Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1926
- Issue
- Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1926)
- Date
- 1926-10-01
- Page
- Seite 148 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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- Tunis 1× ep/1048155
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Diaspora keineswegs oisdiöpft sind. daß cs jiidihaupt ist. sein- Kataknmlicn in Karthago gegeben hat. ili>‘ lutere? daß . eine Synagoge etwa der' gleichen Zeit in Lösung vit Prienc. eine andere mit-herrlichen Mosaiken in europäisch1 Tunis entdeckt worden ist. so wird dcutlii-h. wie mehr wiri wichti;rdie- (Titersnchun^ dieser Probleme übergewinnen. de niehr die Knnstge.srhidhte lin > auf den Orient richtet und elo t r Kragen sucht, die man h\slur de oi itimg I /u heträchten gewohnt wair, dunltjiidische Kunst an- Hetjo - Jüdische Künstlerköpfe. Von Fritz S t a h 1. Josef Israels. hundertsti Wir sahen in seüncin Atelier im Haag. Der hat. sah e kleinegreise Mann, üiinz gekrümmt. trug älter Test.daß d «lein alten Samtjackett eitle hla|uo Fraueiischiirze, der König die ihm vom Hals his :i Geburtstag Hembrandts mitgefeiert zu den Füßen reicht *. und auf 'dem Kopf eineil vertragenendträunen Strohhut. Alter er war auch so nicht komisch. sondern ehrwürdig und liebenswert.- Kr sprach mit der sanften Stimme mul den runzligen mul wyiehen Händen einer alten Krau, die so vollkommen zii seiner Kunst paßten, zu der Menschenliebe ihres Inhalts und zu dem streii-hehidcn Pinselstrich. der alle Form in eine malerische Gesta interscheln ung auflöste. * Kr sagte, daß er in seinem Alter nur noch ihcbraisch“ lese. so-* weit es sich um ernste Lektüre handle. AI*'*' von seiner Kunst sagte er in dem niederländischen Deutsch, das er hollandscher -Schilderer“ 5t des war. — Photo Rl Dührkopp, Berlin. Josef Israels. sprach: ..Ich hin Ifml (bis sagten ein die Holländer auch, sie .sagten' noch mehr: ..Er ist der-erste holländische Maler, er hat die Tradition Hembrandts wieder aufgenommon. Auch seine Kunstgenüssen’gaben ihm neidlos den ersten Platz. Wer im Jahre ltMHi die - Feste zum dreii - nmsphär den war Malerei. Krschciiijung ist. sondern ein seelisches (Las die tröstet. bringen, — 148 — n erwärmendes Schauspiel. Es stand ■r alte Israels überall voran und uelien ii stehen müsse, ein symbolischen I druck für seine lurig in der Kun Landes. Aller es wenn sich die Sammlung bewege, für den Zweiundae ht?.igjährigen unmöglich, diesen Platz zu w ihren. Dann sorgte der Maler Mesdag, ein Hüpe,' auch weltberühnr t, aus der ulten, großen Piamilie. in deren Bank # i Israels einmal Jährling gewesen war, u nsiohtig dafür, daß d»r aljte Herr, den er so leicht hätte verdrängen können, wieder an seine Stelle kam. Und er repräsentierte. Auch hier war um die un icheinjbare Gestalt die Atmo|- sphäre des ledeutsniucn Mannes. Ein ganzes Volk dankte ihm,'daß er die Malerei wieder®»bracht hatte, die aus der Atseines seingeliebten Landes entstanseine eigentliche Heimatskunst. Diese in der das Licht nicht nur eine optische1 Weesen,1 Menschen, im Dunkel streichelt und Ke ine HcYdmchtung konnte das voll-1 nur ein tiefes Mitleben und Mitleiden, j i