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Der Orden Bne Briss · 1926-08-01 · Nr. 8 - August (8.1926) · p. Seite 120

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1926
Issue
Nr. 8 - August (8.1926)
Date
1926-08-01
Page
Seite 120 (sequence 16)
Language
German
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In allen diesen Verbänden und Körperschaften sind Brüder B. B. hervorragend tätig. Aber auch über besondere Logenangelegenheiten werden wir durch unsere Monatsschrift eingehend unterrichtet. Im Distrikt 6 wurden zwei neue Logen installiert: eine in Alton, eine in Collinsville. Die Logen dieses Distrikts haben einen »Centralrat« errichtet. Die Loge in Detroit (Michigan) hat unter einem Kostenauf wände von ungefähr 125 000 Dollars ein Logenhaus errichtet, welches als Zentrum jüdischen Lebens in der Stadt des Henry Ford gedacht ist. Aji wertvollen Aufsätzen bieten die vorliegenden Nummern: »Oeschichte dir jiddischen Literatur« von Sarah Ooldberg, »Vt ’io die Rothschild^ reich wurden« von Moses .ung, »Die Lage der Juden in Sowjet-Rußland« vjii Wendroff, »Der IOrden B. B. in Mexiko« vdii Rabbiner Zielonka, »Jüdisches Dorfleben i n Ungarn», »Sigmund Freud«, »Meine Fahrt nacli Amerika vom prdenssekretär Boris D, Bogen etc. Br. Eugen Montefiore-Logje Bücherschall. Eine neue Enzyklopädie des Judentums. Als im Jahre 190f der erste Band der JewisK Encyclopedia in New York erschienen war, begrüßten wir Juden in Deutschland ihn mit großer Freude, aber auch zugleich* mit schmerzlichem Gefühle. Es schmerzte uns, daß Deutschland, die Wiege der neu begründeten jüd. Wissenschaft, zur Schaffung eines solch bedeutsamen Werkes nicht die nötige Energie aufzubringeri vermochte, obgleich die fde'e hierzu v in jüdischen Gelehrten in Deutschland ausgegangen waj-, Es sei nur auf die Namen Steindschneider, Cassel, Ludwig Phi ippson und Heinrich Grätz hmgewiesen, die des öfteren den Plan einer Real- Enzyklopädie angeregt und propagiert haben. Dabei befand sich die deutsche Judenheit in jener Zeit in günstigen wirtschaftlichen Verhältnissen. Wir hatten unter uns Juden, die namhafte Spenden für allgemeine Museen, Forschungsinstitute, ja selbst für Kirchenbauten hergaben, die aber für die jüdische Wissenschaft keinen Hellerübrig, hatten. Und als in den neunziger Jahren Dr. I. Hamburger, der Landesrabbiner in Strelijz, eine kleine Real-Enzyklo pädie über Bibel und Talm|ud herauszugeben sich anschickte, mußte er sich an das Haus Rothschild in Paris um eine Subvention wende^, um den Druck des ersten Bandes zu ermöglichen. Wir smd daher dem JEschkob.-Verlag zu großem Danke verpflichtet dafür, daß er vor zwei Jahren trotz der schweren Zeit den Mut gefaßt hat, die Herausgabe einer jüdi-chen Enzyklopädie] in deutscher und hebräischer Sprache in Angriff zu nehmen und es verstanden hat, einen Mitarbeiierstab von Fachgelehrten zu gewinnen und Förderkomitees in Deutschland, England, Frankreich, Holland und in der Schweiz zu schaffen. — Nach zweijähriger emsiger Arbeit liegt nun ein Probeheft von ca. 100 beiten in hebräischer und deutscher Sprache vor. Es enthält eine Auswahl von Arikein aus den verschiedensten Oebieten der jüdischen Wissenschaft; zum Teil sind es der Gesamtanlage des Werkes entsprechend umfangreiche Monographien, zum Teil kleinere Aufsätze über Einzelfragen, geographische Narpen, historische Persönlichkeiten und dgl. Schade, daß einige Artikel nur bruchstückweise veröffentlicht werden, konnten. »Kunst« (Jüdische?) erst mit Vereinen zur Förderung des Handwerks in Frankfurt, Dessau, Ofienbach, Minden noch die »CieSeilschaft zur Verbreitung des Handwerks und des Ackei b.tus unter den.