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Der Orden Bne Briss · 1925-11-01 · Nr. 11 - November (11.1925) · p. Seite 222

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Nr. 11 - November (11.1925)
Date
1925-11-01
Page
Seite 222 (sequence 28)
Language
German
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verkommen,! absterben. Das Gleichnis . ist ilt. Und müßig wäre es, uns Logenschwestem davon zu sprechen, denn wir beweisen ja, lediglich du rieh dieTatsacheunsererZugehörigkeitzumSchwestejukreise, daß wir QemeinSchaftsbewußtsein habjen und betätigenwollen-.» Aber wir müssen auch sorgen, geride wir jüdischen Frauen,;daß dieses Bewußtsein lebendig bleibe. Wir müssen unserer Jugend Gelegenheit geben, es zu bekunden. Stützen und fördern wir unsere Jugendverbände. Hindern wir unsere Söhne und Töchter jiiqht, sondern veranlassen wir sie, sich in ihren Vereinen zu trieften. Sie lieben es nicht, wenn (die Jugend sidh bereils in bestimmter, parteilicher Richtung festlegt? Nun. der neutrale, überparteiliche jüdische Jugendbund ist eine Schöpfung (der : Loge.! Wo aber sind die Logensöhne und -töchler, welche diesem Jugendbunde angehören? y/v dürfen in; dem Worte »soziaje Arbeit- , (das jetzt in sjo vieler Munde ist, nicht nur jdie charitative Leistung gegen den blebenmensciren verstehen. : »Sozial« heißt »gesellschaftlich.« Lassen wir tinsere Kinder wahre soziale Arbeit lernen, lassen wir sie Gemeinschaftsbewußtüein im höchsten Sinne bekunden, lassen wir sie gleiche Wege zu gleichen Zielen gehen mit ihren gleichaltrigen Glaubensgenossen aller Stände und Bildungsstufen, einer den andern erkennend, fördernd, erziehend, bildend. Iri diesem Sinne ist der jüdischb Jugendbund von der Loge gegründet, und wir Schwestern haben die Pflicht, die Afbeit der Brüder aueh auf diesem Gebiete durch! die Tat zu unterstützen. Dann wird auch eine neue Generation heranwachsen, welche im Get^ieinschaftsbewufftsein eine gesunde Reaktion bilden wird gegeh die Strömung jener Generation,) von welcher anfangs gesprochen wurde, und welche jeden Soljdantätsgeist negiert. (Suchen Sie eiimal in unsern Vereinen die jungen grauen Wie viele finden Sie? Nur einige wemge. Die andern sind.bestenfalls zahlende Mitglieder und bekunden ihr Gemeinschaftsbewußtsein jidurch Erscheinen zu Tanz oder Tombola, aber jjie zur Arbeit. £s ist ja auch gar nicht nötig, <jaß immer positiv,) handgreiflich gearbeitet wird.l Es wird sc oft gefragt: »Was wird denn da ojjer dort geleistet?«) Es macht. aber nicht immer die Tat! Die sinnung, in welcher wir zuiammenkommen Wille, zur Schwesterlichkeit, zur Eintracht Bekundun \ der Gemeinschaft, er ist maf gebend' {Und wer nätte nicht schon die Antwort erhalten: j»Was habe ich denn von den Sitzungen? Ich ilerne da r ichts, die Vorträge bieten m r nichts [Neues, mit meinen Freunden kann ich ohnedies : 9 I Izusammer sein, und die Arbeit kann durch jKommissnnen erledigt werden. Wie 1 afsch ist das! Mult Du denn immer dabei gewinnen, liebe Schv ester? Wiewärees, wenndieSchwestfirn Deiner bedürften? Sage nicht, daß Du keine Seite Dein es Wesens, keineRegung Deines Geistes, keine Schwingung Deiner Seele zu verschenken I hättest, welche nicht einer andern von i ns etwas j sein körn te. Du willst sie nicht verschenken? Willst sic für Dich oder Deine Allernäc hsten behalten, v eil Du kein Gemeinschaftsbi wußtsein [ hast, wei Dich die andern nicht inte essierfcn? . Aber in :in Konzert magst Du gehen, im Deiine Seele an der Kunst dieser »andern« zu e quicken? Magst B ücher lesen, und Dich inn srlich [bereichern an dem, was »andere« ersonijen. Schmückst Dich und Deine Wohnung n it Dingen, welche 'andere* gefertigt? Nimmst Rat irnd Hilfe von »andern« an, wenn Du kran; bist ojder Dich reef tlich über vorteilt fühlst? Nimms; teil an den ngen, welche für die Allgemi inheit ge- Einrichti schaffen sind, ja, wirst sogar sehr oft können, für Dich oder Deine Angehörigen die Tätigkeit der so" verpönten Wohlfahrt: vereine in Anspruch zu nehmen, — und sei es nach den Tode, — aber Du willst ni nicht geben, und bist doch sonst so ängstlich darauf t edacht, Dir nichts schenken Bezieht nur auf geben. andern sich Dein Ehrgefühl in diesem Punkte, Geld? Damit ist nichts getan! Dich selber brauchen wir! Denke nicht, 1er andere wolle C ich nicht, oder man könne Dir nichts Gib nur Du, dann ^werden auch die xeben, ohne daß Du es willst i nd merkst. Du wirst, — so hoch Du zu stehen meinst, — an ihne l wachsen, und sie, — so nied ig Du dich Gemeir Schaftsbewußtsein, Wachstum Aufbau Egoisn an Dir. im C runde sind viele Namen für einen Begriff: »Liebe, auch einschätzest es nur das Ja, das Positive, das Leben! Und: us, Kampf, Vernichtung, Haß Gedas Negative, der Tod! Wollen wir der! wählen oder deij Tod? Ais Juden unc zur wählen wir das Leben. 1222 — cht umhin auch ferst r nehmen, zu lassen! ortschritt, das Nein, das Leben als Frauen

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