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Der Orden Bne Briss · 1926-05-01 · Nr. 5 - Mai (5.1926) · p. Seite 79

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1926
Issue
Nr. 5 - Mai (5.1926)
Date
1926-05-01
Page
Seite 79 (sequence 15)
Language
German
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Auch in den amerikanischen Logen wird ernst gearbeitet. Br. Henry Monsky, Mitglied der Executive umschrieb vor der Tagung mit 6 des Drei-Staaten-Logenverbandes die heutigen Pflichten B. B. wie folgt: »Unser Orden steht den jüdischen Fragen nicht länger neutral gegenüber. Er ergreift jetzt die Offensive, um das Los der Leidenden, z. B, der Einwanderer in Mexiko, zu Jindern. B. B. richtet sein Augenmerk auf die wirtschaftliche En Wicklung von Palästina, da das Heilige Land nicht mehr eine politische Frage ist, sondern eine wirtschaftliche. B. B. rückt das Kulturwerk in den Vordergrund, um allenthalben jüdisches|Leben;:u wecken, wie an den vier Universitäten] wo d e Hilielstiftung des Ordens wirkt.; i Die Omaha-Loge übermittete ihren Mitgliedern am 19. Januar ihre Verhandlungen durch Rundfunk! Drei Redner!sprachen, darunter der eben erwähnte Br. ‘Monsky. Der auf Pazifismus leingestellten Tendenz unseres Ordens entsprechend, h it Br. Alfred B e n e s c h bei der städtischen Schuldeputation in Cleveland, deren Mitglied er ist, den Antrag gestellt, jedenj militärischen Drill 4n den höheren Schulen zu verbieten. Sein Vorschlag wirde Stimmen (gegen eine) angenommen.'. C ie vorliegenden drei Nummern .enthalten sehr esenswerte, z. T. für Referate geeignete ^ufsä ze: Das Wesen der Orthodoxie— Geschielte der jiddischen Literatur (Ueberset;:ung behält sich der Referent vor) — Judentum in aller Welt — Kunst und Götzendienst — Juden in der Landwirtschaft +- <»Der Dybbuk< — Sigmund Freild — Jugenderinnerungen des neuer Ordenslsekretärs Boris D. Bogen, sowie einige hiübsche Belletristik, " r . . Viele Brüder, welche New York-kennen/wird es interessieren, daß der Haupttempel Emanu-Et abget rochen Wird, um einem Wolkenkratzer Platz zu machen. Der Grund und Boden ist für 7 , „ Millionen Dollars verkauft worden; Für diesen Preis wird die 'Gemeinde eine' neue ' .i Synagoge auf dem Gelände des Vincent Aistor- Hauses, 5*h Ave. und 65th Str.t errichten. Br. Professor Dr. Eugen WöI ’ Möntefiore-Loge zu Berlin. Bücherschau. Die großen Propheten, liebe setzt und erklärt '■>n Prof. Hans Schmidt Mit Einleitungen versehen \on Hermann Gunkel. Mit Namen- und Sachregister. Zweite, vermehrte und verbesserte Aullage. Verlag von Vandenhoeck & Ruprecht, Gottingen LXX und 498 S. Unter den großen Erziehern des jüdischen Volkes zum Träger des ethischen Mnnotheisnius, zum Führer ’er Menschheit auf dem Wege fortschreitender religiöser Kultur und Gesittung, nehmen die dr« i Minner, die man als die .großen- Propheten“ bezeichnst, Jesaia, Jeiemia ■ r.d Ezechiel, eine ganz hervorragi nrie Stellung ein. Nicht etwa darum, weil sie jAnderes und Besseres als einzelne ihrer Vorgänger unfl Nachf >lger erkannt und yelehrt hätten, nicht darum allein, w ihrer Zeit eine tiefer dringende; ■{ ■ ejil ihre Wirksamkeit umfassendere und nachdrücklichere gewesen ist,! sondern weil in ihnen das Menschliche zur höchsten Stufe und m größten Ausmaß entwickelt war. Sie waren Persönlichkeiten von vor bildlicher Größe, von wahrhaft welth die ihrer Zeit weit voraus waren und Zeit nicht zu erschöpfen vermochten, die^ Jahrtausende hinaus leben und spürbar, in dichtester Nähe neben un kein Geschlecht kann gleichgiltig an iinen vorübergehen, jedem von uns haben sie was zu saj'en, jeder von uns muß sie hören, sich mit ihnen ausein i dorischem Format, darum sich in ihrer sondern noch Uber wirken, greifbar, Keine Zeit und die Probleme, Idif sie behandeln, .'sind,Ewigkeit*! agep, die sie,gestern und,heute, so auch mallefZukunft den Mens chengeist beschäftigen werden. 2 u den unzähligen Werken, die ihre Reden, kortmerttierte >, tritt jetzt; als Bd. II, 2 der .Schriften des Alten Tests ments* ,das vorliegende neue, das aber auct neuartig ist. Nici|t hur ist die Uebersefzung neu ur d der Sprache der Gegenwart angepaßt; nicht, nur-ist jedes Texti tück gemäß den Grundsätzen moderner Bibiikritik nach den Quellenschriften unterschieden, literargesi liiehtlich, historisch ubd ästhetisch eingehend und feinsinnig erlärtert, sondert, auch die einzelnen Reden, und Absehn tte sind chronologisch geordnet und -zu einem einhi etlichen Ganzen in streng historischer. Folge zusamt nengefügt. Dadurch ist freilich die alte Ordnung der üdischen Redaktoren durchbrochen, manches Fragwün ige und Zweifelhafte muß, ■ was ■ ja bei-solcher Forschung sich van selbst versteht,‘hingenommen «erden. Abe die Gesämtüjbersicht über den einzelnen Projheten, sein - literarische und historische Wirksamkeit,-hat .dabei außerordentlich gewonnen, und das ist von entscheidender Wichtigkeit* und gibt dem Werke einen über den Kreis der Fachgelehrten hinausgehenden Wert, wozu tioeh die herr ichen Einleitungen Gunkels wesentlich; beitrs gen. Dr. Holzer, Vlorms. andersetzen. Denn _ 79 -• "5

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