens in Europa > oder Logen verschiedener Distrikte oder Brüdern voh Logen solcher Distrikte zu schlichten.! Die Jugendfrage wurde bei der Tagung behandelt, aber nfcht in dem Sinne, daß der Orden um seinen Nachwuchs bange zu sein habe, sondern aus dem Gesichtspunkte heraus, daß die Verbitterung und Verhetzung in der jüdischen Jugend nicht tatenlos mitangesehen werden könne und daß in geistiger Beziehung die jüd. Jugend mit d$m besten zu versehen sei, was geschaffen werden könne, 'i.ehrreich war es, daß man bei dieser Erörterung über die Jugendfrage nicht so {sehr wünschte, daß die Oroßloge nur jüdische Jugendbewegung überparteilicher Art fördert. Man .steht auf dem Standpunkt, daß jede jüdische Jugendbewegung gestützt werden muß, wenn sie nicht etwa zersetzende Tendenzen hat. Alle Betei igten waren sich darüber einig, daß ganz im Sinne unseres Ordens, der den Frieden beton{ eine Jugendbewegung nur dann sich des Schutzes der Logen erfreuen darf, wenn sie völkerversöhnende oder friedensfördernde Tendenzen hat. Auch diej jüdische wirtschaftliche Not war Gegenstand der Verhandlung bei der Tagung. Br. Roseihstielj Zürich, berichtete von den unendlichen Schwierigkeiten, die den Schweizer Logen durch j die Fürsorge für tuberkulös erkrankte Juden bereitet wird. Von all dieser 4

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