Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1926-08-01 · Nr. 8 - August (8.1926) · p. Seite 121

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1926
Issue
Nr. 8 - August (8.1926)
Date
1926-08-01
Page
Seite 121 (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/6727475-6029137-6074706--1169-4867843
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

f'l einflußreichen Esther geschildert, der Oeliebten König Kasimir III. (Mitte des XIV. Jahrh.L deren Söhne als Grafen Zydewski in den polnischen Hochadel eingingen. Friedrich Wer wach bringt eine Zusammenstellung aller Potsdamer Judenfamilien, die 1812 feste Familiennamen annahmen mit besonderer Aufzählung derjenigen, die ihren Namen änderten. Der bekannte Berliner Anthropologe Professor Dr. Friedenthal gibt einen Auszug seines in der Märzsitzung der Gesellschaft gehaltenen Vortrages: »Familie und Rasse» Ihm ist »Rasse« nichts Fertiges, jetzt schon Gegebenes, sondern ein Ziel, eine Aufgabe. Kulturra$se soll bedeuten: Menschen, die gut und klug, gesund und schön sind. Sie bewußt zu erzeugen, zu züchten, sei; möglich Die Prinzipien müßten dieselben sein, die unsere Tierzüchter anwenden : Begünstigung der Fortpflanzung der erwünschten Personen, Verhinderung der Fortpflanzung der Unerwünschten. Der Würzburger Genealoge und Verleger Dr. O. C. M e y er liefert _ einen lehrreichen Beitrag aus dem Jahre 1812, der uns im Würzburger Staatsarchiv erhalten ist, in dem ein Pfarrer und Distriktsinspektor das staatliche Interesse an der Fixierung der Namen verficht und die Regierung zu dieser Maßregel gewinnt. ' Max Krieg in Liegnitz schildert auf Orund der Magistrats- und Oemeindeakten die Oeschichte ' der dortigen Judeijgemeinde. insbesondere die Kämpfe der im vorigen Jahrhundert Einwandernden um das Bürgerrecht, übrigens weniger gegen die christlichen Behörden als gegen den Egoismus der eingesessenen Glaubensgenossen. Dr. K I i b a n s k i beschließt seine in den früheren Heften mitgeteilte Liste der Frankfurter Juden, die IS02 die sogen: Sfättigkeit, eine Art Bürgerrecht, erwarben. — Das beliebte Suchblatt mit zahlreichen Antworten auf familiengeschichtliche Fragen aus dem Leserkreise, Bücherbesprechungen und Notizen runden den Inhalt ab. Unter diesen letzteren ist für die Allgemeinheit interessant der Nachweis, daß Heinrich Hertz, der berühmte Entdecker der elektrischen Wellen unjj somit der p rund läge des heutigen Rundfunk, nicht* wie meis' bei lapptet, als. Jude geboren wurde, sondern als Sülm ciir(silicher Eltern^ Freilich ist er von Vatersseite Blutes, denn sein Großvater Heinrich David mit seiner Oattin Betty geb. Oppenheim zum jüdischen Hertz tra Christentiim über, I '•* I Februarsit; ung des Jahres 1926 zu Konstantinopel bei-}der Aufnahme neuer Bruder. Das Ideal unseres Ordens \srfrd - darin mit einer Festung verglichen, die einzunebmen lat Dfr Sieg ist nur dadurch erreichbar, daß immer .n^ue Truppen lerangezogen werdenV— Ferner wird uns durch den Bericht des Br. A. Barzilai die Lage der Kriegrwaisenkinder im XI. Distrikt vor Augen geführt. Aus den JAtmoiren-Wi :rken des bisherieen Ordenspräsidenteh A; Kraus werden ui is weitere Episoden vorgeführt. Eine feinsinnige Studie enthalten die Ausführungen des Br. Henry 'Qoldstein über Leopold Oodowsky als ausgezeicl neten Interpreten javanischer Musiki In den «verschiedenen Themen Godowskys wird die glühelide Schönheit der Insel lebendig. |f Es felgen Mitteilungen über die Oper in Palästina, sodann Ligenberichte, Notizen über eine Darlehnskaiase und die \ Wiedergabe eines Aufsatzes von Alfred Bert bus' dem Jourial »Paix et Droit« über den Antisemitismus, in'Deutsciland. •. , Mal 1926 — Nr. 5. Br. Chemaya Angel .berichtet über »Qü:er der toten Hand« (Biens de .Maünmorte), ,:auf .die die jidische Gemeinde ein1 Anrecht hat. Er stellt lest, daß im' Jereich des Orient-Distrikts eine, ganze Anzahl solcher Güter vorhanden sind, die irgend wann; einmal durch Stif ungen entstanden sind, ihren Besitzer gewechselt haben ui d zweifellos als der jüdischen Gemeinde zugehörig be rächtet werden müssen. Er lenkt die Aufmerksamkeit 1er Loge auf diese Oüter (»Ekdechoths^J und bezeichnet es mit Recht als eine nötwerdige Aufgabe, die in Frige kommenden Werte für die jüdische Gemeinschaft zu retten. , In (er gleichen Nummer gibt Br, H. Oöldstein iKonstan inople-Loge) anläßlich des 70. Geburtstages von ’rof. Sigiiund Freud eine Uebersicht über das Schaffen des Meisters. . ... , Die Loge in Beyrouth hat es durch ihren Einspruch bei dem gebracht, Hanjenora, Organ des Bönö Berith du Diatrict d’OrientNo. XI. Die Aprilnummer — 1926 -4- No. 4 — enthält die Wiedergabe einer Ansprache des Br. Alchalel in der Kommissar, der französischen'Republik zustandedaß die Verbreitung der »Protokolle der Wessen von Zioi« in Syrien verboten wurde. Eine Ansprache des Br. Präsidenten Js D. Alcalay bei der Einweihung des neuen Logenheim? «der Loge Carmel n Sofia macht uns mit Leistungen bulgarischen Logeniel >ens bekannt. Ihm schließt sich ein Bi rieht des prot. Se iretärs Br J. M. Finzi an. In einer kurzen Betrachtung wirft Br A Hemsi die Frage auf; gibt es eine jüdische Musik? und weist'dabei auf dje synagogalen Gesang« hin. ’ A. Odt Aus den Verbände der FroDenverelnnonsen der U.O.B.B. Losen. krtikai und ttanuikripta Bartcht» aus dom farbanda atahen untar Sarantwortunf dar Redaktion dar Uonatabarieht• dar Qroaaiogaf für Einaandungan, dis untar duaar Rubrik arachainan trau Anna Law f, Stattin, Eliaabt thatr. 10. arbatan. aollan, wardan jadoch zuvor an di» Adraaat ton Frauenverein der Lessing-Loge, Breslau Beate Gutthiann j zum 4. September 1926. Unser verehrtes Vorstandsmitglied — Beate Guttmann — begeht am 4. September d. J. ihren 70. Geburtstag. Als Tochter des bekannten Bankiers Jakob Simonsen, Kopenhagen, und als Gattin j unseres verstorbenen hochgeschätzten Gemeinderabbiners Professor Dr. JacobOuttmann, 1 ■ fühlte sie sich schon in jungen Jahren berufen, zu helfen, Not und Trübsal zu lindern. Bereits seit Ja hrzehnten dem Vorstande des:FräUenvereins der Lessing-Loge angehörig,- übernahm sie bald1 -eitung des Unterstützungs-Ausschusses} - 121 - die Niemand wußte so wie sie Bescheid in <\ den

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.