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Der Orden Bne Briss · 1926-02-01 · Nr. 2 - Februar (2.1926) · p. Seite 19

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1926
Issue
Nr. 2 - Februar (2.1926)
Date
1926-02-01
Page
Seite 19 (sequence 3)
Language
German
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scr de Ju jü dri. Le hä: esi wt De dei Tradition. Tief beklagte er das Schwinden jdischen Gläubigkeit, die dem wurzelechten ,!um seinen beglückenden Stil verlieh. Die he Einstellung zum Leben isj geschwunden, verstehen wir heute nicht mehr, unser für andere einzusetzen. Täjen wir’s, dann unser Leben einen Sinn; dann wüßten wir göttliches Oeschenk zu würdigen und zu n, wie auch für die Gesamtheit einzusetzen, jeder braucht den anderen, jeder kann von anderen, auch von dem Geringsten, lernen. Unv.iigerweise verschließen wir uns vor einander; zu ehr spricht bei uns der Verstand, zu wenig da Merz. Im Ohetto gab es feinen Hunger: ma. ■ nahm den Armen zu sich jns Haus und tei mit ihm Heim und Mahlzeit gemäß dem? Worte: »Seitdem der Altar nicht' mehr besteht; sol' uns der Tisch — den wir den Hungernden bereiten — entsühnen«. Wir weichen heute gern den. Anblick der Not aus — und doch zeigt uns das Beispiel der Heilsarmee, wie viel durch persönliches Aufsuchen von Not und Elend geleistet werden kann. Wir brauchen ein jüdisches Gegenstück zur Heilsarmee, wo jder Mühselige und Beladene Trost und Rettung findet. Audi die Jugendvereine müssen sich in den Dienst jüdischer Nächstenliebe stellen und Alten, Hilflosen wie all denen, die dem täglichen Kleinkamj.f des Lebens nicht mehr gewachsen sind, täti; und als Berater helfen. Vor allem muß das Elternhaus den Kindetn wieder eejites Judentum 'öen. Judentum heißt aber aucli: Sichvefvörtlich fühlen. Wir dürfen nicht erst VO! a n u- :Tiii für* Bi;. 2U wa füll' heu null, bis die Bedüiftigen flehe . pochen, wir müssen viejmehi , wo man unserer Hilfe beda iUVorkommen. Unsere Weiser igen, wenn man vom »Lernen« aufstand nieer unserer Zeit dahintreiben und uns aus der nan vom soeben Oelemten praktisch erkönne? Ebenso frage sich auch der e Jude-an jedem Abend; Ha^t du den Tag <r gemacht für andere? nd an unsere instinjctsicher rf, und so der geboten, sich er Redner trat dann für eine durchgreifende Neugestaltung jüdischer Liebestätigkeit ei n und regte die Oründung einer von aßen Jüdischen Organisationen gemeinsam mit den G&meimien zu tragenden, wahrhaft großzügigen Kre fithilfe an, ii n die zusammenbrechenden jüdischer Existenzen zu halten und zu festigen. Den Faden der praktischen Vorschläge spann Br. D r: L u d w i g H o 11 ä n d.e r weiter, indem er einige durchaus im Bereich des. Möj lief en liegende Institutionen zur Bekämpfung der MlKlosigkeit und Verzweiflung anregte. ’ Wir haben in diesen Tagen gelesen— führte Br. D . Kahn in seiner SchlußanspracHe aus —,t daß S flrme über den Atlantic fegten; urd1,jfls ein Schiff aus Seenot den internationalen Hilferuf s. o. s. ztT den Stationen der englischer und amerikanischen Küste sandte, da brachei cie Radiostationen ihre Sendungen ab: :die»£edner hielten ein in ihren Vorträgen, die Orciesler lörten auf zu spielen, und alles schwieg vor der Stimm«; der Schiffbrüchigen, die aus Wellennot cu der Küsten riefen. Und so soll es bei uns sein. Wir wollen ein Netz von Funkstationen üdischer Hilfsbereitschaft über Deutschland spannen; Empfangsstationen für den Notschrei üdischer Herzen, Sendestationen für den \ Pillen brüderlicher Hilfe. Und wenn irgendwo n iInserent Bereich aus einenrZimmer, dessen Ofen urloschleh, aus einem Kissen, das von Tränen befeuchtet, aus einem Mutterherzen, das im Schmerz! über das Hungerwimmern des'Kinde s i ufschreit, der Ruf hinausdringt: säve our souls rettet Unsere Seelen!«, dann schweige. alMs a ndere, auslauschen und auf den Ruf der Schiffbrüc! lige i achten, dann wollen wir in die stille Nach! die draußen auf dem bewegten S urrrhir - doppelten Vereinsamung der Not und des seins hilfeflehend zuzurufen: s. o. s.I Br. Eugen Wojb Montefiore-Loge. udee,

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