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Der Orden Bne Briss · 1926-12-01 · Nr. 12 - Dezember (12.1926) · p. Seite 206

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1926
Issue
Nr. 12 - Dezember (12.1926)
Date
1926-12-01
Page
Seite 206 (sequence 6)
Language
German
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unter deri Konfessionen anzubahnen und aufzubauen. Diesem Ziele wollte er vor allem durcji sein wissenschaftliches Hauptwerk dienen: »Die Sittenlehre des Judentums anderen Bekenntnissen gegenüber* (1867, zweite sehr vermehrte Auflage 1878). Dieses Buch hat auch heute noch nicht seinen Wert verloren, bei seinem Erscheinen war es eine Tat. Mit allem ihm zu Gebot stehenden Wissen weist Grünebaum nach, daß das Judentum von Anbeginn an eine universalistisch gerichtete Religion war und daß die Berufung oder Erwähung Israels nicht die Ausschließung aller anderen Menschen bedeutet. »Nicht nur rückwärts hinsichtlich der Abstammung* — sagt .er einmal — »sind alle Menschen gleichgestellt, sondern auch I für die Zukunft. Das, was unter besonderem Schutze Gottes aus Abrahams Stamm kommen muß, soll für alle Menschen ohne irgend eine Ausnahme sein.*_ So sollen durch Abraham gesegnet werden alle Familien des Erdbodens. Isräels Beruf, »der ihm durch die von seinen Vätern ererbte Erkenntnis Gottes allein unter allen Völkern werden konnte, ist: der Heilsver künder, der Priester zu sein, der die göttliche Botschaft zu allen Völkern zu tragen berufer ist; an dem Heile selbst sollen alle Menschen teilnehmen.* Diese Mission des Judentums ist »noch nicht erfüllt, bis der Tag heranbricht, an welchem Gof als der einzige und sein Name als der einzig erkanpt sein wird auf der ganzen Erde. Unc‘ es wird diese Mission erfüllen, es wird sie um so sicherer erfüllen-, wenn es in seiner äußeren Form, der eigenen Geschichte gemäß, der Ent Wicklung sich nicht verschließt, um den reinen Gottesgedanken und seine tiefen sittlichen Wahrheiten um so ungetrübter hervortreten zu lassen, daß sie zum Allgemeinen Erbteile der Menschheit, zum Segen der ganzen Erde werden«. Als de;n Namen ihres langjährigen geistlichen Führers, als den Namen eines hervorragenden Vorkämpfers des Judentums, als den Namen eines Vertreters und Verbreiters des Logengedankens haben sich die Brüder in Landau für ihre am 21. November installierte Loge den Namfn »Elias Grünebaum« gewählt. 1 I pie Tagungen der Landesverbände im Verbafrd *■' der jüdischen Jugendvereine Deutschlands. ln den letzten Wochen fanden die Tagungen fast’ aller Landesverbände des neutralen Jugend* verbandes - statt. Sie legten davon Zeugnis ab, daß allenthalben der auf der Düsseldorfer Tagung vor einem halben Jaljre reorganisierte Verband sich' durchgesetzt hat, und daß ernster Wille eine Arbeitsfreudigkeit erzeugte, die für die Zukunft das Beste erhoffen läßt. Tagungen fanden statt: ti Bezirksverband Rheinland-Westfalen, „ . -Nordwestdeutschland, Landesverband Pfalz-Saar, „ Baden, Würtfembergischer Landesverband, Hessischer Landesverband, Landesverband Sachsen. Alle Tagungen waren von einem frischen jugendlichen Geist belebt. Es sprachen bei den einzelnen Tagungen: Frl.Sachs-ßochum: »Einführungindas Bibellesen«. Herbert Felsenthal-Düsseldorf: »Die Jugend as Träger der religiösen Erneuerung*. Dr. Jacob-Saarbrücken: »Jugend und Bibel*. Fritz Schwarzschild: »Jüdische Jugendarbeit«. Kurt Bacharach- Kreuznach: »Jüdische Jugendarbeit*.; Rabb. Dr. Lazarus-Wiesbaden: »Die Jugend in der Gemeinde*. Rabb. Dr.' Fuchs-Chemnitz: »Jungjüdischer Aktivismus«. Der Verband bemüht sich, durch persönliche Fühlungnahme die Arbeit der Vereine zu fördern Zu diesem Zwecke haben sich eine Anzahl Vorstandsmitglieder zu Rundreisen zur Verfügung gestellt. Bis jetzt sprachen: A. de Jonge-Hamborn Dr. Heinz Kahn - Elberfeld, Siegfr. Bacharach Hannover, Ernst Hjlzer-Frankfurt, Herb. Felsen thal-Düsseldorf, Rabb. Dr. Schönberger-Aachen Rabb. Dr; Klein-Düsseldorf. — 206

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