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Der Orden Bne Briss · 1926-10-01 · Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1926) · p. Seite 150

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1926
Issue
Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1926)
Date
1926-10-01
Page
Seite 150 (sequence 11)
Language
German
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Als er os hätte tun können, war es z|j spät: sein lieben war eingerichtet. der Arbeit iltri* Stimmen bostiimnt. Und es gab immer neue Ziele. Er eroberte sieh das Porträt, für das er bi.« dahin nicht viel übrig hatte. End es kam eine neue Kunst in seinen Horizont, der Impressionjismus. dessen Möglidikeiten ihn lockten. Es entstand ein'Alterswerk, das wohl sein Manneswerk jogiscli fortsetzt, aller nicht in Houtinc. sondern in>neuer'. Art. die alle Kraft erforderte, Diszipliniertes Indien bedeutet nicht Frohn. Im Gegenteil, es schafft Zeit für die Dinge außer der Arbeit. Lie— liermann führte ein reiches und schönes I-el>en als Denker und Schriftsteller. als Kämpfer und Organisator, als Sammler und Genießer und als Mann der Ifa- . milie und Gesellschaft, lind .er führt es mit .voller Kraft fort, jetzt, da bald die Achtziger kommen. — ..Bis hundert Jahre.““ Lesser .Ury. 'S ine impulsive Natur, die von ihren Wünschen und Sehnsüchten die Antriebe erhält, und der Programm und System fremd sind. Das Leben und die Entwicklung, die sich daraus crgelien haben, sind unruhig genug und weichen weit von der Norm ab. Sehr bezeich- Fud an < guter M dtradition diot neuen Anregungen, lie damals -- in den achtziger Jahren — voi P ris ausginge 1, angenommen hatte. Hier ga t ni< ht mehr eii <• Anwendung üblicher Ausdrucksmin-l, sondern 1er getroffene Farbton. Fleck für Fi*rk wurde (lie beobachtete, fein, beobachtetet Farl*' hingesetzt, bis das Bild, ganz frisch und klar, auch in ihm Schatten, dastand. Die Welt, im Freien und im lnnenrauni, wurde neu entdeckt. y o R. Dührkopp, Berlin ioser Arbeit nalm ITry bedeutenden' An-' t *il. Er hrachle nicht iiur die Gaben dazu mit, er brachte aiii-b die Geduld auf, die zu ( iesein Schaff m gehörte, was ihm gewiß nicht leicht fi^l. . Der künstlerische | Erfolg war bedeutend. Die Bilder gehören (jetzt zu denen, die alle palerien haben müssen. Tn jener Zeit der Entdepkungen hatte er einje ganz eigene- und diei schwierigste Domäne; die Großstadt mit ihren interessanten Richtern, damalp noch npcht brutal; sondern vpn feinerem Beiz. Der UnmitteL bare und praktische Erfolg war gclring. Das mag tjie Ungcjduld vermehrt haben nend ist der Zug, daß die Zeit, in der alle anderen ihren Sturm und Drang erleben, l>oi l ry die einzige'ist, in der er sein Temperament gapz fest im Zügel hält, und daß seid Sturm und Drting ib die reifen Mannesjahre fäljt. Mit der konventionellen Malerei, die in seinen Lehrjahren auf deutschen Schulen gelehrt wurde, konnte sich der schon eigensinnige junge Künstler nicht begnügen. Er ging früh naeji dem Gefiih die einem Temperament Art der Arbeil mußte. Ury nervösen nei dieser kommen riff zum Pastell, in dem er mm nicht mehr dio;\yirkliohen Töne im Einzelnen gab, sondern gerade entgegengesetzt die Landschaft in ihrer lyrischen Grundstimm mg. wenige Farlien ins Traumhafte gesteigert. Es war ganz anders iind doch wieder eigen. - I j Uri 1 dann riß es ihn von diesen kleinen Blüti ganz großen Formaten, ins Wandbild- Ohm* die Vorbereitung, die für diesen Stil Jerif zi hafte. notwendig gewesen wäre. So daß das Westen, nach Belgien, das doch schon z(i alter volle Gestalt, gewann. oft starke und die aus ihm erwachsene Vitnon nicht 150

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