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Der Orden Bne Briss · 1926-05-01 · Nr. 5 - Mai (5.1926) · p. Seite 73

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1926
Issue
Nr. 5 - Mai (5.1926)
Date
1926-05-01
Page
Seite 73 (sequence 9)
Language
German
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Ein Teil seiner Persönlichkeit war der Jude, der er war. Er war sei durchdrungen von jüdischer Religiosität und geistiger jüdischer Art, dali er auch in Zeiten, in denen andere innerlich unterlegen sind, seines wertes als Jude sicher war. Und so wurde für ihn der Antisemitismus zu einer Verirrung der änderen, die ihm an seiner Selbstsicherheit nichts nehmen konnte. Damit stand ihm all I der Idealismus und die Autorität zu Oebote, die erforderlich waren, um in einer nüchternen Stadt die Begeisterung zu wecken und die Einheit zu schaffen, die für das Blühen einer Loge und den innigen Kontakt der Brüder er forderlich sind. Br. Wilmersdörffer war seiner Persönlichkeit nach der absolut unbestechliche Charakter, der für alle Nöte und Zweifel des Einzelnen und für alle Konflikte innerhalb der Logengemeinschaft Künstaussehuß der i nicht nur ein klares durchdringendes Äugk sondern auch das warme Herz hätte.* Zu seiner unbedingten Sachlichkeit kam das menschliche Aufgeschlossenseid gegenüber seinen Brüdern. Er hat nicht von der höheren Wartendes'Präsidenten d e Loge geführt, sondern sich jedem Bruder in der Logenarbeit mitgeteilt und dadurch die Heran der Brüder für die hehre Gemeinschaft de’ Loge gewonnen. ' Br. Wilmersdörffer war eine überlegene Persönlichkeit, die alle an ihn und an^die*Loge herantretenden Fragen gemeistert hat. Dieser welterfahrene Mensch und Richter von„Beruf war für seine Loge eine Quelle der'Gerechtigkeit und ein Schöpfer edelsten Menschentums. Dajmit hat er sich in der Schwäbischen Loge 'ein Unvergängliches Denkmal gesetzt. r Br. Dr. S t r a u ß . Augsburg.' Großloge am 26. Ajpril 192p Br. Dr. Goldschmidt eröffnet die Sitzung mit begrüßenden Worten an die Erschienenen und berichtet kurz über jden Beifall, den das erste Preisausschreiben des Kunstausschusses auslöste. — Dann gibt er jdie verschiedenen Zuschriften bekannt, die auf Orund der Anregung der w. Leop. Zunz-Loge betr. ein Ehrenmal für verstorbene BBr. eingegahgen sind, im besonderen verließt Br. G. den ausführlichen Vorschlag der von Br. Baerwald einging und welcher bereits ein Programm enthielt. In der anschließenden Diskussion, an der sich sämtliche .erschienenen Brüder beteiligten wurde der Oedanke der Schaffung eines Ehren mals allgemein als glücklich bezeichnet. Ein solches entspräche einem direkten Bedürfnis. Br. Kirschstein schlägt zunächst vor, ein solches Ehrenmal in Form von großen Gedenktafeln auszuführen, wie man sie vielfach in Synagogen vorfindet. Stollensährank — aufbewahrt werden soll. Dieses Buch solle nicht allein ein JErinnerungswerk, spndern durch seine künstlerische Aus gestaltung ein Kulturwerk werden. ' BrJ Nussbaum wendet sich gegen} den Vorschlag des Br. Baerwald, den Künstlern äinen bestimmten Stil vorzuschlagen, da. jsie dies zu sehr bindet. Ebenso ist Br. Nussbaum gegen ein allgemeines Preisausschreiben., Nun ein kleiner Kreis von Künstlern dürfe hmzüge^oger werden. 1 Br Wittenberg wünscht, daß dak Me morbuch nicht nur die Namen der verstorbener Brüder, dienste, Bei der Fülle der Namen, die besonders iri kann, a us. sondern auch Notizen über deren Vermöglichst auch deren Photographier, enthalte n soll. Jede Loge soll sioh eine Vugnett; anfertigen lassen, die vervielfältigt wird und da; Erinnei ungsblatt des Bruders scjimückerf sol. Br. Wittenberg spricht sich gegen eine Beleuchtung des Schreines, die leicht kitschig . wirken großen Logen'eingetragen werden müßten, wird sich dieser Vorschlag aber schwer verwirklichen lassen. Man brauchte dazu zu viel Wandflächen — An zweiter Stelle schlägt er ein Oedenkbucl — Memorbuch — vor, das in einem Schrein Bi. Baerwald veificht seine ijn seiner Zuschrift gemachten Vorschläge. Eine Beleuchtung des Schreines in Form einer Soffittenbeleuchtung erhöht die magische Wirkung der Anjage und gibt die Möglichkeit, das Buch an Ort unjdStel 73

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