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Der Orden Bne Briss · 1926-08-01 · Nr. 8 - August (8.1926) · p. Seite 118

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1926
Issue
Nr. 8 - August (8.1926)
Date
1926-08-01
Page
Seite 118 (sequence 14)
Language
German
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I Aus Amerika. LXX. B. B.-Magazine, März und April 1926. Die vorliegenden Nummern unseres Ordensorgans stehen unter dem Zeichen der Bestrebungen unserer amerikanischen Brüder zwecks Heranbildung tüchtiger jüdischer Menschen, d, h. Gewinnung der auf den Hochschulen studierenden, jüdischem Leben entfremdeten Jugend beiderlei Geschlechts. Einen verheißungsvollen Anfang hat der Orden in Amerika mit der Einrichtung der »Hillel-Stiftung« auf mehreren Universitäten gemacht. Aus diesen dem Judentum zurückgewönnenen oder vielmehr erst neu gewonnenen Studenten! sollen nach ihrer Staatsprüfung die künftigen Führer der amerikanischen ' Judenneit hervorgehen. Die ‘Hillel-Stiftung sichert Sich die Arbeitskraft ihrer Pflegebefohlenen, indem sie nach deren Prüfung an den Heimatsrabbiner, mit dem sie auch während des-Studiums in Fühlung blieb, herantritt, ihn auf die zutage getretenen Eigenschaften des betr. jungen Mannes aufmerksam macht und ihn ersucht, diese im Interesse der jüdischen Gemeinschaft zu verwerten. Auf diese Weise geht keine Energie verloren; die Stiftung hofft, daß aus ihren Kreisen eine gesunde, für das Judentum begeisterte Generation hervorgeht. Die Lehrer der von der Hillel-Stiftung betreuten jungen Menschen stellen schon jetzt, z. B. bei der Durchsicht ihrer Aufsätze, einen heilsamen Einfluß des jüdischen Unterrichts fest. Interessant ist der Ursprung dieser Studentenvereinigungen. In, dem streng demokratischen Amerika sind Juden (und Katholiken) in den vornehmen Klubs unerwünscht. Da auch die Verbindungen an den Universitäten keine Juden aufnehmen, so haben sich die jüdischen Studenten selber ihre Organisationen geschaffen, hauptsächlich Sportvereine. Angesichts des großen Eifers, mit dem die jungen Leute sich hier betätigen, reifte in dem Rabbiner' Benjamin Fränkel der Plan, diese auf dem Sportplatz so begeisterten Juden für das religiöse Judentum zu gewinnen. Der Versuch, den er zunächst an der Universität des Staates Illinois unternahm, gelang, und so verfügt die — unter die Oberleitung unseres Ordens gestellte — Hillel-Stiftung nunmehr an vier großen Staatsuniversitäten über i über jüdische Herrichten und und kulturelle udentums 'aus leuen Beamtenliförnia) eflhob die Forderung eine Menge von Gruppen, die sic Ethik, Geschichte und Literatur u sich an Kursen über soziale Fragen vom Standpunkte des beteiligen. Bei der Einführung des rates der Loge in Oakland (Cs Rabbiner Louis J. Newman nach Schaffung einer Hillel-Stiftung an i der Berkeley-Universität des Staates (Kalifornien. Sjreng genommen, stellt dir Hillel-Stiftung kein Novum im jüdischen Stud mtenleben Verewigten Staaten dar. Denn die jugendlögen B. B., die sich mit hebräischen oc er griechischen Buchstaben benennen, haben den Zusammenschluß der jüdisch« bisher versucht, n Studierenden — wenigstens auf der Grundlinie der ethischen Forderungen unseres Ordens -- zu bewerkstelligen. Da ist die Verbindung »Aleph Zsjdek Aleph«. Obwohl erst vor zwei Jaliren gegründet, hat $ie bereits zwanzig »Kapite« in den einzelnen Städten der Union. »Ahphi« bedeutet: Anfang aller Dinge, »Zadek« .edakah, d h. Gerechtigkeit und Mildtätigkeit, über auch yerantwprtlichkeit gegenüber der M :nschheit; idas Schlufe-Aleph bedeutet »Achduth«, d. h. das [alle Söhne Israels umschlingend^ Band brüderlicher Einheit. Die Ideale des Bundes s ncj: Judentum, Vaterlandsliebe, Pietät gegen die El :ern, Nächstenliebe, Reinheit des Körpers und der ^eele, makellose. Lebensführung und brüderliche!Gesinnung.1., Jünglinge und Jungfrauen vor |16 bis zu 21 Jahren werdenaufgenommen. [Zweck ider Verbindung ist: den jungen Juden das Sichausleben in einem von jüdischer Geistigkeit durchwehten Milieu inmitten gleichgestimmter religiös gerichteter Altersgenossen zu ermöglichen. Auch nichtstudierenden, ideal gesinnten jungen Leuten steht der Zutritt zu diesen Jugendlogen offen, aus denen — wie ihre Fü irer hoffen: — einstmals die Präsidenten unsetje Logen, aber auch die Vorsitzenden der religiösen und philanthropischen Verbände innerhalb dies amerikanischen Judentums jhervorgehen werden Dem »Zetai Beta Tau« hat Richarc Gottheii eine Medaille gestiftet, damit diese Bruderschaft ein Preisausschreiben erlassen kann j zwecks Beantwortung der Frage: »Welcher arjiefrikanisChe 118 i I

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