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Der Orden Bne Briss · 1926-08-01 · Nr. 8 - August (8.1926) · p. Seite 119

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1926
Issue
Nr. 8 - August (8.1926)
Date
1926-08-01
Page
Seite 119 (sequence 15)
Language
German
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judt hat dem Judentum im abgelaufenen Jahre den größten Dienst geleistet?« Elf Redakteure bilden das Preisrichterkollegium. Der »Aleph Zauek Aleph« hat ein Redetournier veranstaltet, bei welchem Max Kroloff aus Sioux City (India.u den Preis mit dem Thema »Der Anteil der Juden an der amerikanischen Zivilisation« errang. Eine wertvolle Ergänzung dieser Jugendbünde stellt der — nur für Studierende bestimmte - Menorah-Verein« dar. Er ist über eine Menge Universitäten und Oyrnnasien verbreitet; der erste Menorah-Verein wurde 1906 an der Harvard- Universität, der Verband der Menorah-Vereine im Jahre 1913 gegründet. 1915 trat die Halbmonatsschrift »Menorah-Zeitung«; ins Leben, welche innerjüdische Fragen vor dem Forum eines sehr großen jüdischen — und nichtjüdischen — Leserkreises behandelt. Im Jahre 1917 tagte die erste Menorah-Konferenz, zu welcher sich zwecks Besprechung von Erziehungsfragen Hochschul- und Gymnasiallehrer aus allen Teilen der Union eingefunden hatten. Prof. Nathan Jsaacs von der Harvard-Universität führte den Vorsitz dieser Zentralkörperschaft. Die Professoren verpflichteten sich, nicht nur vor jüdischen Zuhörern Kurse überThemata über jüdische Ideale und jüdische Kultur zu halten, sondern dergleichen Fragen auch im Rahmen ihrer Vorlesungen zu behandeln. Im Sommer 1922 hielt der Menorah-Verein seine erste »Sommerschule« in New York. Die Vorlesungen behandelten jüdische Geschichte und Literatur, Religionsgeseiz und modern-jüdisches Leben. Hierin begegnen sich die Bestrebungen der Menorah- Vereine mit denen der Hilleistiftung. In Würdigung dieser gemeinsamen Ziele überläßt der Mtrorah-Verein seine wissenschaftlichen Druckschi iften kostenlos den von der Hillelstiftung bc. euten Studenten. Ebenso stehen die zahlreichen Menorah Lesehallen allen jüdischen Studenten zur Verfügung. j Erfreulich ist in Amerika die Zunahme des th jiögischen Studiums unter den jüdischen . Studierenden. Acht orthodoxe Rabbinerseminate wt-den geplant, von denen bereits drei im Entstehen sind. Das neue Rabbinerseminar in Roxbu'y (Massachusetts) wird fünfviertel Millionen Dollars kosten. Das New Yorker Seminar entlieh am 7. März 16 Kandidaten — in Amerika er-ogen! — nach bestandener Schlußprüfung. A jqh sonst wird jetzt für Zwecke jies jüdischen Unterrichts viel getan. Da ein'christlicher Statistiker die betrübende Feststellung gömacit hat, daß von 20 jüdischen Kindern nur e n s Religionsunterricht empfängt, sü ist die — leider sehr späte — Fürsorge unserer amerikanischen Brüder für diesen wichtigsten Zweig jüdischen Lebens erklärlich, [n Philadelphi i hat der Verband der Wohlfahrtsverein! in einer Woche 4 404 000 Dollars für religiöse, Unterrichts- und Wohltätigkeitszvgrcke gesammelt. - - Alle Wohltätigkeitsakte stellt Friedrich Brown in New York in Schatten: nachdem er eine Million Dollars der dortigen Wohlfahrtszentra e spendete, stellt er ihr jetzt ein Gelände im Werte von einer halben Million' zum Bau’ eines 16 Stock hohen Hauses, das die Verlwaltungs )üros dieser Institute aufnehmen soll, zur Verfüj jung. Unzweifelhaft wird auch das geplante »Jüdische Museum für Kunst und-Wissenschaft« in New York sehr bald im Besitz der erforder? liehen Million Grundkapital sein. Ebenso wird das Jüdische Museum in Cincinnati sehr bald über bedeutende Schenkungen berichten, pief ihin zuflieflen. In New York trat eine Max Noitdau^ Gedächtnisstiftung ins Leben, ^welche Manuskript:, unveröffentlichte Werke, Briefe etc. ^von Max vlordau aufkauft. ‘ ' '. . Wichtiger als dieser Schriftenankauf ist die .Fürsorge der amerikanischen Judenheit für die Falasühas. .Das Pro-Faläscha-Komitee errichtet jetzt ein Seminar zur Ausbildung von Falaschalehrein, nachdem die Rabbiner den Gemeinden das Interesse für diese versprengten Stammesgenos sen ans Herz gelegt haben. „ Auch unter der Londoner Judenheit dänimert das Verständnis, der wachsenden Ungunst der Umweh durch Errichtung jüdischer Volksschulen zu st:uern. .. I , ' I n der Berichtszeit hat die Bewegung zur Erzie un^ besseren Verstehens zwischen Christen und Juden weitere Fortschritte gemacht. Ajn der Universität Chicago haben sich mShr als 100 Studc i Judäa - 1)9. - nten aus zehn Staaten zu einem Philo- Klub zusammengeschlossen, der sich mit jüdischen Fragen beschäftigen, den Zusanjimenhang mit den jüdischen Studenten apbahnen und len armen Kindern, des Chicagoer Ghettos helfen will. •"

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