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Der Orden Bne Briss · 1926-10-01 · Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1926) · p. Seite 149

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1926
Issue
Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1926)
Date
1926-10-01
Page
Seite 149 (sequence 10)
Language
German
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Kr''lobte und litt mit dem ..ftnlui des alt« 1 . aus dessen Zügen mul Klicken das tr;igiseli< < , leinschicksal spricht, und mit den Frauen c i holländischen Fischer, die in ihrer Kpiisam- I. j| iilicr das räulicrische Meer starrci . •deht, e. Sein Max Liebermann. Sein ganz«*s Wesen ist gespannt. , K .lenkt, spricht, liandelt mit gleicher Scljiär l.clien ist durchaus diszipliniert; nichts, ai ch sein künstlerisches Schaffen dicht, ist der l.aune ülierlassjen oder auch pur Ilern, was die ncisUm Künstler Stimmung nennen. Kr ist dezidiert preußisch, wenn man an den Hrimdzug d( Ijischen Wesens denkt und nicht an Acußeningen. Kr ist nicht immer so gewesen. Kr 'kann mit einer gewissen M'liuiunzelnden Oeniigtuung vbn einer Zeit t sprivhen, in der er, der Kamiliensohn, etwas wie* ein Elegant und Sportsmann war. Aber die Zeit war kurz. i Noch als Jungmann, sobald er nur sein Ziel genommen hatte, nahm er sich in die Zügel. Kr brauchte das.!'io Xatur hatte ihm in großes Talent ge- -••■ben, aller kein leichi«'s. Kr mußte die vunst, zu der er ge- •orrn Aval', erobern, dan sieht nicht selten jijder von seinen Altersenossen, .von denen uan sagt; wie I.icbertann damals.' Aljer es d, nichts nachgekomoi-n. Sie sind schwach. .«•worden, während er in uneiniinllic ier Arbeit i'wnchsen ist, bis hoch-in seine siebziger .lalm •mein. Es gibt kein liesse’res Beispiel atz. daß jvinst.Uharaktcr ist; Kiest is kann' j$(i einem Irrtum führen mein Irrtum geführt." Man hat g •eine Kunst verstandesmäßig ist. Kais :-r | n Yol- Kunst ist nju* verstandesmäßig. Al)|r gerade; W„er sich seihst verwirklichen will, wef nit'ht K linst-, betreiben will, die es schon gibt, sondern, eigdru'S ■ Krlclieii gtAstalten. der’' braucht auch Verstand,.' Zielsicherhbit und Disziplin, lu.dpn gütei) :.alU*n - Zeiten wurde er von einem ,Meister geführt, heute muß er sich seihst führen. 1 Wer scharf sieht, sieht eigen; keine bestehende Kunst kann sein Weltbild decken.-, Liebermann sah nur efnen Meister, der seinem. Wesen’ entsprach:! Menzel. Aber er gehfirte Zti eiiipr neuen (iciicrution, die Farl«“ und Licht stärker (‘inpfand. Die Bilder des jungen Menzel hätten - s prenihm helfen können, aber sie waren damals unter •inzelnc Staub und Schmutz in sei nein Atelipr liegi'aben. |So mußte dr die-Hilfe anderswo suchen, iii Weimar,, in . Paris,. in Holland, zuerät kraftr volle, tieffarixige. Malerei, 'dann ,die KiChtmalerei, die .Israels gefunden hatte. -Ta r ging durch die Schulen, aber er wurde' immer mehr , er selbst. Kenn heben .seiner Malerei war'er ein rastloser Zeichner,, der sich .immer von'-' neuem mib {Ihr Nahirmiseinandersetzte.1. Und da reizt«? ilyn." nichts,. was schon Igesehen war. Kr suchte besonders Bewogubgen.i. die er lernte rnit' Blitzes-- * - - * schnelle zii erfnssers. Und als. cl' seine- Mal-' teelmik eilt wackelt , hat te*, suchte Cr «las Le- . lien d-a. wo ‘es \Var. anders als aiif Bifdevn. voll . eigentüiniich<*i| i FarlM'ii und Liniert, da,„ wo i*s die anderen häßbcli fanden. ’•'-“ ■< So wurde er als „Maler des llaßliX'Jien-'j versehrieeip l’iul (*r kam -in eine. KiViirpWi'jlluiig gegenüber der offiziellen Berliner iKutrst! uiid, ihrem SrhirmheijVn.■ Er iilußti* Berlin vomfAus-' Photo R. DUhrkopp, Berlin. Max Lieber marfn. für den Krkenntjjul hat zu •sagt, daß st.Unsinn. _ 149 — laiul her erobern. Vielleicht war es. gut fiijr ihn, es bewahrte ihn davor, auf Lorbeeren zu rjnlierr.

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