Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1926
- Issue
- Nr. 6/7 - Juni/Juli (6.1926)
- Date
- 1926-06-01
- Page
- Seite 95 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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schiedensten Anschauungen im |Orden Platz findest müssen, und daß Neutralität ein hoher ßegrjtf ist, wenn er so aufgefaßt Wird, daß man über! Abgründe trennender Anschauungen sich die Hand des Verstehens im allgemein Jüdischen, im Menschlichen zu - reichen lernt. Beachtenswert erscheint uns, was der Bruder Exjjräsident Orthal-Nürnberg) über Anrede und Titel) im Logenleben ausführt. : Wir geben diesen Teil seiner Ausführungen im Wortlaut wiecjer: .;! Gänzlich unvereinbar mit dem Wesen des?ns erscheint es mir, wenn in den Sitzungen Veröffentlichungen der. Log: die Brüder hren Titeln und Standesbezei:hnungen ge Ord: urid mit i nan it werden. Dieser Brauch kknn in keiner W e entschuldigt werden dujrch die Berechtigung einer gewissen gesellschaftlichen. Sch chtung unter den Ordensbrüdern. Diese Schichtung darf sich, wenn man 'sie überhaupt zu istehen will, nur nach den persönlichen Qualitäten der Mitglieder, keinesfa Is ‘aber nach derim wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Ste lung im Leben draußen vollz ehen. Es ist em^ ganz unbestreitbare Verletzung des Gedankens der Brüderschaft, wenn Titulaturen wie Doktor, Professor, Kommerzienrat I und ähnlicher Uniug in das Logenleben hineingetjragen, werden. \v<nn der Präsident dem Brtfder »Justizrat Dr Maier« das Wort erteilt, so unterstreicht e> damit gegenüber dem Vorredner »Bruder Katz einen Unterschied, den zu ignorieren seine u.ipedingjte Pflicht ist. Seine Aufgabe ist es, Gleichheit aller Brüder grgenüber der L Jgenleitung dadurch zum Ausdrtick zu bringen, d li er alle in gleicher Weise schlechthin mit .jruder« anredet. Ein Bruder, < em das nicht . r *dt, ist ein lächerlicher Titelha; eher, der erst ■ jrch die Behandlungsweise ab und zu daran .erinnert werden muß, daß auch er nackt in seiner Kleidung steckt. Diese Demokratisierung uer Anrede wirkt auch einigermaßen versöhnlich auf diejenigen, die sich durch das unvermeidliche Hervortreten der geistig und gesellschaftlich Gehobenen bedrückt und. benachteiligt fühlen. Selbstverständlic i haben die Titulaturen auch in den Veröffer tlichungen der Logen nichts zu suchen. Er ährungsgemäß wirkt gerade hier die Entziehunj: altgewohnter Standesvorrechte besonders erzie tierisch. — 95 Meines Wissens sind bereits ■ ip einigen Log<ir, so jin der Stuttgart-Loge* *) die: Titeibezeichnurgpn lärjg st abgeschafft:' Ich habe bei Antritt meiner Präsidentschaft das; Gleiche in meiner Lege ohne jede Schwierigkeitgetan; den Dokiorlitel behielt ich nur zur Unterscheidung gleichnamiger Logenmitglieder bei. Wo noch Jitelne inung üblich ist, wird‘der Uebergang im besten durch einen Präsidenten, der selbst titelberechtigt ist, geschaffen, da ein solchern ih|eliegen ien Unterstellungen entgeht. Beizubeha ten sind aber die auft die’Bea-mten- und Expjäsidenteneigenschaft : bezüglichen Titulaturen, 1 da si: von der: Ges'amlheit' der Brüder verliehen ruid deshalb-mit Recht gerade dadurch «ich steig:rn, daß die mit dem Logenwesen in—f keinerr Zusammenhang stehenden Titelbezeichnungen wegfallen * In tinbr weiteren Zuschrift (Expräsideiit Lefjmann Fpankfur a. M ) wird, deny Brüdern naljegele^t, sich njeht nur mit der Begründung zu begnügen, sondern * jiifch Briiderhilfsfbnds zit schaffen und insbesondere daran zu denken, den Bruder in seinem Scfiaffen, in seinem' beruflichen Wirkenj*— falls erf urljerlich — aufzurichten bezw^jzu stutzen. D.e Wünsche, die in .dieser Zu&jhrifF zuin Ausdruck kommen, sind zuF Zeit jvohl Gegenstand der Erwägungen in* allen Lrjigen. In manchen Logen ist der Sterbekassen- und Bruderhi fsfondsgedanke einheitlicherfaßt worden. Br Liderhilfsfonds uat es auch vor dem Kriege in irgend einer Form wohl schon in allen Logen gegeben. Die Inanspruchnahme war gl ucklicheijweise Jetzt bedingt, wprden. Pie d.inken an sich verschieden. Ein Funds geschaffen rcitschalt erklärt, nur durch. Ausnahmefäfle ist es leider anders! geurzugehen und $teliungr^ahme der Logen zu derji Gei ist nach lokalen Bedürfnissen Teil der Logen hat besondere ein anderer Teil hat die Bc-t in jedem einzelnen* Fälfd aktiv verspricht sich im Bedarfsfall v el mehr Wirkung. — Sehr zu .unterstreichen auer ist die Forderung, den Bruder '■-jwir möchten hinzuftgen: jeden Bruder in seinen beruflicher Verhältnissen zu'förderjn- Die Her auli^esproch :ne Forderung .darf abef nicht __ . i •) V rir möchte« hoffen, daß e? überall di iM. Red, | Jer Fall i