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Der Orden Bne Briss · 1925-12-01 · Nr. 12 - Dezember (12.1925) · p. Seite 230

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Nr. 12 - Dezember (12.1925)
Date
1925-12-01
Page
Seite 230 (sequence 4)
Language
German
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r Wenn auch vielfach besiritfen, erscheint vielen und auch mir, daß der große jüdische Künstler in ein .Judenantlitz etwas andere» hineinzulegen imstande ist, als ein Nichljude. Ziehen wir zum Vergleich einen der vielen Juderiköpfe Rembrandts heran und dagegen Josef Israels bekanntes Bild: Ein Sohn des alten Volkes, auf dem ein Jude vor seinem Altkleiderlader sitzt. Auf dem Antlitz des Israelsschen Juden spiegelt Sich ergreifend das jahrtausendalte Leid, das gemildert wird durch einen Schimmer von Optimismus, wie wir es alle nachzuempfinden in der Lage sind, und diese Züge fehlen in den sonst natürlich künstlerisch unvergleichlich höher: Gehenden Bildern Rembrandts. — Aber: ich bin nicht in der Lage, die »es als chnen. ein Kenrtäeichen jüdischer Kunst zu beze Es ist bekannt, daß Künstler Schilderungen desjenigen Milieus, aus dem sie hervorgegangen, und in dem sie lebten, am treffendsten gebildet haben, Adrian Btouwer frank und spielte bekanntlich sehr viel und hat derartige Szenen mit größter Meisterschaft dargestellt, aristokratischen Malern sind vornehme Gesellschaftsbilder stets besser gelungen, während aus dem Arbeiterstar de hervorgegangene Künstler ungleich innerlicher und getreuer den Rhythmus der Arbeit und Spannung und Leistung des Arbeiters dargestellt haben, ats jene Künstler, die nur vor Studien dortselbst gemacht haben. So ein jüdischer Künstler prädestiniert, die die Anaußen ist auch seit ungezählten Generationen vererbten Eigenschaften besser und innerlicher zum Ausdruck zu bringen, als einanderer, und sei er ein noqh solch großer Meister. Nun bleibt noch Landeskunst, auch fälsch lieh nationale Kunst genannt. Wir sprecien z. B. von italienischer Kunst und verste nicht jetwef nur von Italienern gescha sondern hierher gehören alle in di( sem Kultur zentnim entstandenen Oebilde. Cli ein Franzose, lebte viel in Italien, e als qer Entdecker der römischen ude Lörrair gilt üfbera Landschaf niemand wird seine Werke etwji zur;frar sie | sine' Poussin en darunter fene Werke zösiscjhen I Kunst zählen, sonderji ebensp Kie diejenigen Nicolau: typisch italienische Kunstwerke. Ui lendlich viel ähnliche Beispiele ließen sich aus ^len Länder: bringen.; Ein jüdisches Kulturzentrum bestand vo Jahrtausenden. Es ist ganz sicher, daß damal Kunstwerke geschaffen wurden, un 1 über Viele: z. B das ^tiftzelt, den Tempel Salomos etc.4 sim detaill erte Beschreibungen Vorhand sn, doch vor den Werken selbst ist uns niclts, weder ir naturs ncjch in Abbildungen, erhal en. ' Ein neues jüdisches Kulturze itrum ist in Werd:n lind jeder Jude, gleichviel welcher Ein Stellung, jmuß wünschen, daß dieses jüdische Kultu zenitrum sich kräftige . und entfalte , hierat s kann und wird hoffentlich einmal sichauch :twas auf künstlerischemGebi :te entwickeln was märt dann einheitlich mit einigem Rech »Jüdische! Kunst« nennen dürfte. Gegenwärtig wollen wir jedoch die Wort» jüdische Kunst ruhen lassen, w r wollen uns an der Tatsache erfreuen und erpeben, daß es eine stattliche Anzahl jüdischer die iiuf jihren Gebieten höchste erreic Men,- in der sind, unid 1 wie in zweigen lauch hier beweisen, < aß Juden ge eignet sind, der ganzen Mensch leit Wertvolles zu g^benL Künstler gibt Meisterschah ganzen Welt geschätzt allen anderen Kultur nstallatkin. Eine ungehaltene Begri. ßungsrede von Br. Expr. Jacob, Dortmund. Unsere heutigen Logen haben es in manchem Betracht schwerer als ihre Vorgär gerinnen vor hundert und mehr Jahren. Jene Orden sollten für gewisse Ideen und ihre ausgewällten Bekenner eine geheime Zuflpchts- und Pf egestätte bilden. E§. waren neue, für revoluti mär und gefährlich gehaltene Gedanken, für die cie Menge — KD — nochjnicht reif war, und in die auch der Kldoph nur jstufenweise eingeführt wurde, bis al Schleier fielen und sich,ihm d Schleier ifielen und sich,ihm de ganze Wah heit enthüllte. Es waren Vei schwörergese schafften, verschworen gegen cie Mächte d. Völker läge. Reiz und Nit verschworen gegen Finstkrnik, in deren Banden die Damit besaßen sie einen eigener

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