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Der Orden Bne Briss · 1926-10-01 · Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1926) · p. Seite 151

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1926
Issue
Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1926)
Date
1926-10-01
Page
Seite 151 (sequence 12)
Language
German
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In den, letzten .Jahren ist'der Maler laim'zu i s Themen zurückgekehrt, zu denen ei sich1 in!• i ersten Periode gefunden hatte'. M luchmal. in Itr nur wiederholend, oft aber von deil ünendj.-ft intensiveren Izdien der nächtlichen ( roßstadt .li frischer und neuyrliger Leistung lief ■uert. . , Alfred Messel. 1 . 1 Es hat «(ich der Sprachgebrauch herausi '••bildet, daß Imin mit dem Fremdwort irehitektiir ein Baut^i •bezeichnet. bei dem der Schaf- _ “ fcMtlc alte Formen, auf dem Papier zu einer äußeren Wirkung verbindet, mit idem deutschen Wort Baukunst dagegen di« eigene (Jt‘- Maltung eines Hauses v aus seiner Bestimmung l Material, dieser liei-. Satic und seine' Mit Hilf] dep Worte die Bedeutung Alfred Messels in kann mau einem kuriliklären; er zen hat siidi uni damit die Zeit von der Architektur zur Baukunst .gelahrt. Dazu halfen ihm ■ as GrundfJefühl künstlerischer Khrlichkeit, ie mit iiienschlicluV A'ahrheit und Klareit identisch ist, und ine feine f;«»istij?keit, de aus einem Gefühl ine kritische Haltung nacht. Als Messel zur Lcitiing der Architekturasse an nie l’nterrichtsanstalt tlcjs Berliner vunstgewerL ar damal.4 unuseums noch ein berufen winde junger Main —, sagte iin der Mihistetr im Sinne der Pap erarchitekir: „Es kominPUins darauf an, daßjdie jungen •> ute eine ■ flotte Zeichentechnik erwerben,“ er Was erlgetan hat, klingt einfach und leicht. Es war sehr schwer.1' lim wieder zum Baiien^zn; kommen, dessen Sinn vergessen war, mußte’, er die alten Bauten ganz neu ansehen, nicht;ailf die , r fertigen Formen, Sondern auf die' Absichten und Mittel dejr Kjustier. Es gehörte ein jahrelanges Studium dazu, da es keine Hilfe,gab, das"er Ln. Verliinduilg ,mit seinem Leliensfreunde Ludwig lloffmanp, dem späteren Berliner Studthnufat,. durrhfiihrte. V Als er reif geworden . war, entstand das efftte ’’ Wertheimhaus, ih,dem zum ersten Male;ein modernes Geschäftshaus rein an» dem Zweck heraus durch- ' geführt wunfe. iEs machte ihn, mH . eidein Schlage berühmt. Aber r er ließ sich, jaiclit feSt-,^ legen. Denn* Alfred Messel war noch etwas ganz anderes, als .('ine UelxTzeirgung, er haBe und fühlte dle'Ünade der Schönheit Wahrhaftig hauch, wai -nur * die selbstverstänuliche Vorliedingung; die auch ein hfoßer-Verstand er-, füllen konnte^ ahär ein Haus sollte atich schön sein, schönin'do’d YerhjUtnissen ,‘unil [schön durch reichen, aber gut verteilten liml"eigen br- . fumlenen , Sohnutck, es sollte repräsentieren, ung gehen, eine solide, eine heimliche, und feierliche, je nach seinem'/^weckv Dazu gehör (‘ Phantasie eines Mannes, der „'Musik - hat jn siel Photo R. Ipiihrkopp, beNin. Alfred Messel. I » eine Stijim eine große Y Messt 1 sein seihst“. Uiul als solchen'ei+weisfn. üppiges Wertheimhaus,* seine jbeliag-. lessei antwortete: „Das ist genau dt essen, was {mein Ziel ist:“ Das is fann. \ s Gegenteil der ganze liehen Wohnhäuser, seine stattlichen Bankten und die neijeh Museen, die er nicht vollenden sollte.'* Fiiil als solcher wirkte er unmittjeHäar mit, seinem feinen Schädel, dem großen Blickitind der hürmoniischen Gebärde'und Rede... ‘"z. — 151 —

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