Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 11 - November (11.1925)
- Date
- 1925-11-01
- Page
- Seite 216 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Arbeitgeber und Ar Von Dr. Willy Co land Die Wirtschaftskriais, in der Deutsch! sich noch immer befindet und die aller Vofaussicht nach Unter den Nachwirkungen des Ioreneri Krieges hochrrecht lange andauern Wird, hat die soziale Frage Wiederum sehr in {den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses gestellt. Es sieht -so j aus, als ob die Welt, in der win leben, nicht j nur politisch m zwei sich bis auf, das Messer j bekämpfende Teile gespalten! sei, sondern aucjh wirtschaftlich^ Hier Arbeitgeber, dort Arbeitnehmer, so stehen die großen verbände in heißer Schlacht gegeneinander, und wenn es auch Schlachtern sind, die unblutig geführt werderj, So, doch mit nicht geringerer Erbitterung. Kann d$r Logengedanke, wie sonst so oft im Leben,; ujns vielleicht auch hier einen rettenden Ausweg zeigen? Können wir an der Stelle, wd jwir voll, innerer Anteilnahme nun wieder zu Beginn der Winterarbeit in jeder Woche reg^lnräß'g einmal stehen, wenn aüch nicht geradezu den Qegensatz überbrücken, aber ihn (jk>£h mildern? Wir dürfen die Zweiteilung, die das Leben auf weist, iju'cht Herr werden lassen über unsere Seele. Wjr dürfen nicht im Innern des Tempels uns den |h[jchsten Idealen geloben und ] sie draußen iby Leben verleugnen. Der wahre Ben Brfssj.känn nicht ein harter Ausbeuter der Arbeitskraft jsein. Es wäre'merkwürdig, w^nn wir in-üh^ejti Reihen nur vollendete Menscfcen hätten. Aj)<r die Schwächen, die wir bemerken, müssen w|r bekämpfen.* Unsere Thora gibt üns den. Weg,! auf dem wir zu schreiten habjen, wenn es jsäch darum handelt, die Kraft uns -unterstelltejr j Menschen zu schonen, und!zu fördern.^ Keiner wage es in der Feierstunde unseYen Tempel zu betreten, der nicht vor seinem OeWfSsen Rechenschaft darüber abgeben kann, daß er in der vergangenen Woche vton seinen Angestellten nur I das verlangt hat, was er nachpfüthtmäßigem Ermessen zu verlangen hatte. Niehjals kann eipe wohltätige Gabe den Flecken vop der Seele!waschen, der dadurch entstanden ist, daß die Kraft des Arbeiters mißbraucht wurde. .Wie oft lesen wir in unsern Wochenabschnitten von all den Maßnahmen, tjiie unser der in Zeitnehmer. n. h eiliges Gesetz gab, um den zi i schützen der wirtschaftlich schwächerer gedei len hätte : wie e r sicf - 216 — Lage war. ver- Es scheint mir, als ob der soziale Kampf des wegen heute mit so ungeheurer irbitterung .geführt wird, weil gar mancherj Ar Zeitnehmer in sei u m Arbeitgeber nicht den Vorgesetzten Mitarbei er, sondern den Wirtschaftsieind sieht. Man njßte glauben, daß bei der gewaltigen Zahl J<r Brüder unseres Ordens ein festes Gelob li» jedes Bruders, der an der S )itze eines Betriebe; steht, hier wahrhaft jüdisch zu handeln wahre Musterbetriebe in der gan een schaffen könnte. Man wende mir daß c ie; eine Utopie sei. Es hat Zeiten Wahn inj j ihrer eigenen'Interessen jes doch ver-j stände n, auch denen gerecht zu 1 werden, diej unter ihnen arbeiteten. Wurde da einstmals vor 150 fahren in Englai id ein Knabe namens Robert Owen ge-j rach einer Jugend, die ihn zwang, sich er durch zu lassen wie dies für die schin;n selbstverständlich war. Wenn Owen an sein Werk mit den! brutalen Egoismus, wie man ihn leider oft ger ug noch finde , hc rangegangen wäre, vielleicht daß er äußerlich größere pekuniäre Erfolge errungen Aber sicher ist es, daß er von sein Leben aufbaute, wie er bi boren auf e gehe Füße zu stellen, wurde eigene Tüchtigkeit der erste und größte Baumwollspinner seiner Zeit. Aber er sah seine Aufgase darin, die Spinnerei, deren Leitung er übern ihn, in einer Weise zu führer, daß sie als sc zia e Musteranstalt gelten könntWenn wir teu e in den Tageszeitungen ron dem- Elend der chinesischen Arbeiter lesen, so sind es die sei >en Zustände, die im damali jen England herrschten. Kann man es sich iberhaupt heute vo! stellen, was es hieß, 500 Kinder aus den Arm mhäusern von kdinburg im Mter von 5 — 6 Jairen von 6 Uhr morgens bis 7 Uhr abencs srbeiten zu lassen? Als Ow :n diesen Betrie b i bernahm, da konnte, er ni :ht vom erster Tage an alle Schäden abstellen aber in unaufhörlicher Mühe hat er es verstarden, der mensrhlichen Maschine die gleiche So gfalt ant)ten Ma der Art, i drückten