Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1925-11-01 · Nr. 11 - November (11.1925) · p. Seite 211

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Nr. 11 - November (11.1925)
Date
1925-11-01
Page
Seite 211 (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/6727475-6029128-6074661--0969-4867635
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

machte er die ersten Versuche zu seinen Bildern »Der Mensch«, »Jerusalem« lind »Jeremias«.' Allerdings sah er damals keinerlei Möglichkeit, diese Bilder auszuführen, denn! er ist froh gewesen, das nackte Leben fristen zu können. Bei Portaeis hat Ury auch i den Sohn vbn Meunier kennengelernt un^i durch den $obn den Meister selbst. — »Konstantin Meunier« > erzählt Ury, »ging es 1882 |un|d 83 noch sehr schlecht, und ich erinnere mich wohl, wie mir in jenen Tagen, da-er mit einer AussteU lung seiner Zeichnungen aus den Bergwerken einen kleinen Erfolg hatte, Monsieur Sulzberger von des »Etoile Beige« sagte: Meunier ist bei mir gewesen und hat aus Freude förmlich darüber geweint, daß ich ein paar liebe Worte über ihn geschrieben habe. So wenig bekannt und so wenig geschätzt ist damals der große1 Konstantin Meunier gewesen . . .«- Von Brüssel ging Lesser Ury, den die biblische Malerei auf die Dauer nicht befriedigen konnte, nach Paris, um neue Anregungen zu suchen. Hier blieb er zunächst zwei bte drei; Monate, kam aber später wieder und hatj sich dann an der Seine länger ^ls ein Jahr" auf-1 gehalten. Portaeis hatte ihm waijmi: Empfehlungen < an den gefeierten Bonnat mit gegeben. Der empfing ihn äußerst liebenswürdig, und*als ihm j der junge Künstler einige Stuqieu, darunter die i eines Bildhauerateliers zeigte, meinte Bonnat: ja, Lcf :bvre, dessen Atelier zu Beginn der achtziger Jali e von deutschen Künstler«).-Wenig besucht Denn in Paris ist damals der Haß gegen l|)eutschen noch so intensiv gewesen, daß lalle jene zu spüren .hatten, die nicht I endet französisch sprachen. Und m übrigen Üamals die Manier, in der bei'Lef&bvre gelt wurde, in Deutschland noch nicht ein- ]ürgert: die Schüler durften sich ihre Modelle wählen!. Und ‘durften zeichnen '"und malen, was sie Wollten, denn Leffebvre ■•ließ" ihnen vollständige f reiheit. Er kam nur/, d e-N Woche ein- bis zweimal, um die Arbeiten zu .revidieren, sagte .dabei nichts and« res als: sie wären gi t- oder sie wären schied t,und ging dann,, einfach ' weiter. Man , lernte * weniger vom Meister, dafür mehr von seiner Umgebung; aber wer dazu nicht das nNige.Zeug in sich .hätte,, konnte eben nichts errieri Ury fühlte 'steh bei- Lefetjvre, ‘de~ ihm, als! er seine Bild« r gesehen, zurief: »Vpus n’etes -pas le .prem er venu«, sehr wohl und verbrachte hier,>in ganzes T 7 Jahr. Damals studierte Kochegrosse bei Lefebvre,' und hin uni wieder kam Öari Melchers. Heute N*men vorrf bestuni Klang. Nachdem Ury Paris verlassen hätte, setzte er sim in dem vlämischen Dorfe *Vo luvet fest, schon früher seine ersten naturalistischer!• wo :r Bilde r er sollte idoch gleichen Effekte die wären sehr gut, aber Rembrandt studieren, der die mit . größerer Noblesse hervorgebracht hat. Und Bonnat riet ihm vor allem, etwas mehr adf die Zeichnung zu sehen. Dann Jahre .Und — 2tl — gemalt hatte, hielt sich dariirdie Zeit in Münbhen auf und siedelte sich .endlich im' 1887 in Berlin an, wo Max j m a im und Franz S k a r b i n a fast die einzigen wardn die damals moderne Kuhst «instrebten. Ury war damals unter den'ersten, die es wies er ihn an ' wagten, Berliner Straßenbilder zu malen. Aber - ie be r t

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.