- Juden! im Preußischen Staate« zu erwählen, die bereits I812jiegründet worden ist. 1 ' Eta die Enzyklopädie nicht nur Gelehrten, sondern auch .aien als Nachschlagewerk zur Orientierung dienen soll, wäre es vielleicht angebracht, daß in dem Literatiirnachweis neben den streng wissenschaftlichen auch populär-.wissenschaftliche Werke angeführt » irden. So hätte 'ich bei dem Artikel »Einstein« S. 55 gern die Arbeit vbn Alexander Moszkowski: ^Einstein, Einblicke in seine Gedanke nwelt« genannt, gesehen. j C b der Apter Raw S 11 einen besonderen Artikel verdie nt. oder ob es nicht besser wäre, al die unzähligen große n und kleinen Zaddtkim in einer Zen ralmonogr.iphie über Chassidismus zu behandeln, mögen dje Heiren Redakte ire nochmals erwägen Die Etikelkineieir der früheren Misnigdim, weil sie fern von den Chastidim leben find deren Bildungsfeindlichkeit und Unduldsamkeit am eigenen Leibe nicht verspüren, wie ihre Üroßvä esehen jetzt den [Chassidismus durch die Brille der Romantik und schwärm» n sogar, für ihn. Tatsächlich tl er haben jdie Wunderrabbis, selbst die großen, das Judsrtum in keiner Weisie bereichert. Diese kurzen Bemerkungen sollen \y O I b e,; zu Berlin, i keineswegs den Wer( der neuen Enzyklopädie beeinträchti;t n Wir selben dem j Erscheinen des ersten Bandes im Jahres, mit Freude und Dank entgegen daß «jeder jüdische Verein und jeder deutsche Jude es [sich zur Ehre anrechnen solle, dieses Mont n entalwerk; zu fördt+n, damit es, wie der Verlag, beabsicitgt, im__Verlauf von sieben Jahren ganz abgesentossen vcrliegt uns zur Vertiefung "unseres Wissens sowie und Belehrung unserer nichtjüdischen Um Dierite leisten. Herbst dieses u td. wünschen, Es wird iur Aufklärung ■V. :lt vorzügliche E. F i n k q I. de r So beginnt die Abhandlung dem Mittelalter; wir nehmen ah, daß die Kunstleistungei der. Hebräer und der alten Juden,, wie sie Heizfeld in seinen beiden Vorträgen behandelt hat, nicht vergessen werden. Desgleicnen die Leistungen der Juden auf den verschiedensten Gebieten der Kunst, nicht bloß auf d:m der Ornamentik, des Bauwesens, des Buchdiuckes ui w. Auch der Artikel »Han iwerk« beginnt erst mit dem Ausgange des Altertums, so daß das altjüdische Handwerk zur Zeit der Bibel Und de: Talmuds nicht berücksichtigt wird. In diesem Artikel S. 66 Spalte 2 wäre neben den Im Juniheft der »Mitteilungen für jüdische Familienforschung« Pos ener Stadtrat Arthur Kronthaf, Ker her der Lokalgeschichte unserer einstnj im Anschluß an die im vorigen Heft Stellungen des jüdischen »Eintagskönigs» kulturhistorisch sehr interessante Zi k'üaischer Königssagen und atii Wahl auch noch den »Zweitagskjö Prpdhownik, der im 9 Jahrh. nach dem des Polenkönigs Popiel durch Gottesurteil als] die Summesältesten sich nicht einige ‘Jossen hatten, wer am nächsten Moi an [das Stadttor poche, solle den polnis:l steigen. Als dritte Königssage wird dat gib be — 129 i Gesellschaft der frühere über der besten aligen Ostitafk» egebenen Dar- Saul Wahl;eine sunmenstellang tändelt äußer rig« Abrihdft) nystischen1 Tod König ward, . t konnten und igen als Erster lien Thron De* Schicksal jener i

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