Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1925-11-01 · Nr. 11 - November (11.1925) · p. Seite 215

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Nr. 11 - November (11.1925)
Date
1925-11-01
Page
Seite 215 (sequence 21)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/6727475-6029128-6074661--0973-4867639
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

I I liehen Brief entgegen, unter Betonung seiner Zugehörigkeit zum strenggläubigsn Judentum In dem Kampf um die Schechita Strebungen um Erleichterung der für jüdische Geschäftsleute, welche am Sabfyat ihre Betriebe geschlossen halten bei den Be- Sonntagsruhe überall fahd man ihn in erster Reihe, treu dein Hillel’sch|en Wort: »Wo es an Männern fehlt, bemühe ditfh, deinen Mann zu stellen.« Zu seinen größten Verdiensten zählt seine Mitarbeit an <jer Gründung des Landesverbandes israelitischer Kultusgemeinden in Bayern, der heute eine so segensreiche Tätigkeit entfaltet, i E r wäre ohjne ihn wohl nie zuslande gekommen denn er war es, der die Bayerische Orthodoxie für diesen' Plan gewann, indem er Wege suchte und fand, die Gegensätze zwischen den i religiösen Richtungen, zwischen Groß- und Kleihgemeinden und den sonstigen auseinanderstrebeiiden Teilen auszugleichen; und in*-ähnlicher Weisje hat er auch n der Gemeinde München gewiikt; ihre Einheit zu erhalten, war ihm Herzenssache; djaß es unter seiner Mitwirkung gelungen, seipe größte Genugtuung. So hat Sigmund Fränkel schon in seinem öffentlichen Wirken von den Sittlichen Anforderungen, deren Uebung der Orden von den Brüdern in erster Reihe verlangt, die der Bruderliebe und Eintracht in dpn Vordergrund gestellt. Die dritte, die Wohltätigkeit, verträgt nicht das grelle Licht der Oeffehtl ichkeit. Doch wie viele gedenken jetzt in Trauer ihres Helfers, der nicht nur stets eine offenle Hand für Sie halte, der, was mehr ist, mit jclUgem Rat upd mit seinem persönlichen Einfluß ihnen ztir Seite stand.! Daß dieser Mann seiner toge nicht nur mit dem Namen angehörte, soitdsrn auch mit Kopf und Herz mitarbeitete, ist selbstverständlich. Sigmund Fränkel hat sich mit Stolz d^n ältesten Ben Briss in München genannt, denn er war nicht nur Gründungsmitglied der München-Loge, sondern schon! vorher Bruder der Beretfd dem er und Ehreh er ein ef Vorbild nfe ein Meinung sicl^ dann Form ihr auf Erfol j bei der fahrtsfragle Berater a Stiftung Mädchen seines in zur Verfügung Lehmann-Loge in Hälberstadt. Trotzhr wie die meisten Brüder durqh Beruf ämter in Anspruch genommen riger Eesucher der Arbeits-Log|e äuch darin für andere Brüder. qlQßer Jasager, ja oft ging er i von der der Mehrzahl\ab und nicht in der ihm eigenen kr; Ausdr ick zu geben, gleichviel hoffe i durfte oder nicht Bek Behandlung von sozialen und n fand man ihn stets als Anreg< n Platze. Er hat zur Schaffurj ür im Erwerbsleben tätige Fraue Anstoß gegeben und ihr? ein önen (Landsitzes in Bad~ Rei estellt. Und noch eine sc 1 ged; ic rd seiper hier redher. Freud u Ausdruck datikeninl i. Stiftungsf i gessen Die am Grabi ist ein u volj, wen fi .pwächst Öitätigung in der MünchemLoge ht wlerden. Er war unser Vie kein anderer verstartd er- Leid den Empfindungen* der, zu geben, gleich hinreißend n alt und Form. Seine Reden bei sten werden allen Teilnehmern s< in. der Br. Ko körpern Tode an; glied des meinden (orthodoxe eisepha Handelskan München-Loge und der Orden eines ihrer Besten; aber Trauerallein tjfruchtbares Gefühl. Es wird ers t wertaus ihm ein Vorsatz für die Zukunft Und in diesem Sinne wollen tyir uns ort Goethes aus dem Wilhelm ar, war n, ein Er war seiner scheute jjftvollen ob eronders Wohler und g einer n und en Teil (fhenhail r Söite muß ffileisterjes, in Brüder Ge- Unseren unverach trauern an ein Wort Goethes aus dem Wilhelm Meister erinnern: »Seelenleiden zu heilen, vermig der Verstand nichts; die Vernunft wenig, die Ze'it viel, entschlossene Tätigkeit alles.« ln diesem Willen zi: r entschlossenen Tätigkeit in Richtung unserer C rdensziele soll uns Bruder Sigmund Fränkel e n Vorbild sein. j i imerzienrat Fränkel gehörte den Vertifetungs- Kultusgemeinde von 1902. bii Zu seinem ar Mitib 1921als Vorstandsmitglied. Er I lates des Verbandes Bayr. israelitischer Ge iiid Vorsitzender des Vereins„OJ>e| »Jacob Gemeinde), außerdem Mitglied des „andeshnrätes und 2. Vizepräsident der Mü ichener mer, der er im ganzen 25 Jahrfe an.'ehörte.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.